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Der Weg › Teil 3 › Abendmahl, Gethsemane und Kreuz

Schritt 19 von 23 · Abendmahl, Gethsemane und Kreuz

Gekreuzigt

Matthäus 27,27–56

Ganze Bibel: Schritt 598 von 792

Hintergrund

Die Kreuzigung war die grausamste Hinrichtung der Römer. Sie war für Sklaven und Aufrührer bestimmt. Der Verurteilte wurde mit Nägeln an Händen und Füssen an ein Holz geschlagen und starb oft erst nach vielen Stunden, an Erschöpfung und Atemnot. Für Juden war ein Gekreuzigter zudem ein Verfluchter: „Denn ein Gehängter ist von Gott verflucht“.

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Lies jetzt: Matthäus 27,27–56

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2 Erklärung

Simon von Kyrene

Nach der Geisselung ist Jesus so geschwächt, dass er das Kreuz nicht mehr tragen kann. Die Soldaten zwingen einen Mann, der gerade vom Feld kommt: „einen Mann von Kyrene, namens Simon; den zwangen sie, ihm das Kreuz zu tragen“. Kyrene lag in Nordafrika.

Markus nennt seine Söhne Alexander und Rufus (Mk 15,21). Offenbar waren sie den ersten Christen bekannt. Simon trug das Kreuz gezwungen, aber es wurde zum Segen für ihn und seine Familie.

Ellen G. White

The bearing of the cross to Calvary was a blessing to Simon, and he was ever after grateful for this providence.
The Desire of Ages, S. 742

Zusammenfassung: Das Tragen des Kreuzes nach Golgatha wurde für Simon zum Segen, und er blieb dafür sein Leben lang dankbar.

Andere hat er gerettet

Auf , der Schädelstätte vor der Stadt, kreuzigen sie ihn zwischen zwei Räubern. Die Soldaten verlosen seine Kleider, genau wie es Psalm 22 vorausgesagt hatte. Über seinem Kopf hängt die Anklage: „Dies ist Jesus, der König der Juden.“

Die Vorbeigehenden spotten: „Bist du Gottes Sohn, so steig vom Kreuze herab!“ Es war dieselbe Versuchung wie in der Wüste: «Wenn du Gottes Sohn bist.» Die Führer höhnen: „Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten.“ Ohne es zu wollen, sagen sie die Wahrheit. Gerade weil er andere retten wollte, konnte er sich selbst nicht retten.

Mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Von zwölf bis drei Uhr nachmittags „kam eine Finsternis über das ganze Land“. Es konnte keine Sonnenfinsternis sein, denn beim Passahfest ist Vollmond. Dann ruft Jesus: „Eli, Eli, lama sabachthani! das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Es sind die ersten Worte von Psalm 22, einem Psalm, der das Leiden des Messias erstaunlich genau beschreibt. In diesem Augenblick trug Jesus die ganze Last der Sünde, und er fühlte die Trennung von Gott, die die Sünde bewirkt. Er erlebte, was ein verlorener Sünder erleben würde, damit wir es nie erleben müssen.

Ellen G. White

But now with the terrible weight of guilt He bears, He cannot see the Father’s reconciling face.
The Desire of Ages, S. 753

Zusammenfassung: Doch jetzt, unter der furchtbaren Last der Schuld, die er trägt, kann er das versöhnende Angesicht des Vaters nicht sehen.

Ellen G. White

In that thick darkness God’s presence was hidden.
The Desire of Ages, S. 753

Zusammenfassung: In jener tiefen Finsternis war die Gegenwart Gottes verborgen.

Der Vorhang zerriss

„Jesus aber schrie abermals mit lauter Stimme und gab den Geist auf.“ Im selben Moment geschah es: „der Vorhang im Tempel riß entzwei von oben bis unten“. Es war um drei Uhr, die Zeit des Abendopfers. Der Priester stand im Tempel, das Lamm sollte geschlachtet werden, und plötzlich zerriss der schwere Vorhang vor dem Allerheiligsten, von oben, wie von Gottes Hand.

Damit war klar: Die Tieropfer waren an ihr Ziel gekommen. Das wahre Lamm Gottes war gestorben. Der Weg zu Gott war offen.

Der römische Hauptmann, der die Hinrichtung leitete, bekennt: „Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn!“

Für dich

Jesus wurde von Gott verlassen, damit du nie von Gott verlassen sein musst. Das ist die Mitte des ganzen Evangeliums.

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BibeltextSchlachter 1951
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