BibelverstehenGebet

Start › Andere Fragen › Schöpfung und Wissenschaft

Schöpfung und Wissenschaft

Gab es die Sintflut wirklich? Woher kommen die Fossilien?

Kurze Antwort

Die Bibel erzählt von einer Flut, die die ganze Erde bedeckte. Auf allen Kontinenten erzählen Völker von einer grossen Flut. Versteinerte Meerestiere findet man sogar auf dem Gipfel des Mount Everest. Und damit ein Tier versteinert, muss es schnell begraben werden, wie bei einer gewaltigen Katastrophe. Die meisten Geologen erklären die Gesteinsschichten anders, mit langen Zeiträumen. Hier liegt beides offen nebeneinander.

Was die Bibel sagt

„Ja, das Gewässer nahm so sehr überhand, daß alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden“. Es war keine örtliche Überschwemmung, sondern ein Gericht über die ganze Erde. Petrus schreibt, „daß durch diese die damalige Welt infolge einer Wasserflut zugrunde ging.“

Jesus selbst sprach von Noah und der Flut als wirklichem Ereignis (Mt 24,38–39).

Wissenswert: Flutgeschichten auf der ganzen Welt

Man kennt weit über hundert Flutgeschichten von Völkern auf allen Kontinenten: in Mesopotamien, Griechenland, Indien, China, bei den Indianern Amerikas, in Australien und auf den Inseln im Pazifik.

Die bekannteste ist das babylonische Gilgamesch-Epos, auf aus Ninive erhalten. Darin baut ein Mann namens Utnapischtim ein grosses Schiff, nimmt Tiere mit, die Flut kommt, das Schiff landet auf einem Berg, und er lässt Vögel fliegen, um zu sehen, ob das Land trocken ist. Die Ähnlichkeit mit Noah ist verblüffend.

Viele Forscher erklären die Sagen mit örtlichen Überschwemmungen, die es überall gab. Doch warum erzählen so viele Völker von einer Flut, die die ganze Welt bedeckte, von wenigen Überlebenden in einem Schiff und von Vögeln, die ausgesandt werden? Viele verstehen darum: Alle Völker stammen von Noahs Familie ab und haben die Erinnerung mitgenommen, mehr oder weniger verzerrt.

Wissenswert: Meerestiere auf den höchsten Bergen

Der Gipfel des Mount Everest besteht aus Kalkstein, in dem versteinerte Meerestiere stecken, zum Beispiel Seelilien und kleine Muscheln. Auch in den Alpen findet man überall Versteinerungen von Meerestieren, etwa .

Die Geologen erklären das mit Gestein, das sich vor sehr langer Zeit am Meeresgrund bildete und später durch das Zusammenstossen von Kontinenten langsam emporgehoben wurde. Für Bibelgläubige passt es zu einer Flut, die die Berge bedeckte, und zu den gewaltigen Umwälzungen danach, als sich Berge hoben und Täler senkten (Ps 104,6–8).

Wissenswert: Wie entstehen Fossilien?

Wenn heute ein Fisch stirbt, sinkt er auf den Grund und wird innert Tagen gefressen oder verwest. Damit er versteinert, muss er schnell und tief unter Schlamm begraben werden, ohne Luft. Das geschieht bei Katastrophen.

Man hat Fossilien gefunden, die genau das zeigen: , Fischsaurier, die mitten in der Geburt starben, und riesige Lager mit Millionen von Tieren, die zusammen begraben wurden. Das sieht nicht nach langsamer Ablagerung aus, sondern nach plötzlichem Tod.

Auch Kohle und Erdöl stammen aus gewaltigen Mengen von Pflanzen und Lebewesen, die begraben wurden. Ellen G. White beschreibt die Kohlenlager als Wälder, die bei der Flut begraben wurden.

Ellen G. White

The vast forests buried in the earth at the time of the Flood, and since changed to coal, form the extensive coal fields, and yield the supplies of oil that minister to our comfort and convenience today.
Education, S. 129

Zusammenfassung: Die riesigen Wälder, die zur Zeit der Flut in der Erde begraben und seither zu Kohle geworden sind, bilden die ausgedehnten Kohlenfelder und liefern das Öl, das heute unserer Bequemlichkeit dient.

Ellen G. White

therefore He made of the earth a vast burial ground.
Patriarchs and Prophets, S. 108

Zusammenfassung: Darum machte er die Erde zu einem riesigen Begräbnisplatz.

Fragen zum Nachdenken

Wer hat recht: die langsame Erklärung oder die schnelle? Die Gesteine selbst tragen kein Datum. Die Deutung hängt davon ab, mit welcher Brille man sie betrachtet. Ist es nicht weise, zuzugeben, dass auch die heutige Erklärung eine Deutung ist?

Petrus sagte voraus, dass Menschen in den letzten Tagen spotten würden: Alles bleibe, wie es immer war. „Dabei vergessen sie aber absichtlich, daß schon vorlängst Himmel waren und eine Erde aus Wasser und durch Wasser entstanden ist durch Gottes Wort“. Ist es nicht bemerkenswert, dass genau diese Denkweise, alles sei immer langsam und gleichmässig verlaufen, zur Grundlage der modernen Geologie wurde?

Weiterlesen

Auf dem Weg durch die Bibel:

Weitere Fragen:

← Alle Fragen

BibeltextSchlachter 1951
Ganzes Kapitel lesen