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Der Weg › Teil 2 › Hesekiel in Babylon

Schritt 8 von 18 · Hesekiel in Babylon

Einer, der in den Riss tritt

Hesekiel 22–24

Ganze Bibel: Schritt 386 von 792

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2 Erklärung

Ich fand keinen

Gott zählt die Sünden Jerusalems auf: Blutvergiessen, Unterdrückung der Fremden, Witwen und Waisen, Verachtung der Sabbate (Hes 22,7–8). Dann ein trauriger Satz: „Und ich suchte unter ihnen einen Mann, der eine Mauer bauen und vor mir für das Land in den Riß treten könnte, damit es nicht zugrunde gehe; aber ich fand keinen!“

Gott suchte einen Fürbitter, wie Mose einer gewesen war (Ps 106,23). Am Ende ist Jesus der eine, der für uns in den Riss tritt (Hebr 7,25).

Zwei Schwestern

Kapitel 23 vergleicht Samaria und Jerusalem mit zwei untreuen Schwestern, Ohola und Oholiba. Die Bilder sind sehr deutlich, weil sie zeigen sollen, wie verletzend Untreue gegenüber Gott ist. Jerusalem hatte gesehen, was mit Samaria geschah, und wurde trotzdem noch schlimmer.

Der Tod seiner Frau

Gott sagt zu Hesekiel: „siehe, ich will die Lust deiner Augen durch eine Plage von dir wegnehmen“. „Als ich nun am Morgen früh zum Volke geredet hatte, starb mir am Abend mein Weib.“ Und er darf nicht öffentlich trauern.

Falls du dich fragst: Wie kann Gott so etwas verlangen?

Die Bibel sagt nicht, dass Gott Hesekiels Frau als Strafe tötete. Er kündigte ihm ihren Tod an und machte Hesekiels stilles Leiden zu einem Zeichen: Genauso werden die Verbannten sprachlos sein, wenn sie hören, dass der Tempel, die «Lust ihrer Augen», zerstört ist (Hes 24,21–24). Hesekiel trug seinen persönlichen Schmerz für sein Volk. Gott selbst kennt diesen Schmerz: Er gab seinen eigenen Sohn.

Für dich

Gott sucht Menschen, die „in den Riss treten“ und beten. Für wen oder was willst du heute fürbittend in den Riss treten?

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BibeltextSchlachter 1951
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