BibelverstehenGebet

Der Weg › Teil 3 › Jesus in Galiläa

Schritt 28 von 34 · Jesus in Galiläa

Schatz und Perle

Matthäus 13,24–58

Ganze Bibel: Schritt 497 von 790

Hintergrund

Matthäus stellt in diesem Kapitel sieben Gleichnisse zusammen. Nach dem Sämann folgen jetzt sechs weitere. Jedes zeigt eine andere Seite des Reiches Gottes.

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Lies jetzt: Matthäus 13,24–58

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2 Erklärung

Unkraut unter dem Weizen

Ein Feind sät nachts Unkraut zwischen den Weizen. Gemeint ist wohl der Taumellolch, ein giftiges Gras, das in jungen Jahren aussieht wie Weizen. Erst wenn die Ähren reif werden, erkennt man den Unterschied. Die Knechte wollen das Unkraut ausreissen. Doch der Herr sagt: „Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte“. Die Wurzeln sind so ineinander verflochten, dass man sonst den Weizen mit ausreissen würde.

Jesus erklärt: „Der Acker ist die Welt“, und „Der Feind, der es sät, ist der Teufel“. Das Böse in der Welt kommt nicht von Gott. Aber Gott lässt Gute und Böse bis zum Ende nebeneinander leben. Es ist nicht unsere Aufgabe, andere auszureissen. Am Ende wird Gott selbst scheiden.

Ellen G. White

The tares are always sown by Satan, the enemy of God and man.
Christ’s Object Lessons, S. 71

Zusammenfassung: Das Unkraut wird immer von Satan gesät, dem Feind Gottes und der Menschen.

Ellen G. White

The Saviour does not point forward to a time when all the tares become wheat.
Christ’s Object Lessons, S. 74

Zusammenfassung: Der Erlöser weist nicht auf eine Zeit hin, in der alles Unkraut zu Weizen wird.

Senfkorn und Sauerteig

Das Senfkorn zeigt, wie das Reich Gottes nach aussen wächst. Der Sauerteig zeigt, wie es von innen wirkt. Eine Frau mischt ein wenig Sauerteig unter „drei Scheffel Mehl“, das sind etwa 40 Liter, genug Brot für über hundert Menschen. Man sieht den Sauerteig nicht mehr, aber er durchdringt still den ganzen Teig.

So verändert Gottes Wort einen Menschen: nicht laut und auf einmal, sondern still, von innen heraus, bis das ganze Leben davon durchdrungen ist.

Ellen G. White

As the leaven, when mingled with the meal, works from within outward, so it is by the renewing of the heart that the grace of God works to transform the life.
Christ’s Object Lessons, S. 97

Zusammenfassung: Wie der Sauerteig, wenn er unter das Mehl gemischt ist, von innen nach aussen wirkt, so verwandelt die Gnade Gottes das Leben, indem sie das Herz erneuert.

Der verborgene Schatz

In unruhigen Zeiten vergruben die Menschen ihre Wertsachen in der Erde. Wenn der Besitzer starb oder fliehen musste, blieb der Schatz verborgen. Archäologen finden in Israel bis heute in Tonkrügen.

Ein Arbeiter stösst beim Pflügen auf einen solchen Schatz. „Und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenen Acker.“ Er tut es nicht widerwillig, sondern vor Freude. Wer verstanden hat, was er in Jesus findet, gibt gern alles andere dafür her.

Ellen G. White

In the parable the field containing the treasure represents the Holy Scriptures.
Christ’s Object Lessons, S. 104

Zusammenfassung: Im Gleichnis steht der Acker mit dem Schatz für die Heilige Schrift.

Ellen G. White

And the gospel is the treasure.
Christ’s Object Lessons, S. 104

Zusammenfassung: Und das Evangelium ist der Schatz.

Die kostbare Perle

Ein Kaufmann sucht schöne . Perlen waren damals so wertvoll wie Diamanten heute. Als er eine besonders kostbare findet, verkauft er alles, um sie zu kaufen.

Der Schatz wird zufällig gefunden, die Perle nach langem Suchen. Beides kommt vor: Manche Menschen stossen unerwartet auf Gott, andere suchen jahrelang nach der Wahrheit. Ellen G. White sieht in der Perle Christus selbst. Und sie zeigt noch eine zweite Seite: Auch Christus ist ein Kaufmann, der alles hingab, um die verlorenen Menschen zu gewinnen.

Ellen G. White

Christ Himself is the pearl of great price.
Christ’s Object Lessons, S. 115

Zusammenfassung: Christus selbst ist die kostbare Perle.

Ellen G. White

Christ, the heavenly merchantman seeking goodly pearls, saw in lost humanity the pearl of price.
Christ’s Object Lessons, S. 118

Zusammenfassung: Christus, der himmlische Kaufmann, der schöne Perlen suchte, sah in der verlorenen Menschheit die kostbare Perle.

Das Netz

Das letzte Gleichnis kannten die Fischer genau. Ein grosses Schleppnetz fängt „[Fische] von allerlei Art“. Am Ufer sortiert man sie: Manche Fische durften nach dem Gesetz Mose nicht gegessen werden (3. Mose 11,9–12), die wirft man weg. So wird es am Ende der Zeit sein: „Die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden“.

Am Ende kehrt Jesus nach Nazareth zurück. Doch wieder lehnen ihn die Leute ab: „Ist dieser nicht des Zimmermanns Sohn?“ „Und er tat dort nicht viele Wunder um ihres Unglaubens willen.“

Für dich

Hast du in Jesus schon den Schatz gefunden, für den man gern alles hergibt? Wenn nicht: Such weiter. Wer sucht, der findet.

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BibeltextSchlachter 1951
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