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Der Weg › Teil 3 › Die Geburt Jesu

Schritt 1 von 11 · Die Geburt Jesu

Zacharias im Tempel

Lukas 1,1–25

Ganze Bibel: Schritt 438 von 790

Hintergrund

Mit dieser Etappe beginnt der dritte Teil des Weges: das Leben Jesu. Zwischen Maleachi, dem letzten Propheten des Alten Testaments, und dem Anfang des Lukas-Evangeliums liegen etwa vierhundert Jahre, in denen kein Prophet mehr sprach. Inzwischen herrschten die Römer über das Land, und ein König namens Herodes regierte in Jerusalem von ihren Gnaden.

Lukas war Arzt und ein Begleiter des Apostels Paulus (Kol 4,14). Er schreibt gleich am Anfang, wie er gearbeitet hat: Er sei „allem von Anfang an genau nachgegangen“ und habe mit Augenzeugen gesprochen. Er will, dass sein Leser, ein Mann namens Theophilus, „die Gewißheit der Dinge erkennst“. Das Evangelium ist kein Märchen, sondern ein sorgfältiger Bericht.

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Lies jetzt: Lukas 1,1–25

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2 Erklärung

Ein Paar, das treu blieb

Zacharias war Priester, und seine Frau Elisabeth stammte ebenfalls aus der Familie Aarons. „Sie waren aber beide gerecht vor Gott und wandelten in allen Geboten und Rechten des Herrn untadelig.“ In einer Zeit, in der viele Priester nur noch Formen erfüllten, leuchtete ihr Glaube wie ein Stern in der Dunkelheit.

Und doch trugen sie einen tiefen Schmerz: „Und sie hatten kein Kind, weil Elisabeth unfruchtbar war, und beide waren hochbetagt.“ Damals hielten viele Kinderlosigkeit für eine Schande oder gar eine Strafe. Elisabeth spürte diese Blicke. Später sagt sie, Gott habe „meine Schmach unter den Menschen hinwegzunehmen“.

Ellen G. White

in their quiet and holy lives the light of faith shone out like a star amid the darkness of those evil days.
The Desire of Ages, S. 97

Zusammenfassung: In ihrem stillen und heiligen Leben leuchtete das Licht des Glaubens wie ein Stern in der Dunkelheit jener bösen Tage.

Ein Engel am Räucheraltar

Die Priester waren in 24 Gruppen eingeteilt, die abwechselnd im Tempel dienten. Zacharias gehörte zur Gruppe Abia (1. Chr 24,10). Es gab so viele Priester, dass das Los entschied, wer das Räucherwerk im Heiligen darbringen durfte. Für viele war das eine Ehre, die nur einmal im Leben kam. Diesmal traf das Los Zacharias (Lk 1,9).

Er stand allein vor dem goldenen Räucheraltar, direkt vor dem Vorhang zum Allerheiligsten. Draussen betete das Volk. Da „erschien ihm ein Engel des Herrn, stehend zur Rechten des Räucheraltars“. Der Engel sagt: „Fürchte dich nicht, Zacharias! Denn dein Gebet ist erhört worden“.

Sein Sohn soll Johannes heissen. Er wird „vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft Elias“. Damit erfüllt sich das letzte Versprechen des Alten Testaments: „Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, ehe denn da komme der große und furchtbare Tag des HERRN“.

Gabriel, der vor Gott steht

Zacharias kann es nicht glauben: „Woran soll ich das erkennen? Denn ich bin alt, und mein Weib ist schon betagt.“ Jahrelang hatte er um einen Sohn und um den Erlöser gebetet, und nun schien ihm die Antwort zu gross. Der Engel antwortet: „Ich bin Gabriel, der vor Gott steht“.

Gabriel war fünfhundert Jahre vorher zu Daniel gekommen und hatte ihm die Zeit genannt, die bis zum Kommen des Messias reichen würde (Dan 9,25). Viele Ausleger meinen, Zacharias habe gewusst, dass diese Zeit bald ablief, und darum um den Messias gebetet. Jetzt kam derselbe Engel, um zu sagen: Es ist so weit.

Weil Zacharias zweifelte, wird er stumm, bis alles eintrifft. Als er aus dem Tempel kommt, kann er das Volk nicht segnen und nur Zeichen machen (Lk 1,22). Gott strafte ihn nicht aus Härte. Das Schweigen sollte zum Zeichen werden, dass Gott wirklich gesprochen hatte.

Ellen G. White

Five hundred years before, Gabriel had made known to Daniel the prophetic period which was to extend to the coming of Christ.
The Desire of Ages, S. 98

Zusammenfassung: Fünfhundert Jahre zuvor hatte Gabriel Daniel die prophetische Zeit mitgeteilt, die bis zum Kommen Christi reichen sollte.

Ellen G. White

In ourselves we are incapable of doing any good thing; but that which we cannot do will be wrought by the power of God in every submissive and believing soul.
The Desire of Ages, S. 98

Zusammenfassung: Aus uns selbst können wir nichts Gutes tun; aber was wir nicht können, wird die Kraft Gottes in jedem hingegebenen und glaubenden Menschen bewirken.

Für dich

Zacharias hatte jahrelang gebetet und konnte die Antwort dann kaum glauben. Gibt es ein Gebet, bei dem du aufgehört hast, mit einer Antwort zu rechnen?

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BibeltextSchlachter 1951
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