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Der Weg › Teil 3 › Wunder und das Brot des Lebens

Schritt 3 von 26 · Wunder und das Brot des Lebens

Der Tod Johannes des Täufers

Matthäus 14,1–12

Ganze Bibel: Schritt 506 von 789

Hintergrund

Herodes Antipas war ein Sohn des Herodes, der die Kinder in Bethlehem töten liess. Er herrschte über Galiläa und das Gebiet östlich des Jordan. Er hatte Herodias geheiratet, die Frau seines Bruders Philippus, und dafür seine eigene Frau verstossen. Johannes der Täufer hatte ihm deswegen öffentlich gesagt: „Es ist dir nicht erlaubt, sie zu haben!“

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Lies jetzt: Matthäus 14,1–12

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2 Erklärung

Ein Fest mit schrecklichem Ende

Herodias hasste Johannes. Herodes dagegen fürchtete ihn und hörte ihm sogar gern zu (Mk 6,20). Doch an seinem Geburtstag gab Herodes ein grosses Fest. Es wurde viel getrunken. Die Tochter der Herodias tanzte vor den Gästen, und der halb betrunkene König schwor, ihr alles zu geben, was sie wolle.

Von ihrer Mutter angestiftet, verlangte das Mädchen: „Gib mir hier auf einer Schüssel das Haupt Johannes des Täufers!“ „Und der König ward betrübt; doch um des Eides willen und derer, die mit ihm zu Tische saßen, befahl er, es zu geben.“ Er hatte mehr Angst, vor seinen Gästen das Gesicht zu verlieren, als einen Unschuldigen zu töten.

Ellen G. White

When the great day arrived, and the king with his lords was feasting and drinking, Herodias sent her daughter into the banqueting hall to dance for the entertainment of the guests.
The Desire of Ages, S. 221

Zusammenfassung: Als der grosse Tag kam und der König mit seinen Fürsten feierte und trank, schickte Herodias ihre Tochter in den Festsaal, damit sie zur Unterhaltung der Gäste tanzte.

Ellen G. White

Their heads were turned with the giddy scene of music and dancing, and conscience lay dormant.
The Desire of Ages, S. 222

Zusammenfassung: Musik und Tanz hatten ihnen den Kopf verdreht, und ihr Gewissen schlief.

Warum hat Gott ihn nicht gerettet?

Wer das liest, fragt sich vielleicht: Warum liess Gott seinen treuen Boten so sterben? Jesus hatte so viele geheilt, warum befreite er Johannes nicht?

Johannes war nicht vergessen. Gott liess ihn nicht allein im Kerker. Aber er führte ihn einen Weg, den viele Treue nach ihm gehen mussten: den Weg des Leidens. Johannes war der erste, der für Christus starb. Keiner, der im Glauben stirbt, verliert das Wichtigste. Johannes ruht im Grab, bis Jesus ihn am Tag der Auferstehung ruft. Und wer die ganze Geschichte von Anfang bis Ende kennt, sagt am Ende: Gottes Wege sind richtig.

Ellen G. White

John the Baptist had been first in heralding Christ’s kingdom, and he was first also in suffering.
The Desire of Ages, S. 214

Zusammenfassung: Johannes der Täufer war der Erste gewesen, der das Reich Christi verkündete, und er war auch der Erste im Leiden.

Wissenswert: Die Festung Machärus

Wo Johannes gefangen sass, sagen die Evangelien nicht. Der jüdische Geschichtsschreiber Josephus, der wenige Jahrzehnte später lebte, nennt die Festung Machärus. Sie lag auf einem steilen Berg östlich des Toten Meeres, im heutigen Jordanien. Josephus berichtet auch selbst von Johannes dem Täufer und seinem Tod durch Herodes.

Archäologen haben auf dem Gipfel die Reste des Palastes freigelegt, darunter einen Hof, der vielleicht ein Festsaal war. Unten am Hang liegen Höhlen, die als Kerker gedient haben könnten.

Für dich

Herodes wusste, was richtig war, und tat trotzdem das Falsche, weil er Angst vor der Meinung anderer hatte. Bitte Gott um den Mut, das Richtige zu tun, auch wenn andere zuschauen.

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