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Erfüllte Vorhersagen
Jerusalem im Jahr 70: Kein Stein auf dem anderen
Kurze Antwort
Um das Jahr 30 sagte Jesus voraus, dass der prächtige Tempel in Jerusalem völlig zerstört würde, und dass Feinde die Stadt mit einem Wall einschliessen würden. Vierzig Jahre später, im Jahr 70, eroberten römische Truppen unter Titus Jerusalem und verbrannten den Tempel. Die Christen aber hatten auf die Warnung Jesu gehört und waren rechtzeitig geflohen.
Die Vorhersage
Die Jünger bewunderten die riesigen Steine des Tempels. Jesus antwortete: „Wahrlich, ich sage euch, hier wird kein Stein auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen wird!“
Und über die Stadt weinte er: „daß Tage über dich kommen werden, da deine Feinde einen Wall gegen dich aufwerfen, dich ringsum einschließen und von allen Seiten ängstigen“. Er nannte auch ein Zeichen zur Flucht: Wenn ihr Jerusalem von Heeren umgeben seht, dann flieht in die Berge (Lk 21,20–21).
Die Erfüllung
Im Jahr 66 begann der jüdische Aufstand gegen Rom. Der römische Feldherr Cestius Gallus zog mit einem Heer vor Jerusalem, brach die Belagerung aber überraschend ab. Die Christen erkannten das Zeichen und flohen nach Pella jenseits des Jordans, wie der Kirchengeschichtsschreiber Eusebius berichtet.
Im Jahr 70 kam Titus mit vier Legionen. Er liess die Stadt mit einem Wall einschliessen, genau wie Jesus gesagt hatte. Der jüdische Geschichtsschreiber Josephus war dabei und beschreibt den Hunger, das Leid und den Brand des Tempels. Titus wollte den Tempel eigentlich erhalten, doch ein Soldat warf eine Fackel hinein. Das Gold schmolz in die Ritzen der Steine, und die Soldaten rissen später die Steine auseinander, um es herauszuholen.
Heute liegen unten an der Westmauer die gewaltigen , die die Römer damals hinabgestürzt haben. Und am Titusbogen in Rom sieht man bis heute, wie die Soldaten den als Beute davontragen.
Ellen G. White
The promised sign had been given to the waiting Christians, and now an opportunity was offered for all who would, to obey the Saviour’s warning.Zusammenfassung: Das verheissene Zeichen war den wartenden Christen gegeben, und nun bot sich allen, die wollten, die Gelegenheit, der Warnung des Heilands zu folgen.
Fragen zum Nachdenken
Damals hielt man den Tempel für unzerstörbar. Doch es kam, wie Jesus gesagt hatte. Jesus sprach im selben Gespräch auch über die Zeit vor seiner Wiederkunft (Mt 24,29–31). Wenn sich der erste Teil so genau erfüllt hat, wie ernst sollten wir den zweiten nehmen?
Wer auf Jesus hörte, wurde gerettet. Keiner der Christen, die geflohen waren, kam bei der Zerstörung Jerusalems um, so berichtet die Überlieferung. Seine Warnungen sind nicht da, um Angst zu machen, sondern um zu retten.
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Auf dem Weg durch die Bibel:
- Kein Stein auf dem andernDie letzte Woche
- Erhebet eure HäupterDie letzte Woche
- Er weinte über die StadtUnterwegs nach Jerusalem
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