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Erfüllte Vorhersagen
Das Volk Israel: zerstreut und doch nicht untergegangen
Kurze Antwort
Mose sagte voraus, dass Israel unter alle Völker zerstreut würde, wenn es Gott verlässt. Genau das geschah: zuerst in Assyrien und Babylon, dann nach der Zerstörung Jerusalems durch die Römer. Und doch ging dieses Volk nicht unter wie die Assyrer, Babylonier, Hethiter oder Philister. Fast zweitausend Jahre ohne eigenes Land blieb es ein Volk mit seiner Schrift und seinem Glauben.
Zerstreut unter alle Völker
Etwa 1400 vor Christus, noch bevor Israel das Land betreten hatte, sagte Mose: „Denn der HERR wird dich unter alle Völker zerstreuen von einem Ende der Erde bis zum andern“. Auch Jesus kündigte an: „und gefangen weggeführt werden unter alle Völker; und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden“.
Das erfüllte sich mehrmals: 722 vor Christus wurde das Nordreich nach Assyrien verschleppt, 586 das Südreich nach Babylon. Nach der im Jahr 70 und dem gescheiterten Aufstand unter Bar Kochba 135 verboten die Römer den Juden sogar, zu betreten. Bald lebten Juden in fast allen Ländern der Welt.
Ein Volk, das nicht verschwand
Normalerweise verschwinden Völker, die ihr Land verlieren und unter andere Völker verstreut werden. Sie gehen in den anderen auf. Wo sind heute die Moabiter, Edomiter oder Philister? Die Propheten hatten auch ihren Untergang angekündigt (Zef 2,4; Obad 1,18).
Die Juden aber blieben fast zweitausend Jahre ohne eigenes Land ein Volk, trotz Verfolgung, Vertreibung und dem Holocaust. Gott hatte gesagt: „Wenn diese Ordnungen vor meinem Angesichte beseitigt werden können, spricht der HERR, dann soll auch der Same Israels aufhören, ein Volk vor mir zu sein!“
Erstaunlich ist auch die hebräische Sprache. Fast zweitausend Jahre lang wurde sie kaum gesprochen, nur gebetet und gelesen. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde sie wieder zur Alltagssprache. Das ist in der Geschichte einzigartig.
Rückkehr ins Land
Die Propheten sprachen auch von einer Rückkehr: „Seht, ich will die Kinder Israel aus den Nationen, unter welche sie gekommen sind, zurückholen und sie von überallher sammeln und sie in ihr Land führen“. Diese Verheissung erfüllte sich zuerst, als die Juden unter Kyrus aus Babylon heimkehren durften (Esra 1).
Viele Christen sehen in der am 14. Mai 1948 eine weitere Erfüllung. Andere verstehen die Verheissungen der Rückkehr vor allem als erfüllt nach dem Exil in Babel, und die grossen Verheissungen an Israel als erfüllt in Christus und in allen, die an ihn glauben, ob Juden oder Nichtjuden (Gal 3,29). Sicher ist: Ein Volk, das fast zweitausend Jahre zerstreut war, lebt heute wieder in diesem Land. Das ist in der Geschichte der Völker einmalig.
Fragen zum Nachdenken
Ein kleines Volk überlebte die Weltreiche von Ägypten, Assyrien, Babylon, Persien, Griechenland und Rom, die alle untergingen. Wie erklärt man das, wenn nicht durch Gottes Treue? Und was sagt diese Treue über Gottes Versprechen an jeden Menschen, der ihm vertraut?
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Auf dem Weg durch die Bibel:
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- Die Totengebeine werden lebendigHesekiel in Babylon
- Erhebet eure HäupterDie letzte Woche
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