2 Erklärung
Wer wälzt uns den Stein?
Unterwegs sorgen sich die Frauen: „Wer wälzt uns den Stein von dem Eingang der Gruft?“ Doch als sie ankommen, „sahen sie, daß der Stein weggewälzt war. Er war nämlich sehr groß.“ Die Sorge, die sie den ganzen Weg begleitet hatte, war schon gelöst, bevor sie ankamen.
Und dem Petrus
Der Engel sagt: „saget seinen Jüngern und dem Petrus, er gehe euch voran nach Galiläa“. Nur Markus überliefert diese zwei Worte: «und dem Petrus». Petrus, der Jesus dreimal verleugnet hatte, dachte vielleicht, er gehöre nicht mehr dazu. Jesus nennt ihn ausdrücklich beim Namen.
Markus schrieb auf, was Petrus erzählte. Man kann sich vorstellen, wie Petrus diese zwei Worte nie vergessen hat.
Wissenswert: Der Schluss des Markus-Evangeliums
Die ältesten erhaltenen griechischen Handschriften des Markus-Evangeliums aus dem vierten Jahrhundert enden mit Vers 8: „denn sie fürchteten sich“. Die Verse 9 bis 20 stehen in der grossen Mehrheit der Handschriften, aber nicht in diesen ältesten. Viele Forscher vermuten darum, dass sie später hinzugefügt wurden, vielleicht weil der ursprüngliche Schluss verloren ging.
Inhaltlich fassen diese Verse zusammen, was auch die anderen Evangelien und die Apostelgeschichte berichten: die Begegnung mit Maria Magdalena, die zwei Jünger unterwegs, den Auftrag, „in alle Welt“ zu gehen, und die Himmelfahrt. Der Bibeltext wird hier so wiedergegeben, wie er in der Schlachter-Bibel von 1951 steht.
Für dich
Jesus vergisst niemanden, der versagt hat. «Und dem Petrus»: Setze deinen eigenen Namen ein. Auch dir lässt er sagen, dass er dich erwartet.