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Frühgeschichte des Menschen

Gab es «Steinzeitmenschen»? Wie passt das zu Adam und Eva?

Kurze Antwort

Das Wort «Steinzeit» beschreibt eine Lebensweise: Menschen machten ihre Werkzeuge aus Stein. Nach der Bibel waren Adam und Eva von Anfang an ganze Menschen, klug und begabt, und nicht Tiere, die sich langsam zu Menschen entwickelten. Steinwerkzeuge und Höhlenwohnungen passen gut zur Zeit nach der Sintflut und nach dem Turmbau zu Babel, als kleine Gruppen über die ganze Erde verstreut wurden und oft ganz einfach neu anfangen mussten.

Was heisst «Steinzeit»?

Archäologen teilen die frühe Geschichte nach den Werkstoffen ein, die Menschen benutzten: Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit. Aus der Steinzeit findet man , , dazu Spuren von Feuerstellen und Wohnplätzen in Höhlen.

Diese Menschen waren aber nicht dumm oder halbe Tiere. In Höhlen in Frankreich und Spanien so lebendig und kunstvoll, dass Besucher bis heute staunen. Und manche Völker lebten noch bis ins 20. Jahrhundert mit Werkzeugen aus Stein, zum Beispiel in Neuguinea. Ihre Kinder lernten in einer Generation lesen, schreiben und mit Computern umgehen. «Steinzeit» ist also eine Lebensweise, keine Vorstufe des Menschen.

Was die Bibel über die ersten Menschen sagt

Bibeltext · 1. Mose 4,20–22Schlachter 1951
20Und Ada gebar Jabal; derselbe wurde der Vater der Zeltbewohner und Herdenbesitzer. 21Und sein Bruder hieß Jubal; derselbe wurde der Vater aller Harfen und Flötenspieler. 22Und Zilla, auch sie gebar den Tubal-Kain, den Meister in allerlei Erz und Eisenwerk. Und die Schwester Tubal-Kains war Naama.

Gott schuf den Menschen nicht als Tier, das sich hocharbeiten musste: „Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn“. Adam war von Anfang an klug genug, allen Tieren Namen zu geben (1. Mose 2,19–20).

Schon die ersten Generationen bauten Städte und erfanden vieles: Kain baute eine Stadt (1. Mose 4,17). Jabal wurde „der Vater der Zeltbewohner und Herdenbesitzer“, Jubal „der Vater aller Harfen und Flötenspieler“, und Tubal-Kain „den Meister in allerlei Erz und Eisenwerk“. Nach der Bibel gab es Metallarbeit also schon ganz am Anfang, nicht erst nach einer langen Steinzeit.

Ellen G. White schreibt: Die Zeit vor der Sintflut war trotz aller Bosheit keine Zeit der Unwissenheit und Wildheit. Würde man die grössten Gelehrten von heute mit den Menschen vor der Flut vergleichen, wären sie ihnen an geistiger und körperlicher Kraft weit unterlegen. Adam kannte jedes Lebewesen, vom grossen Leviatan im Meer bis zum kleinsten Insekt im Sonnenstrahl.

Ellen G. White

Notwithstanding the wickedness of the antediluvian world, that age was not, as has often been supposed, an era of ignorance and barbarism.
Patriarchs and Prophets, S. 82

Zusammenfassung: Trotz der Bosheit der Welt vor der Sintflut war jene Zeit nicht, wie man oft meint, ein Zeitalter der Unwissenheit und Barbarei.

Ellen G. White

Could illustrious scholars of our time be placed in contrast with men of the same age who lived before the Flood, they would appear as greatly inferior in mental as in physical strength.
Patriarchs and Prophets, S. 83

Zusammenfassung: Könnte man berühmte Gelehrte unserer Zeit mit gleichaltrigen Menschen vor der Sintflut vergleichen, würden sie an geistiger wie an körperlicher Kraft weit unterlegen erscheinen.

