BibelverstehenGebet

Der Weg › Teil 3 › Wunder und das Brot des Lebens

Schritt 10 von 26 · Wunder und das Brot des Lebens

Was den Menschen unrein macht

Matthäus 15,1–20

Ganze Bibel: Schritt 513 von 790

Hintergrund

Schriftgelehrte und Pharisäer kommen eigens aus Jerusalem nach Galiläa, um Jesus zu beobachten. Sie finden schnell einen Vorwurf: Die Jünger waschen sich vor dem Essen nicht die Hände.

Dabei ging es nicht um Sauberkeit. Die Rabbiner hatten ein genaues Ritual erfunden: Wasser in einer bestimmten Menge, auf eine bestimmte Art über die Hände gegossen. Wer das nicht tat, galt als unrein. Im Gesetz Mose stand davon nichts. Es war eine «Überlieferung der Alten», von Menschen gemacht.

1

Lies jetzt: Matthäus 15,1–20

Lies zuerst den Bibeltext. Die Erklärung steht gleich danebendarunter.

Zur Erklärung springen ↓

2 Erklärung

Gebote Gottes und Gebote von Menschen

Jesus dreht die Frage um: „Und warum übertretet ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen?“ Er nennt ein Beispiel. Gott hatte geboten: „Ehre deinen Vater und deine Mutter!“ Doch die Rabbiner erlaubten, Geld als «Opfergabe für Gott» zu erklären. Dann musste man damit den alten Eltern nicht mehr helfen. So wurde aus einer frommen Regel ein Weg, Gottes Gebot zu umgehen.

Jesus zitiert Jesaja: „Dies Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir.“ Gott möchte nicht, dass wir menschliche Regeln über sein Wort stellen. Was er geboten hat, gilt. Was Menschen hinzufügen, muss sich daran messen lassen.

Ellen G. White

They set aside the fifth commandment as of no consequence, but were very exact in carrying out the traditions of the elders.
The Desire of Ages, S. 396

Zusammenfassung: Das fünfte Gebot schoben sie als unwichtig beiseite, doch die Überlieferungen der Alten hielten sie peinlich genau ein.

Was aus dem Herzen kommt

Dann sagt Jesus dem Volk: „Nicht das, was zum Munde eingeht, verunreinigt den Menschen; sondern was aus dem Munde herauskommt, das verunreinigt den Menschen.“ Das ungewaschene Händewaschen macht niemanden vor Gott unrein. „Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse, Lästerungen.“

Wer das liest, fragt sich vielleicht, ob Jesus damit alle Speisegebote aufgehoben hat. Das Gespräch ging aber um die Frage des Händewaschens, nicht um die reinen und unreinen Tiere aus 3. Mose 11. Jesus schliesst selbst ab: „aber mit ungewaschenen Händen essen, das verunreinigt den Menschen nicht“.

Ellen G. White

It is the evil deed, the evil word, the evil thought, the transgression of the law of God, not the neglect of external, man-made ceremonies, that defiles a man.
The Desire of Ages, S. 397

Zusammenfassung: Was den Menschen verunreinigt, ist die böse Tat, das böse Wort, der böse Gedanke, die Übertretung des Gesetzes Gottes, nicht das Versäumen äusserer, menschengemachter Zeremonien.

Für dich

Gott sieht nicht zuerst auf die Hände, sondern auf das Herz. Bitte ihn, dein Herz rein zu machen. Dann wird auch das, was aus deinem Mund kommt, gut.

Zur Übersicht «Wunder und das Brot des Lebens» (Schritt 10 von 26)

BibeltextSchlachter 1951
Ganzes Kapitel lesen