BibelverstehenGebet

Der Weg › Teil 3 › Jesus in Galiläa

Schritt 19 von 34 · Jesus in Galiläa

Jüngling, stehe auf!

Lukas 7,1–17

Ganze Bibel: Schritt 488 von 789

Hintergrund

Lukas erzählt zuerst noch einmal vom Hauptmann in Kapernaum, mit einer Einzelheit, die Matthäus weglässt. Dann folgt eine Geschichte, die nur Lukas überliefert: die Auferweckung eines jungen Mannes in Nain.

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Lies jetzt: Lukas 7,1–17

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2 Erklärung

Er ist es wert

Bei Lukas schickt der Hauptmann zuerst jüdische Älteste zu Jesus. Sie sagen: „Er ist es wert, daß du ihm das erzeigst“, weil er die Synagoge gebaut hat. Der Hauptmann selbst sagt das Gegenteil: „Darum hielt ich auch mich selbst nicht für würdig, zu dir zu kommen“.

Die Ältesten meinten, Gottes Hilfe müsse man sich verdienen. Der Hauptmann wusste, dass er sie nicht verdient hatte. Gerade darum empfing er sie.

Ellen G. White

The Jewish elders who recommended the centurion to Christ had shown how far they were from possessing the spirit of the gospel.
The Desire of Ages, S. 316

Zusammenfassung: Die jüdischen Ältesten, die den Hauptmann bei Christus empfahlen, hatten gezeigt, wie weit sie vom Geist des Evangeliums entfernt waren.

Ein Trauerzug in Nain

Am nächsten Tag kommt Jesus nach Nain, einem kleinen Ort am Fuss eines Hügels in der Jesreel-Ebene. Am Stadttor begegnen sich zwei Züge: Jesus mit seinen Jüngern und eine Trauergemeinde. Man trug einen Toten hinaus, „der einzige Sohn seiner Mutter, und sie war eine Witwe“.

Für eine Witwe war der einzige Sohn alles: ihre Liebe, ihre Zukunft und ihre einzige Versorgung. Ohne ihn war sie ganz allein. Jesus sieht sie, „erbarmte er sich ihrer und sprach zu ihr: Weine nicht!“

Ellen G. White

As she moved on blindly, weeping, noting not His presence, He came close beside her, and gently said, “Weep not.”
The Desire of Ages, S. 318

Zusammenfassung: Als sie weinend und blind vor Tränen weiterging, ohne ihn zu bemerken, trat er ganz nahe zu ihr und sagte sanft: Weine nicht.

Er gab ihn seiner Mutter

Jesus „rührte den Sarg an“. Man trug Tote damals auf einer offenen Bahre, eingewickelt in Tücher. Wer einen Toten berührte, galt als unrein. Jesus macht sich nicht unrein, sondern macht den Toten lebendig: „Jüngling, ich sage dir, stehe auf!“

„Und der Tote setzte sich auf und fing an zu reden; und er gab ihn seiner Mutter.“ Was für ein Moment! Der Trauerzug verwandelte sich in ein Freudenfest. Die Leute riefen: „Gott hat sein Volk heimgesucht!“

Was Jesus in Nain tat, wird er eines Tages für alle tun, die im Glauben gestorben sind. Er wird die Toten aufwecken und Mütter und Kinder, Männer und Frauen wieder zusammenführen.

Ellen G. White

His gaze falls upon her who has been weeping beside him, and mother and son unite in a long, clinging, joyous embrace.
The Desire of Ages, S. 318

Zusammenfassung: Sein Blick fällt auf die, die neben ihm geweint hat, und Mutter und Sohn liegen sich lange, fest und voller Freude in den Armen.

Für dich

Jesus sieht deine Tränen. Er geht an keinem Trauernden vorbei. Und er hat das letzte Wort über den Tod.

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BibeltextSchlachter 1951
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