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Der Weg › Teil 5 › Die Offenbarung

Schritt 18 von 33 · Die Offenbarung

Die zwei Zeugen

Offenbarung 11,1–19

Ganze Bibel: Schritt 777 von 792

Hintergrund

Kapitel 11 gehört noch zum Trostbild zwischen der sechsten und der siebten Posaune. Die Posaunenvision zeigt alle drei Teile des Heiligtums: den Vorhof (Offb 11,2), das Heilige mit dem goldenen Räucheraltar (Offb 8,3) und am Schluss das Allerheiligste mit der Bundeslade (Offb 11,19).

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2 Erklärung

Den Tempel messen

Johannes bekommt „ein Rohr“ und soll „den Tempel Gottes und den Altar und die, welche dort anbeten“ messen. Mit einem Messstab prüft man, ob etwas dem Plan entspricht. So wird die Anbetung an Gottes Wort gemessen. Wahre und falsche Anbetung ist ein grosses Thema der Offenbarung. Nach 1844 richtet sich der Blick auf das himmlische Heiligtum und auf die, die dort durch Jesus anbeten.

Den Vorhof aber soll er nicht messen, „denn er ist den Heiden gegeben, und sie werden die heilige Stadt zertreten zweiundvierzig Monate lang.“ sind 1260 Tage, dieselbe Zeit wie bei Daniel.

Zwei Zeugen in Säcken

Gott gibt „meinen zwei Zeugen“, „daß sie weissagen sollen tausendzweihundertsechzig Tage lang, angetan mit Säcken.“ „Das sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen.“ Das Bild kommt aus Sacharja: Zwei Ölbäume liefern Öl für einen , und der Engel erklärt: Es geschieht nicht durch Heer und Kraft, sondern durch Gottes Geist (Sach 4,1–6).

Ein altes zeigt die beiden Zeugen und das Tier. Viele verstehen die zwei Zeugen als das Alte und das Neue Testament. 1260 Jahre lang, von 538 bis 1798, wurde die Bibel unterdrückt. Sie lag in einer fremden Sprache verborgen und durfte vom Volk kaum gelesen werden. Die Zeugen redeten wie in Trauerkleidern.

Wer ihnen schaden will, den trifft „Feuer aus ihrem Munde“. Gott sagt: „Ist mein Wort nicht wie ein Feuer“? Sie können „den Himmel zu verschließen, damit kein Regen falle“, wie Elia (1. Kön 17,1), und Wasser in Blut verwandeln, wie Mose in Ägypten (2. Mose 7,20). Wo Gottes Wort fehlt, herrscht geistliche Dürre.

Ellen G. White

The two witnesses represent the Scriptures of the Old and the New Testament.
The Great Controversy, S. 267

Zusammenfassung: Die zwei Zeugen stellen die Schriften des Alten und des Neuen Testaments dar.

Getötet und wieder lebendig

Dann „wird das Tier, das aus dem Abgrund heraufsteigt, mit ihnen Krieg führen und sie überwinden und sie töten.“ Ihre Leichname liegen auf der Gasse der grossen Stadt, die „im geistlichen Sinne Sodom und Ägypten heißt“. Sodom steht für Unmoral, Ägypten für den Hochmut des Pharao, der sagte: „Wer ist der HERR, dessen Stimme ich hören soll“?

Viele sehen darin die Französische Revolution. Im November 1793 schaffte man in Paris den christlichen Glauben öffentlich ab, verbrannte Bibeln und feierte in Notre-Dame das . Die Kirchen schauten zu. „Und die auf Erden wohnen, werden sich über sie freuen und frohlocken“. Etwa dreieinhalb Jahre später, 1797, erhielt die Religion wieder Freiheit.

„Und nach den drei Tagen und einem halben kam der Geist des Lebens aus Gott in sie, und sie traten auf ihre Füße“. Dann hören sie: „Steiget hier herauf!“ Die Bibel, die man töten wollte, wurde erhöht wie nie zuvor. 1804 entstand in London die Britische Bibelgesellschaft, bald danach viele weitere. Die Bibel wurde in Hunderte Sprachen übersetzt und in alle Welt getragen.

„Und zur selben Stunde entstand ein großes Erdbeben, und der zehnte Teil der Stadt fiel“. Ein Erdbeben ist in der Prophetie oft ein Bild für eine grosse Umwälzung. Viele sehen darin die Französische Revolution selbst. Frankreich war eines der Reiche, in die das alte Rom zerfallen war, also einer von Teilen. Es fiel als erstes Land offen von der Kirche ab. Und die Übrigen „gaben dem Gott des Himmels die Ehre.“ Nach den Schrecken der Revolution kehrten viele zum Glauben zurück.

Die siebte Posaune

Die siebte Posaune ertönt: „Das Weltreich unsres Herrn und seines Gesalbten ist zustande gekommen, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit!“ Jetzt ist von keinem Drittel mehr die Rede. Es ist „die Zeit der Toten, daß sie gerichtet werden“, die Zeit, in der Gott seinen Knechten den Lohn gibt und „die verderbest, welche die Erde verderben“.

Und dann: „Und der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet, und die Lade seines Bundes wurde sichtbar in seinem Tempel.“ Die stand im Allerheiligsten, und in ihr lagen die Zehn Gebote. Viele verstehen: Seit 1844 ist der Blick auf das Allerheiligste im himmlischen Heiligtum gerichtet, auf den letzten Dienst Jesu und auf Gottes Gesetz.

Am Anfang der Siegelvision stand im Himmel eine Tür offen (Offb 4,1). Jetzt öffnet sich der Tempel ganz, bis ins Innerste. Wer Jesus vertraut, wird einmal in Gottes unmittelbarer Nähe leben: „Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen!“

Für dich

Die Bibel wurde unterdrückt, verbrannt, verspottet, und doch lebt sie. Du hältst sie heute in der Hand. Lies sie!

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