Ellen G. White

With every living creature, from the mighty leviathan that playeth among the waters to the insect mote that floats in the sunbeam, Adam was familiar.
Patriarchs and Prophets, S. 51

Zusammenfassung: Mit jedem Lebewesen, vom mächtigen Leviatan, der im Wasser spielt, bis zum winzigen Insekt im Sonnenstrahl, war Adam vertraut.

Hochkulturen vor der Sintflut

Die Welt vor der Sintflut war keine Welt von Höhlenmenschen. Es gab Städte, Musik und Metallarbeit (siehe oben), und die Menschen lebten sehr lange. Wer Hunderte von Jahren lernen und arbeiten kann, sammelt enormes Wissen.

Ellen G. White beschreibt diese Zeit: Es gab viele Riesen, gross, stark und berühmt für ihre Weisheit, geschickt darin, die kunstvollsten und wunderbarsten Werke zu erfinden. Die Menschen bauten prächtige Gebäude und legten wunderschöne Gärten und Haine an, in denen sie ihre Götzen aufstellten.

Warum findet man davon heute fast nichts mehr? Bei der Sintflut wurde all das zerstört. Die prächtigen Gebäude wurden niedergerissen, die Trümmer weit verstreut und tief unter Erde, Schlamm und Gestein begraben. Die ganze Oberfläche der Erde wurde verändert. Was von dieser ersten Hochkultur übrig blieb, liegt verborgen, und niemand weiss, wo man danach suchen müsste.

Ellen G. White

There were many giants, men of great stature and strength, renowned for wisdom, skillful in devising the most cunning and wonderful works
Patriarchs and Prophets, S. 90

Zusammenfassung: Es gab viele Riesen, Männer von grosser Gestalt und Kraft, berühmt für ihre Weisheit und geschickt darin, die kunstvollsten und wunderbarsten Werke zu erfinden.

Ellen G. White

Their splendid buildings, and the beautiful gardens and groves where they had placed their idols, were destroyed by lightning from heaven, and the ruins were scattered far and wide.
Patriarchs and Prophets, S. 99

Zusammenfassung: Ihre prächtigen Gebäude und die schönen Gärten und Haine, in denen sie ihre Götzen aufgestellt hatten, wurden durch Blitze vom Himmel zerstört, und die Trümmer wurden weit verstreut.

Nach der Flut: alles beginnt von vorn

Bibeltext · 1. Mose 11,1–9Schlachter 1951
1Es hatte aber die ganze Welt einerlei Sprache und einerlei Rede. 2Da sie nun gen Osten zogen, fanden sie eine Ebene im Lande Sinear, und sie ließen sich daselbst nieder. 3Und sie sprachen zueinander: Wohlan, laßt uns Ziegel streichen und sie feuerfest brennen! Und sie brauchten Ziegel für Steine und Asphalt für Kalk. 4Und sie sprachen: Wohlan, laßt uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, daß wir uns einen Namen machen, damit wir ja nicht über die ganze Erde zerstreuet werden! 5Da fuhr der HERR herab, daß er die Stadt und den Turm sähe, den die Menschenkinder bauten. 6Und der HERR sprach: Siehe, es ist nur ein einziges Volk, und sie sprechen alle nur eine Sprache, und dies ist der Anfang ihres Unternehmens! Nun wird es ihnen nicht unmöglich sein, alles auszuführen, was sie sich vorgenommen haben. 7Wohlan, laßt uns hinabfahren und daselbst ihre Sprache verwirren, daß keiner des andern Sprache verstehe! 8Also zerstreute sie der HERR von dannen über die ganze Erde, daß sie aufhörten die Stadt zu bauen. 9Daher gab man ihr den Namen Babel, weil der HERR daselbst die Sprache der ganzen Welt verwirrte und sie von dannen über die ganze Erde zerstreute.

