BibelverstehenGebet

Der Weg › Teil 3 › Jesus in Galiläa

Schritt 20 von 34 · Jesus in Galiläa

Bist du es?

Matthäus 11,1–19

Ganze Bibel: Schritt 489 von 789

Hintergrund

Johannes der Täufer sass inzwischen schon viele Monate im Gefängnis. Herodes Antipas hatte ihn in seine Festung Machärus östlich des Toten Meeres bringen lassen. Johannes, der die Freiheit der Wüste gewohnt war, sass nun in einem dunklen Kerker.

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Lies jetzt: Matthäus 11,1–19

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2 Erklärung

Der Zweifel im Kerker

Seine Jünger erzählten ihm von Jesus: von den Heilungen und den Menschenmengen. Aber Jesus befreite ihn nicht, und er stürzte auch nicht die Römer. Da beschlich Johannes der Zweifel. Er schickte seine Jünger mit der Frage: „Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten?“

Selbst der grösste Prophet konnte zweifeln. Johannes hatte erwartet, dass der Messias wie ein König herrschen würde. Er verstand noch nicht, dass Jesus zuerst als leidender Knecht kommen musste.

Ellen G. White

As week after week passed, bringing no change, despondency and doubt crept over him.
The Desire of Ages, S. 214

Zusammenfassung: Als Woche um Woche verging, ohne dass sich etwas änderte, beschlichen ihn Mutlosigkeit und Zweifel.

Ellen G. White

John would not discuss his doubts and anxieties with his companions.
The Desire of Ages, S. 216

Zusammenfassung: Johannes wollte seine Zweifel und Ängste nicht mit seinen Gefährten besprechen.

Die Antwort Jesu

Jesus antwortet nicht mit einem einfachen Ja. Er lässt die Boten sehen, was er tut, und schickt sie zurück: „Blinde werden sehend, und Lahme wandeln, Aussätzige werden rein, und Taube hören, Tote stehen auf, und den Armen wird das Evangelium gepredigt.“

Johannes kannte die Propheten. Er erkannte darin die Worte aus Jesaja über den Messias (Jes 35,5–6 und Jes 61,1). Das war die Antwort: Ja, er ist es. Und Jesus fügt eine sanfte Mahnung an: „Und selig ist, wer sich nicht ärgert an mir!“

Ellen G. White

The Saviour’s heart went out in sympathy to the faithful witness now buried in Herod’s dungeon.
The Desire of Ages, S. 218

Zusammenfassung: Das Herz des Erlösers war voller Mitgefühl für den treuen Zeugen, der nun in Herodes’ Kerker begraben war.

Mehr als ein Prophet

Kaum sind die Boten weg, spricht Jesus vor allen Leuten über Johannes. Er sagt kein Wort über dessen Zweifel. Im Gegenteil: Johannes war kein „Rohr, das vom Winde bewegt wird“, kein Mann, der sein Fähnchen nach dem Wind dreht. „unter denen, die vom Weibe geboren sind, ist kein Größerer aufgetreten, als Johannes der Täufer“. Er war „der Elia, der da kommen soll“, den Maleachi angekündigt hatte.

Ellen G. White

He would not leave the people to conclude that God had forsaken John, or that his faith had failed in the day of trial.
The Desire of Ages, S. 218

Zusammenfassung: Er wollte die Leute nicht glauben lassen, Gott habe Johannes verlassen oder sein Glaube habe in der Prüfung versagt.

Nichts ist recht

Jesus vergleicht seine Zeitgenossen mit launischen Kindern beim Spielen: Wenn man Hochzeit spielt, tanzen sie nicht. Wenn man Beerdigung spielt, weinen sie nicht. Johannes lebte streng und fastete, da hiess es: Er ist besessen. Jesus ass mit den Menschen, da hiess es: „ein Fresser und Weinsäufer, der Zöllner und Sünder Freund“. Wer nicht glauben will, findet immer einen Grund.

Für dich

Auch treue Menschen können zweifeln. Johannes brachte seinen Zweifel zu Jesus, und Jesus liess ihn nicht fallen. Bring auch du deine Fragen zu ihm.

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BibeltextSchlachter 1951
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