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Erfüllte Vorhersagen

Babylon und Ninive: Weltstädte, die verschwanden

Kurze Antwort

Ninive und Babylon waren die grössten Städte ihrer Zeit. Die Propheten sagten voraus, dass beide zu Trümmern werden. Ninive wurde 612 vor Christus zerstört und so gründlich vergessen, dass man erst im 19. Jahrhundert wieder wusste, wo es lag. Babylon fiel 539 vor Christus, verfiel nach und nach und ist bis heute eine Ruinenstätte.

Ninive

Ninive war die Hauptstadt , des grausamen Weltreichs, das das Nordreich Israel zerstört hatte. Um 650 bis 620 vor Christus kündigte der Prophet Nahum ihren Untergang an: „Aber mit überströmender Flut wird er jener Stätte verwüsten“. „Die Tore an den Strömen werden erbrochen, und der Palast verzagt.“ Und: „«Verwüstet ist Ninive!»“

612 vor Christus eroberten Babylonier und Meder die Stadt. Der griechische Geschichtsschreiber Diodor berichtet, ein Hochwasser des Flusses habe einen Teil der Stadtmauer weggerissen, sodass die Feinde eindringen konnten.

Danach geriet Ninive so in Vergessenheit, dass der griechische Feldherr Xenophon, der 401 vor Christus an den Ruinenhügeln vorbeizog, nicht einmal wusste, welche Stadt dort gelegen hatte. Erst in den 1840er Jahren gruben Forscher wie Austen Henry Layard wieder aus und fanden die Bibliothek des Königs Assurbanipal mit Tausenden von Tontafeln.

Ellen G. White

In figurative language the prophet Nahum compared the Ninevites to a cruel, ravenous lion.
Prophets and Kings, S. 265

Zusammenfassung: In bildhafter Sprache verglich der Prophet Nahum die Bewohner Ninives mit einem grausamen, gierigen Löwen.

Babylon

Babylon war unter Nebukadnezar die prächtigste Stadt der Welt, mit dem , gewaltigen Mauern und dem grossen Stufenturm. Doch Jesaja hatte schon über 150 Jahre vorher gesagt: „Also wird Babel, die Zierde der Königreiche, der Ruhm, der Stolz der Chaldäer, umgekehrt von Gott wie Sodom und Gomorra.“ „Sie wird nicht mehr bewohnt werden ewiglich“.

Und Jeremia: „Und Babel soll zu einem Steinhaufen werden, zur Behausung der Schakale, zum Entsetzen und zum Gespött, weil niemand mehr darin wohnt.“

539 vor Christus fiel Babylon an Kyrus, in der Nacht, in der Belsazar ein Fest feierte (Dan 5,30). Die Stadt wurde zunächst nicht zerstört, aber sie verlor an Bedeutung. Spätere Herrscher bauten neue Hauptstädte, die Bewohner zogen weg, und in den ersten Jahrhunderten nach Christus war Babylon weitgehend verlassen.

Was offen ist

In den 1980er Jahren liess der irakische Herrscher Saddam Hussein Teile Babylons neu aufbauen. Er wollte sich als neuer Nebukadnezar darstellen. Sein Projekt blieb unvollendet. Babylon ist heute eine , seit 2019 Weltkulturerbe, aber keine bewohnte Stadt. Die Weltstadt von einst ist nie wiedererstanden.

Fragen zum Nachdenken

Rom, Jerusalem und Damaskus sind über die Jahrtausende immer wieder aufgebaut und bewohnt worden. Babylon und Ninive aber, die grössten Städte ihrer Zeit, nicht. Ist das Zufall? Oder hat sich erfüllt, was die Propheten sagten, als diese Städte auf der Höhe ihrer Macht standen?

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