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Der Weg › Teil 3 › Jesus in Galiläa

Schritt 29 von 34 · Jesus in Galiläa

Selbst Wind und Meer gehorchen

Matthäus 8,18–34

Ganze Bibel: Schritt 498 von 792

Hintergrund

Nach einem langen Tag voller Lehren will Jesus mit seinen Jüngern ans andere Ufer fahren, auf die Ostseite des Sees. Dort lebten vor allem Heiden. Auch diesen Abschnitt liest du nacheinander bei Matthäus, Markus und Lukas.

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Lies jetzt: Matthäus 8,18–34

Lies zuerst den Bibeltext. Die Erklärung steht gleich danebendarunter.

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2 Erklärung

Was Nachfolge kostet

Bevor sie abfahren, will ein Schriftgelehrter mitkommen: „Meister, ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst!“ Jesus sagt ehrlich, was das bedeutet: „Die Füchse haben Gruben, und die Vögel des Himmels haben Nester; aber des Menschen Sohn hat nicht, wo er sein Haupt hinlegen kann.“

Ein anderer will zuerst seinen Vater begraben. Wahrscheinlich lebte der Vater noch, und der Sohn wollte warten, bis er gestorben war und er das Erbe geregelt hatte. Jesus sagt: „Folge mir nach und laß die Toten ihre Toten begraben!“ Nachfolge duldet keinen Aufschub.

Sturm auf dem See

Der See Genezareth liegt über 200 Meter unter dem Meeresspiegel, in einem Becken zwischen Bergen. Wenn am Abend kalte Luft von den Golanhöhen herabstürzt, kann in wenigen Minuten ein losbrechen, mit Wellen von zwei, drei Metern Höhe. Erfahrene Fischer fürchteten diese Stürme.

Diesmal war es so schlimm, „daß das Schiff von den Wellen bedeckt ward; er aber schlief“. Jesus war so erschöpft, dass ihn nicht einmal der Sturm weckte. Die Jünger schreien: „Herr, rette uns, wir kommen um!“

Ellen G. White

Those hardy fishermen had spent their lives upon the lake, and had guided their craft safely through many a storm; but now their strength and skill availed nothing.
The Desire of Ages, S. 334

Zusammenfassung: Diese abgehärteten Fischer hatten ihr Leben auf dem See verbracht und ihre Boote sicher durch manchen Sturm gesteuert. Doch jetzt nützten ihnen Kraft und Geschick nichts mehr.

Ellen G. White

He lifts His hand, so often employed in deeds of mercy, and says to the angry sea, “Peace, be still.”
The Desire of Ages, S. 335

Zusammenfassung: Er hebt seine Hand, die so oft Gutes getan hat, und sagt zum tobenden Meer: Schweig, sei still!

Eine grosse Stille

Jesus steht auf, bedroht den Wind und das Meer, „und es ward eine große Stille“. Normalerweise wogen die Wellen nach einem Sturm noch lange nach. Hier ist alles sofort ruhig. Die Jünger fragen: „Wer ist der, daß ihm auch die Winde und das Meer gehorsam sind?“

Jesus konnte schlafen, weil er seinem Vater vertraute. Mit demselben Vertrauen dürfen wir in den Stürmen unseres Lebens zu ihm rufen.

Ellen G. White

It was in faith—faith in God’s love and care—that Jesus rested, and the power of that word which stilled the storm was the power of God.
The Desire of Ages, S. 336

Zusammenfassung: Im Glauben, im Vertrauen auf Gottes Liebe und Fürsorge, ruhte Jesus, und die Kraft des Wortes, das den Sturm stillte, war die Kraft Gottes.

Zwei Besessene

Am anderen Ufer laufen ihnen zwei Männer entgegen, die in den Grabhöhlen hausten und so gefährlich waren, „daß niemand auf jener Straße wandern konnte“. Die Dämonen in ihnen erkennen Jesus sofort. Sie bitten, in eine Schweineherde fahren zu dürfen. Schweine galten bei Juden als unrein. Die Herde stürzt sich den Abhang hinunter in den See.

Die Leute der Gegend sehen die geheilten Männer, aber sie denken nur an ihre verlorenen Schweine. Als sie ihn sahen, „baten sie ihn, von ihren Grenzen zu weichen“. Der Verlust ihres Besitzes war ihnen wichtiger als die Befreiung zweier Menschen.

Ellen G. White

It was in mercy to the owners of the swine that this loss had been permitted to come upon them.
The Desire of Ages, S. 338

Zusammenfassung: Gerade aus Barmherzigkeit gegenüber den Besitzern der Schweine liess Gott diesen Verlust zu.

Für dich

Welcher Sturm tobt gerade in deinem Leben? Jesus ist mit dir im Boot. Ruf ihn an. Er kann auch deinen Sturm stillen, oder dir mitten im Sturm Frieden schenken.

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BibeltextSchlachter 1951
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