Aus der Arche kamen nur „wenige, nämlich acht Seelen“. Noah und seine Familie trugen das Wissen der alten Welt in ihren Köpfen. Aber es gab keine Städte mehr, keine Werkstätten, keine Bergwerke und keine Strassen. „Von diesen drei Söhnen Noahs ward die ganze Erde bevölkert.“

Schon wenige Generationen später konnten die Menschen wieder Grosses bauen. In Babel sagten sie: „laßt uns Ziegel streichen und sie feuerfest brennen!“ Sie planten eine Stadt und einen Turm, „dessen Spitze bis an den Himmel reicht“. Gott selbst sagt über sie: „Nun wird es ihnen nicht unmöglich sein, alles auszuführen, was sie sich vorgenommen haben.“ Diese Menschen waren also hochbegabt. Der Turm sollte ein Denkmal ihrer Macht und Weisheit sein.

Dann verwirrte Gott ihre Sprache und „zerstreute sie der HERR von dannen über die ganze Erde“. Was bedeutete das? Kleine Gruppen, oft nur einige Familien, zogen in unbekannte, wilde Länder. Sie konnten nicht mehr mit den anderen sprechen, hatten kaum Werkzeuge und mussten zuerst überleben. Um Metall zu gewinnen, braucht man Erzlager, Öfen, viele Hände und Zeit. Also lebten sie zuerst von Jagd und Sammeln, wohnten in Höhlen oder einfachen Hütten und machten Werkzeuge aus dem, was sie fanden: aus Stein, Holz und Knochen.

Genau diese Spuren nennen Archäologen heute «Steinzeit». Viele verstehen sie darum nicht als lange Vorgeschichte vor Adam, sondern als die erste Zeit nach Babel, in der sich die Menschen über die Erde verteilten. Auch das Wissen über Gott ging bei vielen verloren: Nach der Zerstreuung wurde der Götzendienst wieder fast überall verbreitet. Dort, wo grössere Gruppen beisammen blieben, etwa in Mesopotamien und in Ägypten, entstanden dagegen bald wieder Städte und Reiche.

Auch die Bibel erzählt von Menschen, die in Höhlen wohnten. Lot zog nach dem Untergang Sodoms auf einen Berg „und er wohnte mit seinen Töchtern in einer Höhle“. Und im Buch Hiob ist von Ausgestossenen die Rede, die „in Erdlöchern und Felsenhöhlen“ hausen mussten. Doch alle Menschen stammen von denselben Eltern ab: Gott „hat aus einem Blut das ganze Menschengeschlecht gemacht“.

Ellen G. White

The magnificent tower, reaching to the heavens, was intended to stand as a monument of the power and wisdom of its builders, perpetuating their fame to the latest generations.
Patriarchs and Prophets, S. 119

Zusammenfassung: Der prächtige Turm, der bis zum Himmel reichen sollte, war als Denkmal der Macht und Weisheit seiner Erbauer gedacht, das ihren Ruhm bis zu den spätesten Generationen bewahren sollte.

Ellen G. White

After the dispersion from Babel idolatry again became wellnigh universal
Patriarchs and Prophets, S. 125

Zusammenfassung: Nach der Zerstreuung von Babel wurde der Götzendienst wieder fast überall verbreitet.

Hochkulturen, die plötzlich da sind

Etwas fällt Archäologen immer wieder auf: Die ältesten bekannten Hochkulturen, die Sumerer in Mesopotamien und die Ägypter am Nil, erscheinen fast wie aus dem Nichts. Kurz nach ihren ersten Spuren haben sie bereits Schrift, Mathematik, Sternkunde, Bewässerung und riesige Bauwerke. Lange, langsame Vorstufen findet man kaum.

Die meisten Forscher erklären das mit einer Entwicklung, deren Spuren verloren sind. Wer der Bibel folgt, sieht darin etwas anderes: Die Menschen fingen nicht bei null an. Noahs Familie brachte das Wissen der Welt vor der Flut mit, und dort, wo Menschen zusammenblieben, konnte es schnell wieder aufblühen.

