2 Erklärung
Sehet zu, dass euch niemand irreführe
Die erste Warnung lautet: „Sehet zu, daß euch niemand irreführe!“ Viele würden kommen und sagen, sie seien der Christus. Es würde Kriege, Hungersnöte und Erdbeben geben. „Dies alles ist der Wehen Anfang.“ Diese Dinge zeigen nicht das Ende selbst an, sondern dass die Welt auf das Ende zugeht.
Ein klares Zeichen gibt Jesus: „Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt gepredigt werden, zum Zeugnis allen Völkern, und dann wird das Ende kommen.“
Ellen G. White
Jesus did not answer His disciples by taking up separately the destruction of Jerusalem and the great day of His coming.Zusammenfassung: Jesus antwortete seinen Jüngern nicht so, dass er die Zerstörung Jerusalems und den grossen Tag seines Kommens getrennt behandelte.
Fliehe auf die Berge
Jesus gibt den Christen in Jerusalem ein Zeichen zur Flucht: wenn sie „den Greuel der Verwüstung“ an heiliger Stätte sehen. Lukas sagt es deutlicher: wenn „Jerusalem von Kriegsheeren belagert“ ist. Dann sollen sie sofort fliehen.
Genau das geschah. Im Jahr 66 belagerte der römische Feldherr Cestius Gallus Jerusalem, zog aber überraschend wieder ab. Die Christen erinnerten sich an die Worte Jesu, verliessen die Stadt und flohen nach Pella jenseits des Jordan. Vier Jahre später kamen die Römer unter Titus zurück, und Jerusalem wurde mit dem Tempel zerstört.
Jesus sagte auch: „Bittet aber, daß eure Flucht nicht im Winter, noch am Sabbat geschehe.“ Jesus rechnete damit, dass seine Nachfolger vierzig Jahre nach seinem Tod den Sabbat noch heilig halten würden.
Ellen G. White
After the Romans under Cestius had surrounded the city, they unexpectedly abandoned the siege when everything seemed favorable for an immediate attack.Zusammenfassung: Nachdem die Römer unter Cestius die Stadt eingeschlossen hatten, brachen sie die Belagerung unerwartet ab, obwohl alles für einen sofortigen Angriff günstig schien.
Ellen G. White
Without delay they fled to a place of safety—the city of Pella, in the land of Perea, beyond Jordan.Zusammenfassung: Ohne zu zögern flohen sie an einen sicheren Ort, die Stadt Pella in Peräa, jenseits des Jordan.
Wie der Blitz
Dann spricht Jesus über die Zeit nach dieser Trübsal bis zu seiner Wiederkunft. Wieder warnt er vor falschen Christussen, die „große Zeichen und Wunder tun“. Wenn jemand sagt, Christus sei in der Wüste oder in einer geheimen Kammer, glaubt es nicht. „Denn wie der Blitz vom Osten ausfährt und bis zum Westen scheint, so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein.“ Seine Wiederkunft wird niemand übersehen.
Zeichen am Himmel
„Bald aber nach der Trübsal jener Tage wird die Sonne verfinstert werden, und der Mond wird seinen Schein nicht mehr geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen“. Viele verstehen diese Trübsal als die lange Zeit der Verfolgung der Gläubigen im Mittelalter, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts nachliess.
Sie sehen die Zeichen in drei Ereignissen erfüllt: das grosse Erdbeben von Lissabon 1755, den «dunklen Tag» am 19. Mai 1780 in Neuengland, an dem es mitten am Tag so dunkel wurde, dass man Kerzen anzünden musste, und auch die folgende Nacht so finster war, dass der fast volle Mond kaum Licht gab, und den gewaltigen Sternschnuppenregen vom 13. November 1833, bei dem in Nordamerika in einer Nacht Zehntausende Meteore zu sehen waren.
Dann „werden des Menschen Sohn kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit“, und seine Engel werden seine Auserwählten von allen Enden der Erde versammeln.
Ellen G. White
On the 19th of May, 1780, this prophecy was fulfilled.Zusammenfassung: Am 19. Mai 1780 ging diese Weissagung in Erfüllung.
Ellen G. White
In 1833, two years after Miller began to present in public the evidences of Christ’s soon coming, the last of the signs appeared which were promised by the Saviour as tokens of His second advent.Zusammenfassung: Im Jahr 1833, zwei Jahre nachdem Miller öffentlich die Beweise für das baldige Kommen Christi darzulegen begann, erschien das letzte der Zeichen, die der Erlöser als Hinweise auf seine Wiederkunft verheissen hatte.
Wissenswert: Der dunkle Tag und die fallenden Sterne
Beide Ereignisse sind gut bezeugt. Den «dunklen Tag» vom 19. Mai 1780 beschrieben viele Zeitzeugen in Zeitungen und Tagebüchern. Heutige Forscher führen ihn vor allem auf den Rauch grosser Waldbrände in Kanada zurück, zusammen mit Nebel und dichten Wolken. Untersuchungen von Baumringen haben Brandspuren aus dieser Zeit gefunden.
Der Meteorschauer vom 13. November 1833 war so gewaltig, dass er die moderne Erforschung der Sternschnuppen begründete. Forscher erkannten danach, dass die Leoniden jedes Jahr im November wiederkehren und etwa alle 33 Jahre besonders stark sind. Dass die Wissenschaft solche Ereignisse erklären kann, sagt nichts darüber, ob Gott sie als Zeichen gebrauchen kann. Auch beim Auszug aus Ägypten benutzte Gott einen Ostwind, um das Meer zu teilen (2. Mose 14,21).
Für dich
Jesus hat die Zukunft vorausgesagt, damit du nicht erschrickst, sondern vorbereitet bist. Wer ihn kennt, muss sich vor dem Ende nicht fürchten.