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Der Weg › Teil 5 › Die Offenbarung

Schritt 5 von 30 · Die Offenbarung

Pergamon: Konstantin und die Staatskirche

Offenbarung 2,12–17313–538

Ganze Bibel: Schritt 764 von 789

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Lies jetzt: Offenbarung 2,12–17

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Die Stadt damals

lag hoch auf einem Burgberg und war lange die Hauptstadt der Provinz. Oben auf dem Berg stand ein für Zeus, daneben Tempel für viele Götter. Berühmt war auch das Heiligtum des Heilgottes Asklepios, dessen Zeichen eine Schlange war. Und Pergamon hatte als erste Stadt der Provinz einen Tempel für den lebenden Kaiser. Hier sass sozusagen die heidnische Religion und die römische Macht auf dem Thron.

Die Zeit auf der Erde

Der dritte Brief beschreibt die Zeit von 313 bis 538. Sie beginnt mit einer grossen Wende. Im Jahr 312 gewinnt eine entscheidende Schlacht vor Rom und schreibt seinen Sieg dem Gott der Christen zu. 313 erlaubt er den christlichen Glauben im ganzen Reich. Die Verfolgung ist vorbei.

Nun wird es plötzlich vorteilhaft, Christ zu sein. Der Kaiser baut prächtige Kirchen und beschenkt die Bischöfe. Tausende lassen sich taufen, ohne sich wirklich zu bekehren. Heidnische Bräuche, Bilder und Feste ziehen in die Kirche ein und bekommen einen christlichen Anstrich. Im Jahr 321 erlässt Konstantin das erste staatliche Sonntagsgesetz: Am „ehrwürdigen Tag der Sonne“ sollen Gerichte und Handwerker ruhen. Im Jahr 380 wird das Christentum zur Staatsreligion, und bald werden nun andere verfolgt, die anders glauben.

Der Bischof von Rom gewinnt immer mehr Ansehen und Macht. Als das Weströmische Reich 476 zerfällt, bleibt er die stärkste Autorität im Westen. Kaiser Justinian in Konstantinopel erklärt ihn zum Haupt aller Kirchen. 538 werden die Ostgoten, die letzten Gegner dieses Anspruchs, aus Rom vertrieben. Damit beginnt nach adventistischer Auslegung die Zeit, in der das Papsttum herrscht.

Wie der Brief dazu passt

Jesus stellt sich vor als der, der das scharfe, zweischneidige Schwert hat. Das Schwert ist Gottes Wort (Hebr 4,12; Eph 6,17). Gegen eine Kirche, die sich mit der Welt vermischt, hilft nur das klare Wort Gottes.

Jesus weiss, dass diese Gemeinde dort wohnt, wo der Thron Satans ist. In Pergamon war das wörtlich so. In der Kirchengeschichte zeigt es, wohin die Kirche jetzt gerät: mitten hinein in die Macht des Römischen Reiches. Offenbarung 13,2 sagt später, dass der Drache dem Tier seinen Thron und seine Macht gibt. Trotzdem lobt Jesus, dass viele treu bleiben, wie Antipas, der für seinen Glauben starb.

Dann der Tadel: Einige halten an der Lehre Bileams fest. Bileam war der Prophet, der Israel nicht verfluchen konnte. Darum riet er dem König Balak, Israel zu Götzenfesten und Unmoral zu verführen (4. Mose 25,1–3; 31,16). Was der Fluch nicht schaffte, schaffte die Verführung. Genau so ging es der Kirche: Was die Verfolgung nicht schaffte, schaffte die Vermischung mit dem Heidentum.

Die Verheissung: Wer überwindet, bekommt vom verborgenen Manna zu essen und einen weissen Stein mit einem neuen Namen. Während die Kirche mit Reichtum und Ehre vom Kaiser beschenkt wird, bietet Jesus etwas Besseres an: sich selbst als das Brot vom Himmel (Joh 6,48–51) und einen neuen Namen, den nur er gibt.

Für dich

Wo ist es heute bequem, so zu glauben wie die Mehrheit, und wo ruft dich Gottes Wort zu etwas anderem?

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