BibelverstehenGebet

Start › Andere Fragen › Erfüllte Vorhersagen

Erfüllte Vorhersagen

Tyrus: Die Steine ins Meer geworfen

Kurze Antwort

Um 586 vor Christus kündigte Hesekiel an, viele Völker würden gegen die reiche Handelsstadt Tyrus kommen. Ihre Steine, ihr Holz und sogar ihr Staub würden ins Wasser geworfen, und sie solle ein kahler Fels werden, auf dem Fischer ihre Netze trocknen. Zuerst belagerte Nebukadnezar die Stadt. Über 250 Jahre später warf Alexander der Grosse die Trümmer der alten Stadt ins Meer, um einen Damm zur Inselstadt zu bauen.

Die Vorhersage

war eine der reichsten Städte der alten Welt, eine Stadt der Phönizier an der Küste des heutigen Libanon, mit einem Teil auf dem Festland und einem Teil auf einer Insel. Hesekiel sagte: „Siehe, ich will an dich, Tyrus, und will viele Völker gegen dich heraufführen, wie wenn das Meer seine Wellen heraufrollt!“

Und weiter: „sie werden deine Steine, dein Holz und deinen Staub ins Wasser werfen.“ „Ich will einen kahlen Felsen aus dir machen; du sollst ein Wehr werden, darauf man die Fischergarne ausspannt“.

Die Erfüllung

Nebukadnezar, König von Babylon, belagerte Tyrus dreizehn Jahre lang, etwa von 586 bis 573 vor Christus, wie auch der Geschichtsschreiber Josephus berichtet. Die Stadt auf dem Festland wurde zerstört. Die Inselstadt aber hielt stand.

332 vor Christus kam Alexander der Grosse. Um die Inselstadt zu erobern, liess er einen Damm durch das Meer bauen. Dafür nahm er die Trümmer der alten Stadt auf dem Festland, Steine, Balken und Schutt, und warf sie ins Wasser, genau wie Hesekiel es gesagt hatte. Nach sieben Monaten fiel die Inselstadt. Der Damm verlandete im Lauf der Zeit, und die Insel ist seither mit dem Festland verbunden.

Hesekiel hatte von «vielen Völkern» gesprochen, die wie Wellen heranrollen. Es kamen Babylonier, Griechen und später andere. Das Wort erfüllte sich nicht auf einmal, sondern Welle um Welle.

Was offen ist

Heute gibt es wieder eine Stadt namens Sur an diesem Ort, eine Stadt im Libanon mit Häfen und Fischern. Manche fragen darum, wie Hesekiel sagen konnte, sie werde „nicht wieder aufgebaut“. Viele verstehen es so: Das alte, prächtige Tyrus der Phönizier, die Königin der Meere, ist nie wieder erstanden. Die alten Ruinen liegen teilweise unter Wasser, und an der Küste trocknen Fischer ihre Netze.

Fragen zum Nachdenken

Wer hätte um 586 vor Christus voraussagen können, dass die Steine einer Stadt einmal ins Meer geworfen werden, und das von einem Feldherrn, der erst über 200 Jahre später geboren wurde? Der Mensch plant, aber Gott kennt den Ausgang.

Weiterlesen

Auf dem Weg durch die Bibel:

Weitere Fragen:

← Alle Fragen

BibeltextSchlachter 1951
Ganzes Kapitel lesen