Dazu passt noch etwas: Fast überall auf der Welt, bei Völkern auf allen Kontinenten, gibt es alte Erzählungen von einer grossen Flut, die die Welt zerstörte, und von wenigen Menschen, die in einem Boot gerettet wurden. Eine der bekanntesten steht auf einer babylonischen Tontafel, die man 1872 entzifferte: das Gilgamesch-Epos. Darin baut ein Mann ein grosses Schiff, rettet Tiere und lässt am Ende Vögel fliegen, um zu sehen, ob das Land trocken ist. Die Bibel erzählt die wahre Geschichte, die hinter all diesen Erinnerungen steht.

Rätselhafte Bauwerke

Auf der ganzen Welt stehen sehr alte Bauwerke, die bis heute Fragen aufwerfen. Sie zeigen: Die Menschen der frühen Zeit waren keine Primitiven. Sie planten, rechneten, organisierten und bewegten Steine, die so schwer sind, dass man sich heute noch fragt, wie das ging.

in der Südosttürkei: Riesige, T-förmige Steinpfeiler, manche über fünf Meter hoch und viele Tonnen schwer, stehen in grossen Kreisen. In die Steine sind Füchse, Wildschweine, Schlangen, Geier und Raubkatzen gemeisselt. Nach der üblichen Sicht bauten das Jäger und Sammler, noch bevor es Ackerbau und Städte gab. Das hat viele Forscher überrascht, denn man hatte gedacht, so etwas könnten erst sesshafte Bauern errichten. Eine eigene Riesensage ist von diesem Ort nicht bekannt, er lag ja lange unter der Erde. Aber ganz in der Nähe liegen Urfa und Harran, wo Abraham lebte. Dort erzählt man sich bis heute alte Geschichten von Nimrod, dem «Gewaltigen» aus der Bibel (1. Mose 10,8–9).

Die in Ägypten: Die grösste besteht aus über zwei Millionen Steinblöcken und war ursprünglich fast 150 Meter hoch. Ihre Seiten sind sehr genau nach Norden, Süden, Osten und Westen ausgerichtet. Einige Granitblöcke im Inneren wiegen mehrere Dutzend Tonnen und wurden aus Assuan herbeigeschafft, Hunderte Kilometer den Nil hinab. Arabische Gelehrte des Mittelalters schrieben, die Pyramiden seien schon vor der Sintflut gebaut worden, damit das Wissen der Alten die Flut überstehe.

in England: Ein Kreis aus gewaltigen Steinen, auf denen querliegende Decksteine ruhen. Die grossen Steine wiegen jeweils etwa 25 Tonnen. Kleinere Steine stammen aus den Bergen von Wales, über 200 Kilometer entfernt. Wie genau sie transportiert wurden, weiss man nicht sicher. Im Mittelalter nannte man Stonehenge den «Tanz der Riesen». Nach der alten Sage hatten Riesen die Steine aus fernen Ländern herbeigeschafft, weil kein gewöhnlicher Mensch sie hätte heben können.

im Libanon: Unter einem römischen Tempel liegen drei Steinblöcke, jeder rund 800 Tonnen schwer. Im Steinbruch daneben liegen noch grössere, über 1000 Tonnen schwer, so gross wie ein Haus. Die meisten Forscher meinen, die Römer hätten sie gebrochen. Wie man solche Lasten bewegte, ist bis heute schwer zu erklären. Die Menschen der Gegend erzählten sich, Riesen hätten diese Steine bewegt, und eine alte Sage sagt sogar, Kain habe hier nach dem Mord an Abel die erste Burg gebaut.

auf der Insel Gozo (Malta): Tempelmauern aus riesigen Kalksteinblöcken, die zu den ältesten frei stehenden Bauwerken der Welt gezählt werden. Der Name bedeutet «Werk der Riesen». Die Menschen dort erzählten sich, nur Riesen könnten solche Steine aufgeschichtet haben. Das erinnert an die Bibel, die von Riesen in der frühen Zeit berichtet (1. Mose 6,4).

