2 Erklärung
Ein gerechter Mann in der Krise
Josef erfährt, dass Maria schwanger ist. Er weiss, dass das Kind nicht von ihm ist. Was soll er denken? Nach dem Gesetz hätte er sie öffentlich anklagen können. Doch Josef war „gerecht“ und wollte sie „doch nicht an den Pranger stellen“. Er beschliesst, die Verlobung still aufzulösen.
Gerecht sein heisst bei Josef nicht hart sein. Er will das Gesetz achten, aber auch Maria schützen, obwohl er sich verletzt fühlen muss.
Gott mit uns
Da erscheint ihm ein Engel im Traum: „Joseph, Sohn Davids, scheue dich nicht, Maria, dein Weib, zu dir zu nehmen; denn was in ihr erzeugt ist, das ist vom heiligen Geist.“
Der Engel erklärt auch den Namen: „du sollst ihm den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden“. Nicht von den Römern, wie viele hofften, sondern von etwas viel Schlimmerem: der Sünde.
Matthäus erinnert an Jesaja: „man wird ihm den Namen Emmanuel geben; das heißt übersetzt: Gott mit uns“. In Jesus kommt Gott nicht nur zu Besuch. Er wird einer von uns. Johannes schreibt: „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns“.
Josef gehorcht
„Als nun Joseph vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm der Engel des Herrn befohlen“. Er nimmt Maria zu sich und trägt mit ihr den Spott, den manche Leute sicher über sie verbreiteten. Josef sagt in der ganzen Bibel kein einziges Wort. Aber er handelt, jedes Mal sofort, wenn Gott ihm etwas sagt.
Für dich
Josef sprach nicht viel, aber er gehorchte sofort. Wo hat Gott dir schon etwas gezeigt, das du tun könntest?