BibelverstehenGebet

Der Weg › Teil 2 › Hesekiel in Babylon

Schritt 9 von 18 · Hesekiel in Babylon

Tyrus und der gefallene Cherub

Hesekiel 25–28

Ganze Bibel: Schritt 387 von 790

1

Lies jetzt: Hesekiel 25–28

Lies zuerst den Bibeltext. Die Erklärung steht gleich danebendarunter.

Zur Erklärung springen ↓

2 Erklärung

Gericht über die Nachbarn

Ab Kapitel 25 spricht Hesekiel über die Nachbarvölker: Ammon, Moab, Edom und die Philister hatten sich über Jerusalems Fall gefreut. Dann drei lange Kapitel über Tyrus, die reiche Handelsstadt am Meer.

Wissenswert: Ein kahler Fels

Gott sagt über Tyrus: „Ich will einen kahlen Felsen aus dir machen; du sollst ein Wehr werden, darauf man die Fischergarne ausspannt, und du sollst nicht wieder aufgebaut werden.“

Was geschah? Nebukadnezar belagerte Tyrus 13 Jahre lang (etwa 586 bis 573 vor Christus) und zerstörte die Stadt auf dem Festland. Die Inselstadt hielt sich. 332 vor Christus schüttete Alexander der Grosse aus den Trümmern der alten Stadt einen Damm ins Meer bis zur Insel und eroberte sie. Hesekiel hatte geschrieben: „und ich will ihren Staub wegfegen“.

Heute gibt es allerdings wieder eine Stadt namens Tyrus (Sur) gibt es heute im Libanon wieder, auf und neben dem früheren Gelände. Ausleger erklären das unterschiedlich: Manche sagen, die prächtige alte Handelsmacht wurde nie wieder aufgebaut, andere sehen in den Prophetien eine bildhafte Sprache über völlige Erniedrigung. Fischer trocknen dort bis heute ihre Netze.

Ich bin ein Gott

Der Fürst von Tyrus sagt: „«Ich bin ein Gott und sitze auf einem Götterthron mitten im Meere»“. Dann geht das Klagelied über den König von Tyrus weit über einen Menschen hinaus.

Der schützende Cherub

„In Eden, im Garten Gottes, warst du“. „Du warst ein Gesalbter, ein schützender Cherub“. „Du warst vollkommen in deinen Wegen von dem Tage deiner Erschaffung an, bis Missetat in dir gefunden wurde.“

Kein Mensch war in Eden ein schützender Cherub. Ellen G. White erkennt hier, wie bei Jesaja 14, den Fall Luzifers: Er war der erste der schützenden Cherubim, heilig und unbefleckt. „Dein Herz hat sich erhoben ob deiner Schönheit; du hast deine Weisheit um deines Glanzes willen verderbt.“

Nach und nach begann Luzifer, dem Wunsch nach Selbsterhöhung nachzugeben. Obwohl all seine Herrlichkeit von Gott kam, sah er sie als sein Eigentum an. Luzifer hätte in Gottes Gunst bleiben können, geliebt und geehrt von allen Engeln.

Die Bibel zeigt damit: Gott hat keinen Teufel geschaffen. Er schuf einen vollkommenen Engel, der sich in Freiheit gegen Gott entschied. Die Sünde begann mit Stolz.

Ellen G. White

Little by little Lucifer came to indulge the desire for self-exaltation.
Patriarchs and Prophets, S. 35

Zusammenfassung: Nach und nach gab Luzifer dem Wunsch nach Selbsterhöhung nach.

Ellen G. White

Though all his glory was from God, this mighty angel came to regard it as pertaining to himself.
Patriarchs and Prophets, S. 35

Zusammenfassung: Obwohl all seine Herrlichkeit von Gott kam, begann dieser mächtige Engel, sie als sein Eigentum anzusehen.

Ellen G. White

Lucifer might have remained in favor with God, beloved and honored by all the angelic host
The Great Controversy, S. 494

Zusammenfassung: Luzifer hätte in Gottes Gunst bleiben können, geliebt und geehrt von allen Engelscharen.

Für dich

Die Sünde begann damit, dass Luzifer Gottes Gaben für sein Eigentum hielt. Welche Gabe in deinem Leben möchtest du heute dankbar als Geschenk Gottes anerkennen?

Zur Übersicht «Hesekiel in Babylon» (Schritt 9 von 18)

BibeltextSchlachter 1951
Ganzes Kapitel lesen