Auffällig ist: An vielen dieser Orte erzählten sich die Menschen, Riesen hätten hier gebaut. Sagen sind keine Beweise. Aber die Bibel selbst berichtet von Riesen, nicht nur vor der Sintflut (1. Mose 6,4), sondern auch danach. Die Kundschafter Israels sahen in Kanaan so grosse Männer, dass sie sich neben ihnen wie Heuschrecken vorkamen (4. Mose 13,33). Und das Bett des Königs Og war neun Ellen lang, über vier Meter (5. Mose 3,11). Vielleicht steckt in den alten Sagen eine Erinnerung an solche Menschen.

Die Bibel erklärt nicht, wer diese Bauwerke errichtet hat. Aber sie passen zu dem, was sie über die Menschen nach der Flut sagt: Sie waren begabt, stark und wollten sich mit grossen Bauten einen Namen machen, wie in Babel.

Frühe Seefahrer

Schon vor der Sintflut konnten Menschen gewaltige Schiffe bauen. Gott gab Noah genaue Masse für die Arche: „Dreihundert Ellen lang, fünfzig Ellen breit, dreißig Ellen hoch.“ Das sind etwa 150 Meter Länge. Das Wissen, wie man ein so grosses, seetüchtiges Schiff baut, kam mit Noahs Familie in die neue Welt.

Nach der Flut verteilten sich die Nachkommen Noahs auch übers Meer: „Sie haben sich auf die Inseln der Heiden verteilt“. Wer Inseln besiedelt, braucht Boote und muss sich auf dem Meer zurechtfinden.

Wie gut die Alten Schiffe bauen konnten, zeigt ein Fund neben der grossen Pyramide: das , über 40 Meter lang, aus Zedernholz gebaut und ohne einen einzigen Nagel zusammengefügt. Später waren die Phönizier aus Tyrus und Sidon berühmte Seefahrer, die das ganze Mittelmeer befuhren.

Eine veränderte Erde

Die Sintflut war nicht nur ein grosser Regen: „an dem Tage brachen alle Quellen der großen Tiefe auf, und die Fenster des Himmels öffneten sich.“ Wasser brach auch aus der Tiefe der Erde hervor. Die ganze Oberfläche der Erde wurde verändert. Berge, einst wunderschön und ebenmässig, waren nun zerbrochen und zerklüftet.

Viele bibelgläubige Forscher vermuten darum, dass sich während der Flut auch die grossen Platten der Erdkruste schnell bewegten und Gebirge sich auftürmten. Die meisten Geologen dagegen rechnen mit sehr langsamen Bewegungen über lange Zeiträume. Fest steht: Die Erdplatten bewegen sich bis heute, wenige Zentimeter im Jahr.

Nach der Flut folgte nach Ansicht vieler dieser Forscher eine Eiszeit. Als viel Wasser in riesigen Gletschern gebunden war, lag der Meeresspiegel deutlich tiefer als heute, nach Schätzungen der Forschung um über hundert Meter. Gebiete, die heute unter Wasser liegen, waren damals trockenes Land.

Ein Beispiel sind die . Auf Satellitenbildern sieht man riesige hellblaue Flächen: Dort ist das Meer nur wenige Meter tief. Als der Meeresspiegel tiefer lag, waren diese Bänke grosse Landflächen. Mit dem Abschmelzen des Eises versanken sie wieder.

Ellen G. White

The entire surface of the earth was changed at the Flood.
Patriarchs and Prophets, S. 107

Zusammenfassung: Die ganze Oberfläche der Erde wurde durch die Sintflut verändert.

Ellen G. White

The mountains, once so beautiful in their perfect symmetry, had become broken and irregular.
Patriarchs and Prophets, S. 108

Zusammenfassung: Die Berge, einst so schön in ihrem vollkommenen Ebenmass, waren zerbrochen und unregelmässig geworden.

Wissenswert: Die Karte des Piri Reis

Im Jahr 1513 zeichnete der türkische Admiral Piri Reis eine Weltkarte auf Gazellenleder. Erhalten ist nur ein Teil davon: die Küsten von Westafrika, Südamerika und die Inseln der Karibik. Man fand die 1929 im Topkapı-Palast in Istanbul.

