BibelverstehenGebet

Start › Andere Fragen › Schöpfung und Wissenschaft

Schöpfung und Wissenschaft

Wie alt ist die Erde?

Kurze Antwort

Die Bibel sagt: Gott schuf Himmel und Erde in sechs Tagen und ruhte am siebten. Die meisten Wissenschaftler rechnen mit einem Alter der Erde von 4,5 Milliarden Jahren. Diese Zahl beruht auf Messungen und auf Annahmen über die Vergangenheit, die niemand beobachten konnte. Es gibt Beobachtungen, die schlecht zu riesigen Zeiträumen passen, und Forscher, die das offen ansprechen.

Was die Bibel sagt

Gott selbst sagte am Sinai: „Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht, und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tag“. Darauf gründet er den Sabbat. Wenn die Schöpfungstage riesige Zeitalter wären, verlöre das Gebot seinen Sinn.

Die Bibel sagt nicht, wie alt das Weltall ist oder der Stoff, aus dem Gott die Erde formte (1. Mose 1,1–2). Aber sie sagt, dass Leben, Tiere und Menschen in einer wirklichen Schöpfungswoche entstanden und dass es vor der Sünde keinen Tod gab (Röm 5,12).

Ellen G. White

But the assumption that the events of the first week required thousands upon thousands of years, strikes directly at the foundation of the fourth commandment.
Patriarchs and Prophets, S. 111

Zusammenfassung: Die Annahme, die Ereignisse der ersten Woche hätten Tausende und Abertausende von Jahren gedauert, trifft direkt die Grundlage des vierten Gebots.

Wie man das Alter misst

Das hohe Alter der Erde stammt vor allem aus der radiometrischen Datierung. Manche Stoffe im Gestein zerfallen langsam zu anderen Stoffen, etwa Uran zu Blei. Aus dem Verhältnis schliesst man auf das Alter.

Dafür muss man drei Dinge annehmen: wie viel von jedem Stoff am Anfang da war, dass nichts hinzugekommen oder weggespült wurde, und dass der Zerfall immer gleich schnell ablief. Keine dieser Annahmen kann man für die Urzeit direkt prüfen. Wer daran glaubt, dass es eine weltweite Flut gab, fragt: Was, wenn diese Annahmen nicht zutreffen?

Ein Blick zurück zeigt, wie sehr sich die Zahlen schon verändert haben: Im 19. Jahrhundert schätzte der berühmte Physiker Lord Kelvin das Alter der Erde auf 20 bis 400 Millionen Jahre. Erst im 20. Jahrhundert wurden es Milliarden.

Wissenswert: Beobachtungen, die Fragen aufwerfen

Weiches Gewebe in Saurierknochen: 2005 fand die Forscherin Mary Schweitzer in einem Knochen eines Tyrannosaurus elastisches Gewebe und Strukturen, die wie Blutgefässe aussehen. Viele hielten es für unmöglich, dass sich so etwas über 68 Millionen Jahre hält. Heute suchen Forscher nach Erklärungen, wie es so lange überdauern konnte.

Schnelle Schichten: Beim Ausbruch des Vulkans Mount St. Helens 1980 in den USA entstanden innert Stunden meterdicke, fein geschichtete Ablagerungen, und 1982 grub eine Schlammflut in wenigen Tagen eine kleine Schlucht. brauchen also nicht unbedingt lange Zeit.

Bäume durch viele Schichten: An manchen Orten stehen aufrecht durch mehrere Gesteinsschichten hindurch. Sie können nicht über Jahrtausende dagestanden haben, während sich langsam Schicht um Schicht bildete. Die Schichten müssen schnell entstanden sein.

Für jede dieser Beobachtungen haben Fachleute allerdings Erklärungen, die ins Bild von langen Zeiträumen passen sollen. Die meisten Geologen bleiben bei Milliarden Jahren. Doch die Fragen sind echt.

Fragen zum Nachdenken

Niemand war dabei, als die Erde entstand, ausser Gott. Wenn Wissenschaft auf Beobachtung beruht, wie weit reicht sie dann in eine Vergangenheit, die niemand beobachtet hat? Gott fragt: „Wo warst du, als ich den Grund der Erde legte? Sage an, wenn du es weißt!“

Ist es Zufall, dass die grossen Zahlen genau zu der Zeit aufkamen, als viele Menschen Gott aus der Wissenschaft verbannen wollten? Und könnte es sein, dass unsere Sicht der Vergangenheit stärker von dem geprägt ist, was wir glauben wollen, als wir zugeben?

Ellen G. White

But apart from Bible history, geology can prove nothing.
Patriarchs and Prophets, S. 112

Zusammenfassung: Doch ohne die biblische Geschichte kann die Geologie nichts beweisen.

Ellen G. White

Science is ever discovering new wonders; but she brings from her research nothing that, rightly understood, conflicts with divine revelation.
Education, S. 128

Zusammenfassung: Die Wissenschaft entdeckt immer neue Wunder; aber sie bringt aus ihrer Forschung nichts hervor, das, richtig verstanden, der göttlichen Offenbarung widerspricht.

Weiterlesen

Auf dem Weg durch die Bibel:

Weitere Fragen:

← Alle Fragen

BibeltextSchlachter 1951
Ganzes Kapitel lesen