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Der Weg › Teil 3 › Taufe und erste Jünger

Schritt 2 von 21 · Taufe und erste Jünger

Eine Stimme in der Wüste

Matthäus 3,1–12

Ganze Bibel: Schritt 450 von 789

Hintergrund

Matthäus, Markus und Lukas erzählen alle drei vom Auftreten Johannes des Täufers, jeder mit eigenen Einzelheiten. Darum liest du diesen Abschnitt nacheinander in allen drei Evangelien, zuerst bei Matthäus. Johannes, der Sohn des Zacharias, war inzwischen etwa dreissig Jahre alt.

Er war in der aufgewachsen, einer kahlen Hügellandschaft zwischen Jerusalem und dem Toten Meer. Fern vom Lärm der Städte und vom falschen Glauben vieler Lehrer lernte er dort, auf Gott zu hören.

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Lies jetzt: Matthäus 3,1–12

Lies zuerst den Bibeltext. Die Erklärung steht gleich danebendarunter.

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2 Erklärung

Der Wegbereiter

Wenn früher ein König in eine Gegend reiste, schickte er Boten voraus. Die Leute mussten die Strassen ausbessern, Löcher füllen und Steine wegräumen. So verstehen die Evangelien Johannes: Er ist die Stimme, von der Jesaja schrieb: „Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, machet seine Pfade eben!“

Der Weg, den Johannes bereitete, war kein Weg aus Steinen, sondern ein Weg in die Herzen. Hochmut sollte erniedrigt, Verzagtheit aufgerichtet werden: „Jedes Tal soll ausgefüllt und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden“.

Ellen G. White

John found in the wilderness his school and his sanctuary.
The Desire of Ages, S. 102

Zusammenfassung: In der Wüste fand Johannes seine Schule und sein Heiligtum.

Kamelhaar und Heuschrecken

„Er aber, Johannes, hatte ein Kleid von Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden“. Genau so wird im Alten Testament der Prophet Elia beschrieben (2. Kön 1,8). Wer die Schriften kannte, merkte: Hier kommt einer „im Geist und in der Kraft Elias“.

Seine Nahrung waren und wilder Honig. Heuschrecken gehörten zu den wenigen Insekten, die das Gesetz Mose zu essen erlaubte (3. Mose 11,22). In der Wüste waren sie eine einfache, eiweissreiche Speise, und Beduinen essen sie zum Teil bis heute. Johannes lebte schlicht, weil er sein ganzes Leben Gott zur Verfügung stellte.

Ellen G. White

He could stand erect and fearless in the presence of earthly monarchs, because he had bowed low before the King of kings.
The Desire of Ages, S. 103

Zusammenfassung: Er konnte aufrecht und ohne Furcht vor irdischen Herrschern stehen, weil er sich tief vor dem König der Könige gebeugt hatte.

Tut Busse!

Johannes predigte: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“ Busse heisst umkehren: aufhören, vor Gott davonzulaufen, und sich ihm zuwenden. Wer umkehrte, liess sich im taufen. Das Untertauchen im Wasser zeigte: Mein altes Leben soll begraben sein, ich will neu anfangen.

Zu den Pharisäern und Sadduzäern, den frommen Führern, sprach er sehr hart: „Schlangenbrut“. Sie meinten, sie seien sicher, weil sie Nachkommen Abrahams waren. Johannes sagt: Die Abstammung rettet niemanden. „Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken.“ Was zählt, ist ein verändertes Leben.

Ellen G. White

God does not send messengers to flatter the sinner.
The Desire of Ages, S. 104

Zusammenfassung: Gott sendet keine Boten, um dem Sünder zu schmeicheln.

Ellen G. White

Not by its name, but by its fruit, is the value of a tree determined.
The Desire of Ages, S. 107

Zusammenfassung: Nicht am Namen, sondern an der Frucht erkennt man den Wert eines Baumes.

Einer, der stärker ist

Viele fragten sich schon, ob Johannes selbst der Messias sei. Doch er wies von sich weg: „der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, so daß ich nicht gut genug bin, ihm die Schuhe zu tragen“. Sandalen zu tragen und auszuziehen war die Arbeit des niedrigsten Sklaven. Selbst dafür hielt sich Johannes für zu gering.

Dieser Kommende werde „im heiligen Geist und mit Feuer taufen“. Und er werde Weizen und Spreu trennen, so wie ein Bauer auf der das Getreide mit der Wurfschaufel in die Luft wirft, damit der Wind die leichte Spreu wegträgt.

Für dich

Johannes fragt nicht, woher du kommst oder was du bisher warst. Er fragt, ob du umkehren willst. Ein Leben, das sich wirklich Gott zuwendet, bringt Frucht.

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