Spannend ist, was Piri Reis selbst auf die Karte schrieb: Er habe sie aus rund zwanzig älteren Karten zusammengestellt. Darunter waren Karten aus der Zeit der alten Griechen, eine arabische Karte, mehrere portugiesische Karten und sogar eine Karte von Christoph Kolumbus. Die Karte beruht also wirklich auf noch älteren Karten, von denen viele heute verloren sind.

Manche sehen darin mehr. Ein amerikanischer Geschichtsprofessor meinte, der untere Rand der Karte zeige die Küste der Antarktis, und zwar ohne Eis. Antarktika wurde aber erst 1820 entdeckt und liegt seit Menschengedenken unter dickem Eis. Andere sehen in einer grossen Insel bei den Bahamas Land, das nur bei tieferem Meeresspiegel trocken lag. Daraus schlossen sie, die ältesten Vorlagen müssten von einer vergessenen Kultur stammen, die die Welt schon früh vermessen hatte.

Die meisten Kartenforscher sehen das anders: Der untere Teil zeige die Küste Südamerikas, die abgeknickt wurde, weil das Leder nicht breiter war. Und die grosse Insel sei eine verzerrte Darstellung von Kuba oder Hispaniola, so wie Kolumbus sie kannte.

Die Befürworter halten dagegen: Legt man die Karte über eine heutige Karte, stimmen Küstenlinien erstaunlich gut überein, auch dort, wo zur Zeit von Piri Reis noch niemand gewesen sein soll. Und sie geben zu bedenken, dass die Forschung den Menschen der Frühzeit schon oft zu wenig zugetraut hat. Göbekli Tepe ist ein Beispiel: Lange hielt man es für unmöglich, dass Menschen jener Zeit so etwas bauen konnten, bis man es ausgrub. Die Bibel jedenfalls beschreibt die Menschen der frühen Zeit als klug und begabt, nicht als primitiv.

Wer recht hat, ist bis heute umstritten. Sicher ist: Die Karte ist erstaunlich genau für ihre Zeit, sie beruht auf viel älteren Vorlagen, und deren älteste Quellen kennt niemand.

Gedankenspiel: keine Lehre der BibelWas wäre, wenn …? Spuren einer verlorenen WeltAntippen zum Lesen

Einige Autoren vertreten die Idee, es habe einst eine hochentwickelte Kultur gegeben, die in einer weltweiten Katastrophe mit gewaltigen Fluten unterging. Die wenigen Überlebenden hätten ihr Wissen weitergegeben: über Sterne, Baukunst und Seefahrt. Als Hinweise nennen sie die Flutgeschichten auf der ganzen Welt, Hochkulturen, die plötzlich auftauchen, riesige frühe Bauwerke und alte Karten wie die des Piri Reis, die auf noch älteren Vorlagen beruhen.

Was wäre, wenn diese Spuren tatsächlich Erinnerungen an die Welt vor der Sintflut und an die ersten Generationen danach wären? Noahs Familie kannte die alte Welt. Ihre Nachkommen bauten Schiffe, verteilten sich auf die Inseln und erlebten eine Erde, auf der der Meeresspiegel noch tiefer lag. Hätten sie Karten gezeichnet, hätten diese Küsten gezeigt, die heute unter Wasser liegen.

Diese Autoren folgen allerdings nicht der Bibel, und viele Archäologen lehnen ihre Behauptungen entschieden ab. Die sogenannte «Bimini-Strasse» bei den Bahamas, eine Reihe flacher Steinplatten unter Wasser, halten Geologen zum Beispiel für natürlich entstandenes Gestein. Ein Beweis ist das alles also nicht. Und doch erzählt die Bibel genau von so einer Welt: mit grossem Wissen, prächtigen Bauten und einer Flut, die alles veränderte.

Was wir sicher wissen

Jeder Mensch, ob er in einer Höhle mit Steinwerkzeugen lebte oder heute in einer Stadt mit dem Handy in der Hand, ist von Gott gewollt und nach seinem Bild geschaffen. Wir alle sind eine einzige grosse Familie, und Gott liebt jeden von uns.

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