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Der Weg › Teil 2 › Esra, Nehemia und Maleachi

Schritt 11 von 11 · Esra, Nehemia und Maleachi

Die Sonne der Gerechtigkeit

Maleachi 3–4

Ganze Bibel: Schritt 437 von 792

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2 Erklärung

Plötzlich kommt der Herr

Die Leute fragen: „«Wo ist der Gott des Gerichts?»“ Gott antwortet: „Siehe, ich sende meinen Engel, der vor mir her den Weg bereiten soll; und plötzlich wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr suchet“. Der Bote ist Johannes der Täufer, der Weg-Bereiter für Jesus (Mk 1,2).

„Wer aber wird den Tag seiner Zukunft ertragen, und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer des Goldschmieds und wie die Lauge der Wäscher.“ Ein Goldschmied erhitzt das Gold nicht, um es zu zerstören, sondern um es zu reinigen (Mal 3,3).

Prüft mich doch!

„Denn ich, der HERR, verändere mich nicht“. „Kehret um zu mir, so will ich mich zu euch kehren“. Niemand blieb ohne Hoffnung. Maleachis Gerichtsworte waren immer mit Einladungen an die Unbussfertigen verbunden, Frieden mit Gott zu schliessen.

Das Volk fragt: Worin sollen wir umkehren? Gott antwortet: „Soll ein Mensch Gott berauben, wie ihr mich beraubet?“ „Der Zehnten und der Abgaben!“

Und dann die einzige Stelle in der Bibel, an der Gott sagt, man soll ihn prüfen: „Bringet aber den Zehnten ganz in das Kornhaus, auf daß Speise in meinem Hause sei, und prüfet mich doch dadurch, spricht der HERR der Heerscharen, ob ich euch nicht des Himmels Fenster auftun und euch Segen in überreicher Fülle herabschütten werde!“ Ellen G. White erklärt: Jeder Segen kommt aus Gottes Hand, und er wünscht, dass Menschen ihm aus Dankbarkeit einen Teil zurückgeben.

Ellen G. White

Yet none were left without hope; Malachi’s prophecies of judgment were accompanied by invitations to the impenitent to make their peace with God.
Prophets and Kings, S. 706

Zusammenfassung: Doch niemand blieb ohne Hoffnung; Maleachis Gerichtsprophezeiungen waren von Einladungen an die Unbussfertigen begleitet, mit Gott Frieden zu schliessen.

Ein Gedenkbuch

Mitten unter den Spöttern gibt es Menschen, die Gott treu sind: „Da besprachen sich auch die Gottesfürchtigen miteinander, und der HERR merkte darauf und hörte es, und ein Gedenkbuch ward vor ihm geschrieben für die, welche den HERRN fürchten und seinen Namen hochachten.“ Gott hört sogar zu, wenn Gläubige miteinander über ihn reden.

„Und sie werden von mir, spricht der HERR der Heerscharen, am Tage, den ich bereite, als mein auserwähltes Eigentum behandelt werden“.

Wichtig für die Offenbarung

Maleachi schaut bis zum Ende: „Denn siehe, der Tag kommt, brennend wie ein Ofen!“ Für die Gottlosen bleibt „weder Wurzel noch Zweig“, also keine ewige Qual, sondern ein Ende (Offb 20,9). „Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heilung unter ihren Flügeln“.

„Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, ehe denn da komme der große und furchtbare Tag des HERRN“. Jesus sagt über Johannes den Täufer: „er ist der Elia, der da kommen soll“. Heute rufen Boten im Geist und in der Kraft von Elia und Johannes dem Täufer die Welt auf, sich auf die ernsten Ereignisse vorzubereiten, die bald kommen. Das ist dieselbe Botschaft wie in Offb 14,6–7.

Ellen G. White

Today, in the spirit and power of Elias and of John the Baptist, messengers of God’s appointment are calling the attention of a judgmentbound world to the solemn events soon to take place
Prophets and Kings, S. 715–716

Zusammenfassung: Heute rufen von Gott bestimmte Boten im Geist und in der Kraft Elias und Johannes des Täufers die dem Gericht entgegengehende Welt auf, auf die ernsten Ereignisse zu achten, die bald geschehen werden.

Wissenswert: 400 Jahre Stille

Mit Maleachi endet das Alte Testament. Danach schickt Gott etwa 400 Jahre lang keinen Propheten mehr, dessen Worte in die Bibel aufgenommen wurden. In dieser Zeit geschah viel von dem, was Daniel vorausgesagt hatte: Alexander der Grosse eroberte das Perserreich, die griechischen Könige kämpften um das Land, Rom kam an die Macht.

Das letzte Wort des Alten Testaments ist eine Verheissung: „der soll das Herz der Väter den Kindern und das Herz der Kinder wieder ihren Vätern zuwenden“. Und das Neue Testament beginnt genau damit: Der Engel kündigt Johannes an, der kommen wird „im Geist und in der Kraft Elias, um die Herzen der Väter umzuwenden zu den Kindern“. Gott hat 400 Jahre geschwiegen, aber er hat nicht vergessen.

Für dich

„Euch aber soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit.“ Nach der langen Nacht des Alten Testaments kommt Jesus. Was soll in deinem Leben heute heil werden „unter ihren Flügeln“?

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BibeltextSchlachter 1951
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