BibelverstehenGebet

Der Weg › Teil 3 › Wunder und das Brot des Lebens

Schritt 9 von 26 · Wunder und das Brot des Lebens

Ich bin das Brot des Lebens

Johannes 6,22–71

Ganze Bibel: Schritt 512 von 792

Hintergrund

Am nächsten Tag suchen die Leute Jesus und finden ihn in der Synagoge von Kapernaum. Was jetzt folgt, war ein Wendepunkt. Bis hierher folgten Jesus grosse Mengen. Nach dieser Rede wandten sich viele von ihm ab.

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Lies jetzt: Johannes 6,22–71

Lies zuerst den Bibeltext. Die Erklärung steht gleich danebendarunter.

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2 Erklärung

Ihr sucht mich wegen des Brotes

Jesus durchschaut die Menge: „ihr suchet mich nicht darum, weil ihr Zeichen gesehen, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid“. Sie wollten einen König, der ihnen jeden Tag Brot gibt. Jesus sagt: „Wirket nicht die Speise, die vergänglich ist, sondern die Speise, die ins ewige Leben bleibt“.

Sie fragen, was sie tun müssen. Die Antwort: „Das ist das Werk Gottes, daß ihr an den glaubt, den er gesandt hat.“ Das wichtigste «Werk» ist kein Tun, sondern Vertrauen.

Das wahre Manna

Sie verlangen ein grösseres Zeichen. Mose habe doch vierzig Jahre lang Manna vom Himmel gegeben. Jesus antwortet: Nicht Mose hat das Manna gegeben, sondern Gott. Und jetzt „gibt euch das wahre Brot vom Himmel“.

Dann sagt er einen der sieben grossen «Ich bin»-Sätze im Johannesevangelium: „Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“ Das Manna erhielt das Leben nur für einen Tag. „Eure Väter haben das Manna gegessen in der Wüste und sind gestorben“. Wer aber Jesus aufnimmt, bekommt ein Leben, das nicht endet.

Ellen G. White

The giver of the manna was standing among them.
The Desire of Ages, S. 386

Zusammenfassung: Der Geber des Mannas stand mitten unter ihnen.

Ellen G. White

The manna could sustain only this earthly existence; it did not prevent the approach of death, nor insure immortality; but the bread of heaven would nourish the soul unto everlasting life.
The Desire of Ages, S. 388

Zusammenfassung: Das Manna konnte nur dieses irdische Leben erhalten. Es hielt den Tod nicht auf und schenkte keine Unsterblichkeit. Das Brot vom Himmel aber nährt die Seele zum ewigen Leben.

Sein Fleisch essen?

Dann sagt Jesus etwas, das viele empört: „wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esset und sein Blut trinket, so habt ihr kein Leben in euch“. Die Zuhörer verstanden das wörtlich und waren entsetzt.

Jesus erklärt selbst, wie er es meint: „Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützt gar nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben.“ Sein Fleisch essen heisst: ihn ganz in sein Leben aufnehmen, so wie man Nahrung aufnimmt, die zu einem Teil des Körpers wird. Es heisst, sein Wort aufnehmen und auf sein Opfer vertrauen, denn er gab sein Fleisch „für das Leben der Welt“, am Kreuz. Beim Abendmahl erinnern sich Christen bis heute daran.

Und Jesus verspricht viermal in dieser Rede: „ich werde ihn auferwecken am letzten Tage“. Das ewige Leben beginnt mit dem Glauben und wird bei der Auferstehung vollendet.

Wollt ihr nicht auch weggehen?

Viele Jünger sagen: „Das ist eine harte Rede, wer kann sie hören?“ „Aus diesem Anlaß traten viele seiner Jünger zurück und wandelten nicht mehr mit ihm.“ Sie wollten einen König mit Brot, keinen Retter, der stirbt.

Jesus fragt die Zwölf: „Wollt ihr nicht auch weggehen?“ Petrus antwortet mit einem der schönsten Bekenntnisse der Bibel: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens.“

Ellen G. White

Without attempting to hinder those who were leaving Him, Jesus turned to the twelve and said, “Will ye also go away?”
The Desire of Ages, S. 393

Zusammenfassung: Ohne die Gehenden aufzuhalten, wandte sich Jesus an die Zwölf und sagte: Wollt ihr auch weggehen?

Für dich

Auch du wirst Momente erleben, in denen der Glaube schwer wird und andere weggehen. Dann darfst du mit Petrus sagen: «Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens.»

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