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Der Weg › Teil 3 › Jesus in Galiläa

Schritt 4 von 34 · Jesus in Galiläa

Deine Sünden sind dir vergeben

Matthäus 9,1–17

Ganze Bibel: Schritt 473 von 792

Hintergrund

Jesus kehrt nach Kapernaum zurück, „in seine Stadt“. Kapernaum war jetzt sein Zuhause. Auch diesen Abschnitt erzählen Matthäus, Markus und Lukas. Du liest ihn darum wieder nacheinander in allen drei Evangelien.

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Lies jetzt: Matthäus 9,1–17

Lies zuerst den Bibeltext. Die Erklärung steht gleich danebendarunter.

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2 Erklärung

Zuerst die Vergebung

Freunde bringen einen Gelähmten zu Jesus. Markus und Lukas erzählen, wie sie dafür sogar das Dach aufbrachen. Jesus sieht ihren Glauben und sagt etwas Unerwartetes: „Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!“

Warum spricht Jesus zuerst von Sünden? Der Mann war nicht nur körperlich krank. Damals meinten viele, eine schwere Krankheit sei eine Strafe Gottes für Sünde, und der Mann selbst litt unter seiner Schuld. Mehr als nach Heilung sehnte er sich nach Frieden mit Gott. Jesus gab ihm zuerst, was er am meisten brauchte.

Ellen G. White

If he could see Jesus, and receive the assurance of forgiveness and peace with Heaven, he would be content to live or die, according to God’s will.
The Desire of Ages, S. 267

Zusammenfassung: Wenn er nur Jesus sehen und die Gewissheit der Vergebung und des Friedens mit dem Himmel empfangen könnte, wäre er zufrieden, zu leben oder zu sterben, wie Gott es wollte.

Wer kann Sünden vergeben?

Die Schriftgelehrten denken: „Dieser lästert!“ Sie haben recht damit, dass nur Gott Sünden vergeben kann. Darum fragt Jesus: Was ist leichter zu sagen? Jeder kann behaupten, dass Sünden vergeben sind. Aber wer sagt «Steh auf», muss beweisen, dass er die Macht dazu hat. „Damit ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht hat, auf Erden Sünden zu vergeben“, heilt Jesus den Mann vor aller Augen.

Ein Zöllner wird Jünger

Gleich danach sieht Jesus einen Mann „an der Zollstätte sitzen, der hieß Matthäus“. Zöllner waren verhasst. Sie trieben für die römischen Besatzer Zölle ein und behielten oft mehr, als ihnen zustand. Fromme Juden mieden sie wie Aussätzige.

Jesus sagt nur zwei Worte: „Folge mir nach!“ Und Matthäus steht auf. Er verlässt sein einträgliches Geschäft für immer. Ein Fischer konnte zu seinem Boot zurückkehren, ein Zöllner nicht. Matthäus schreibt diese Geschichte selbst, und er nennt sich ohne Beschönigung beim Namen. Später wurde er der Verfasser des ersten Evangeliums.

Ellen G. White

Of the Roman officials in Palestine, none were more hated than the publicans.
The Desire of Ages, S. 272

Zusammenfassung: Von allen römischen Beamten in Palästina war niemand verhasster als die Zöllner.

Ellen G. White

The despised publican became one of the most devoted evangelists, in his own ministry following closely in his Master’s steps.
The Desire of Ages, S. 275

Zusammenfassung: Der verachtete Zöllner wurde einer der hingebungsvollsten Verkündiger des Evangeliums und folgte in seinem Dienst eng den Fussspuren seines Meisters.

Der Arzt für die Kranken

Matthäus lädt viele andere Zöllner zu einem Essen ein. Die Pharisäer empören sich: „Warum ißt euer Meister mit den Zöllnern und Sündern?“ Jesus antwortet: „Die Starken bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.“

Dann zitiert er den Propheten Hosea: „Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer.“ Gott freut sich nicht über fromme Formen, wenn das Herz hart bleibt. Er freut sich, wenn Menschen einander mit Barmherzigkeit begegnen.

Ellen G. White

Jesus sat as an honored guest at the table of the publicans, by His sympathy and social kindliness showing that He recognized the dignity of humanity; and men longed to become worthy of His confidence.
The Desire of Ages, S. 274

Zusammenfassung: Jesus sass als geehrter Gast am Tisch der Zöllner. Durch sein Mitgefühl und seine Freundlichkeit zeigte er, dass er die Würde jedes Menschen achtete, und sie sehnten sich danach, seines Vertrauens würdig zu werden.

Neuer Wein in neue Schläuche

Die Jünger des Johannes fragen, warum die Jünger Jesu nicht fasten. Jesus antwortet mit Bildern. Solange der Bräutigam da ist, feiert man. Und: „man faßt neuen Wein in neue Schläuche“. Wein bewahrte man damals in auf. Ein alter Schlauch war hart und spröde. Wenn frischer Saft darin noch arbeitete, platzte er.

So ist es mit der Botschaft Jesu. Man kann sie nicht einfach in alte, starre Formen pressen. Sie braucht ein neues Herz, das sich formen lässt.

Für dich

Jesus hat Matthäus nicht gefragt, ob er gut genug ist. Er hat ihn gerufen. Auch für dich gilt: Jesus ist gekommen, Sünder zu rufen. Gerade dich.

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BibeltextSchlachter 1951
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