2 Erklärung
Ich bin nur eine Stimme
Die Priester fragen: Bist du der Messias? Bist du Elia? Bist du der Prophet? Dreimal sagt Johannes nein. Er hätte sich gross machen können, denn ganz Israel lief ihm nach. Aber er sagt nur: „Ich bin «eine Stimme, die da ruft in der Wüste: Ebnet den Weg des Herrn!»“ Eine Stimme hört man, und dann ist sie weg. Was bleibt, ist die Botschaft.
Dann sagt er etwas Geheimnisvolles: „aber mitten unter euch steht Einer, den ihr nicht kennt“. Jesus stand vielleicht in diesem Moment in der Menge, und niemand ahnte es.
Das Lamm Gottes
Am nächsten Tag sieht Johannes Jesus kommen und ruft: „Siehe, das Lamm Gottes, welches die Sünde der Welt hinwegnimmt!“ Jeder Jude verstand dieses Bild. Jeden Morgen und Abend wurde im Tempel ein Lamm geopfert. Beim Passahfest schlachtete jede Familie ein Lamm, in Erinnerung an die Nacht in Ägypten, als das Blut des Lammes an den Türpfosten vor dem Tod schützte.
All diese Lämmer zeigten auf einen hin. Schon Abraham hatte auf dem Berg Morija gesagt: „Gott wird sich ein Lämmlein zum Brandopfer ersehen!“. Jetzt zeigt Johannes mit dem Finger auf Jesus: Dieser ist es.
Kommt und seht!
Zwei Jünger des Johannes hören das und gehen Jesus nach. Er dreht sich um und fragt: „Was sucht ihr?“ Sie wissen nicht recht, was sie sagen sollen, und fragen nur, wo er wohne. Jesus antwortet: „Kommt und seht!“ Keine lange Predigt, sondern eine Einladung. Sie blieben den ganzen Tag bei ihm.
Einer der beiden war Andreas. Der andere wird nicht genannt, doch viele verstehen, dass es Johannes selbst war, der Schreiber dieses Evangeliums. Er erinnerte sich noch als alter Mann an die genaue Uhrzeit: „Es war aber um die zehnte Stunde.“ Das war etwa vier Uhr nachmittags.
Ellen G. White
These were Christ’s first disciples.Zusammenfassung: Das waren die ersten Jünger Christi.
Wir haben den Messias gefunden
Das Erste, was Andreas tut: Er sucht seinen Bruder Simon. „Wir haben den Messias gefunden“. So beginnt die Verbreitung des Evangeliums: Einer erzählt es dem anderen.
Jesus schaut Simon an und gibt ihm einen neuen Namen: „du sollst Kephas heißen (das wird übersetzt: Fels)“. Auf Griechisch heisst Fels «Petros», daher Petrus. Simon war damals alles andere als fest. Er war aufbrausend und unbeständig. Aber Jesus sah schon, was aus ihm werden konnte.
Ellen G. White
Andrew sought to impart the joy that filled his heart.Zusammenfassung: Andreas wollte die Freude weitergeben, die sein Herz erfüllte.
Nathanael unter dem Feigenbaum
Philippus erzählt Nathanael von Jesus aus Nazareth. Nathanael ist skeptisch: „Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen?“ Nazareth war ein unbedeutendes Dorf. Philippus streitet nicht, er sagt nur: „Komm und sieh!“
Als Nathanael kommt, sagt Jesus, er habe ihn „unter dem Feigenbaum“ gesehen. Dort hatte Nathanael wohl allein gebetet und Gott gebeten, ihm zu zeigen, ob dieser Jesus wirklich der Messias sei. Niemand hatte ihn gesehen, aber Jesus wusste es. Da bekennt Nathanael: „Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel!“
Ellen G. White
Angels from the world of light are near to those who in humility seek for divine guidance.Zusammenfassung: Engel aus der Welt des Lichts sind denen nahe, die demütig um göttliche Führung bitten.
Die Himmelsleiter
Jesus verspricht: „von nun an werdet ihr den Himmel offen sehen und die Engel Gottes auf und niedersteigen auf des Menschen Sohn!“ Das erinnert an Jakobs Traum in Bethel: „siehe, eine Leiter war auf die Erde gestellt, die rührte mit der Spitze an den Himmel. Und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder.“
Jesus selbst ist diese Leiter. Durch ihn ist die Verbindung zwischen Himmel und Erde, die durch die Sünde zerrissen war, wiederhergestellt.
Ellen G. White
The angels of God are ascending, bearing the prayers of the needy and distressed to the Father above, and descending, bringing blessing and hope, courage, help, and life, to the children of men.Zusammenfassung: Die Engel Gottes steigen hinauf und tragen die Gebete der Bedürftigen und Bedrängten zum Vater. Und sie steigen herab und bringen den Menschen Segen und Hoffnung, Mut, Hilfe und Leben.
Für dich
Jesus fragt auch dich: «Was suchst du?» Du musst nicht alles verstehen, um anzufangen. Seine Antwort ist dieselbe wie damals: «Komm und sieh!»