2 Erklärung
Simon von Kyrene
Nach der Geisselung ist Jesus so geschwächt, dass er das Kreuz nicht mehr tragen kann. Die Soldaten zwingen einen Mann, der gerade vom Feld kommt: „einen Mann von Kyrene, namens Simon; den zwangen sie, ihm das Kreuz zu tragen“. Kyrene lag in Nordafrika.
Markus nennt seine Söhne Alexander und Rufus (Mk 15,21). Offenbar waren sie den ersten Christen bekannt. Simon trug das Kreuz gezwungen, aber es wurde zum Segen für ihn und seine Familie.
Ellen G. White
The bearing of the cross to Calvary was a blessing to Simon, and he was ever after grateful for this providence.Zusammenfassung: Das Tragen des Kreuzes nach Golgatha wurde für Simon zum Segen, und er blieb dafür sein Leben lang dankbar.
Andere hat er gerettet
Auf , der Schädelstätte vor der Stadt, kreuzigen sie ihn zwischen zwei Räubern. Die Soldaten verlosen seine Kleider, genau wie es Psalm 22 vorausgesagt hatte. Über seinem Kopf hängt die Anklage: „Dies ist Jesus, der König der Juden.“
Die Vorbeigehenden spotten: „Bist du Gottes Sohn, so steig vom Kreuze herab!“ Es war dieselbe Versuchung wie in der Wüste: «Wenn du Gottes Sohn bist.» Die Führer höhnen: „Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten.“ Ohne es zu wollen, sagen sie die Wahrheit. Gerade weil er andere retten wollte, konnte er sich selbst nicht retten.
Mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Von zwölf bis drei Uhr nachmittags „kam eine Finsternis über das ganze Land“. Es konnte keine Sonnenfinsternis sein, denn beim Passahfest ist Vollmond. Dann ruft Jesus: „Eli, Eli, lama sabachthani! das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“
Es sind die ersten Worte von Psalm 22, einem Psalm, der das Leiden des Messias erstaunlich genau beschreibt. In diesem Augenblick trug Jesus die ganze Last der Sünde, und er fühlte die Trennung von Gott, die die Sünde bewirkt. Er erlebte, was ein verlorener Sünder erleben würde, damit wir es nie erleben müssen.
Ellen G. White
But now with the terrible weight of guilt He bears, He cannot see the Father’s reconciling face.Zusammenfassung: Doch jetzt, unter der furchtbaren Last der Schuld, die er trägt, kann er das versöhnende Angesicht des Vaters nicht sehen.
Ellen G. White
In that thick darkness God’s presence was hidden.Zusammenfassung: In jener tiefen Finsternis war die Gegenwart Gottes verborgen.
Der Vorhang zerriss
„Jesus aber schrie abermals mit lauter Stimme und gab den Geist auf.“ Im selben Moment geschah es: „der Vorhang im Tempel riß entzwei von oben bis unten“. Es war um drei Uhr, die Zeit des Abendopfers. Der Priester stand im Tempel, das Lamm sollte geschlachtet werden, und plötzlich zerriss der schwere Vorhang vor dem Allerheiligsten, von oben, wie von Gottes Hand.
Damit war klar: Die Tieropfer waren an ihr Ziel gekommen. Das wahre Lamm Gottes war gestorben. Der Weg zu Gott war offen.
Der römische Hauptmann, der die Hinrichtung leitete, bekennt: „Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn!“
Für dich
Jesus wurde von Gott verlassen, damit du nie von Gott verlassen sein musst. Das ist die Mitte des ganzen Evangeliums.