BibelverstehenGebet

Der Weg › Teil 3 › Taufe und erste Jünger

Schritt 1 von 21 · Taufe und erste Jünger

Das Wort ward Fleisch

Johannes 1,1–18

Ganze Bibel: Schritt 449 von 790

Hintergrund

Matthäus und Lukas beginnen ihre Evangelien mit der Geburt Jesu in Bethlehem. Johannes geht viel weiter zurück, bis vor die Erschaffung der Welt. Seine ersten Worte erinnern absichtlich an den ersten Satz der Bibel: „Im Anfang war das Wort“. Wer «Im Anfang» liest, denkt sofort an 1. Mose 1,1.

Johannes war einer der ersten Jünger und der engste Freund Jesu. Er schrieb sein Evangelium als alter Mann, viele Jahre nach den anderen. Er wollte zeigen, wer dieser Jesus wirklich war, mit dem er drei Jahre lang unterwegs gewesen war.

1

Lies jetzt: Johannes 1,1–18

Lies zuerst den Bibeltext. Die Erklärung steht gleich danebendarunter.

Zur Erklärung springen ↓

2 Erklärung

Wer ist «das Wort»?

Mit einem Wort zeigen wir, was in uns vorgeht. So zeigt Jesus, wer Gott ist. Darum nennt Johannes ihn «das Wort». Er war schon immer da: „und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott“. Er ist nicht irgendwann entstanden, sondern „Alles ist durch dasselbe entstanden“. Derselbe, der im ersten Kapitel der Bibel sprach «Es werde Licht», ist der, der später in Bethlehem als Kind geboren wurde.

Darum kann Johannes am Ende sagen: „Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der im Schoße des Vaters ist, der hat uns Aufschluß über ihn gegeben.“ Wer wissen will, wie Gott ist, schaut auf Jesus: wie er mit Kindern, Kranken, Sündern und Feinden umging.

Ellen G. White

From the days of eternity the Lord Jesus Christ was one with the Father; He was “the image of God,” the image of His greatness and majesty, “the outshining of His glory.”
The Desire of Ages, S. 19

Zusammenfassung: Von Ewigkeit her war der Herr Jesus Christus eins mit dem Vater. Er war das Bild Gottes, das Abbild seiner Grösse und Majestät, der Abglanz seiner Herrlichkeit.

Licht in der Finsternis

„In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.“ Seit dem Sündenfall lag eine Dunkelheit über der Welt: Angst vor Gott, falsche Vorstellungen von ihm, Hass und Tod. Satan hatte die Menschen glauben lassen, Gott sei hart und streng. In Jesus leuchtet das wahre Bild Gottes wieder auf.

Doch nicht alle wollten dieses Licht: „Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.“ Gerade das Volk, das die Propheten hatte und auf den Messias wartete, erkannte ihn nicht. Aber für jeden, der ihn aufnimmt, gilt ein wunderbares Versprechen: „Allen denen aber, die ihn aufnahmen, gab er Vollmacht, Gottes Kinder zu werden“.

Er wohnte unter uns

„Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns“. Das Wort, das im Griechischen für «wohnen» steht, heisst eigentlich «zelten». Wer den Weg bis hierher gegangen ist, denkt an die Stiftshütte in der Wüste. Dort wohnte Gott in einem Zelt mitten in seinem Volk. Jetzt kommt er noch näher: Er wird selbst ein Mensch, mit einem Körper aus Fleisch und Blut.

Mose hatte das Gesetz gebracht, und das war gut. Aber „die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden“. Im Gesetz sah man, wie ein Leben nach Gottes Willen aussieht. In Jesus sieht man, wie es tatsächlich gelebt wird, und erhält die Kraft, selbst so zu leben.

Ellen G. White

By coming to dwell with us, Jesus was to reveal God both to men and to angels.
The Desire of Ages, S. 23

Zusammenfassung: Indem Jesus kam, um bei uns zu wohnen, sollte er Gott offenbaren, den Menschen und auch den Engeln.

Für dich

Wer wissen möchte, wie Gott ist, muss nicht raten. Er darf Jesus anschauen. Alles, was du auf diesem Weg über Jesus lesen wirst, zeigt dir das Herz Gottes.

Zur Übersicht «Taufe und erste Jünger» (Schritt 1 von 21)

BibeltextSchlachter 1951
Ganzes Kapitel lesen