BibelverstehenGebet

Der Weg › Teil 3 › Die Geburt Jesu

Schritt 5 von 11 · Die Geburt Jesu

Der Stammbaum Jesu

Matthäus 1,1–17

Ganze Bibel: Schritt 442 von 792

Hintergrund

Matthäus war Zöllner, bevor er Jesus nachfolgte (Mt 9,9). Er schreibt vor allem für Leser, die das Alte Testament kennen. Darum zeigt er immer wieder, wie sich die alten Verheissungen in Jesus erfüllen.

1

Lies jetzt: Matthäus 1,1–17

Lies zuerst den Bibeltext. Die Erklärung steht gleich danebendarunter.

Zur Erklärung springen ↓

2 Erklärung

Sohn Davids, Sohn Abrahams

Matthäus beginnt mit einer Namenliste: „Geschlechtsregister Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams.“ Für jüdische Leser war das entscheidend. Gott hatte Abraham versprochen, dass durch seinen Nachkommen alle Völker gesegnet würden (1. Mose 22,18), und David, dass ein Nachkomme ewig herrschen würde (2. Sam 7,12–13). Jesus ist beides.

Matthäus teilt die Namen in dreimal vierzehn Glieder (Mt 1,17): von Abraham bis David, von David bis zur Verbannung nach Babylon, und von dort bis Jesus. So gliedert er die ganze Geschichte Israels, die wir auf diesem Weg gelesen haben, in drei grosse Abschnitte. Er lässt dabei einige Namen aus, was in solchen Listen damals üblich war.

Vier ungewöhnliche Frauen

In alten Stammbäumen standen normalerweise nur Männer. Matthäus nennt aber vier Frauen, und alle haben eine besondere Geschichte: „Tamar“, die sich als Dirne verkleidete (1. Mose 38). „Rahab“, die Dirne aus Jericho. „Ruth“, die Moabiterin. Und Batseba, „dem Weibe Urias“, mit der David Ehebruch beging.

Drei von ihnen waren Ausländerinnen, und bei allen gab es Schande und Sünde in der Geschichte. Matthäus versteckt das nicht. Er zeigt: Jesus kam in eine Familie mit Fehlern und Brüchen, wie unsere Familien. Er kam nicht für die Vollkommenen, sondern für Sünder, für Juden und für Menschen aus allen Völkern.

Ein Erbe von viertausend Jahren

In dieser Liste stehen treue Könige wie Hiskia und Josia, aber auch Manasse, einer der schlimmsten Könige Judas. Jesus nahm die menschliche Natur an, nachdem die Menschheit durch viertausend Jahre Sünde geschwächt war. Er trug die Folgen dieser Vererbung wie jedes Kind Adams. So konnte er unsere Sorgen und Versuchungen teilen und uns ein Beispiel für ein Leben ohne Sünde geben.

Der Hebräerbrief sagt: „Daher mußte er in allem den Brüdern ähnlich werden, damit er barmherzig würde“.

Ellen G. White

But Jesus accepted humanity when the race had been weakened by four thousand years of sin.
The Desire of Ages, S. 49

Zusammenfassung: Aber Jesus nahm die menschliche Natur an, als das Menschengeschlecht durch viertausend Jahre Sünde geschwächt war.

Ellen G. White

He came with such a heredity to share our sorrows and temptations, and to give us the example of a sinless life.
The Desire of Ages, S. 49

Zusammenfassung: Mit einem solchen Erbe kam er, um unsere Sorgen und Versuchungen zu teilen und uns das Beispiel eines sündlosen Lebens zu geben.

Wissenswert: Zwei Stammbäume

Auch Lukas überliefert einen Stammbaum Jesu (Lk 3,23–38). Er geht rückwärts bis zu Adam und weicht zwischen David und Josef von Matthäus ab: Bei Matthäus führt die Linie über Salomo, bei Lukas über Nathan, einen anderen Sohn Davids.

Ausleger erklären das unterschiedlich. Eine verbreitete Erklärung lautet: Matthäus zeigt die königliche, rechtliche Linie über Josef, Lukas die leibliche Abstammung über Maria. Lukas schreibt ausdrücklich, Jesus sei „wie man meinte, ein Sohn Josephs“ gewesen. Eine andere Erklärung rechnet mit der Pflichtehe, bei der ein Mann rechtlich als Sohn eines Verstorbenen gelten konnte. Sicher ist: Beide Listen führen zu David.

Für dich

Im Stammbaum Jesu stehen Menschen mit dunklen Geschichten. Was bedeutet es dir, dass Gott auch mit deiner Familiengeschichte etwas Gutes beginnen kann?

Zur Übersicht «Die Geburt Jesu» (Schritt 5 von 11)

BibeltextSchlachter 1951
Ganzes Kapitel lesen