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Der Weg › Teil 5 › Die Offenbarung

Schritt 17 von 31 · Die Offenbarung

Das süsse und bittere Büchlein

Offenbarung 10,1–11

Ganze Bibel: Schritt 776 von 790

Hintergrund

Zwischen der sechsten und der siebten Posaune kommt wieder ein Trostbild, so wie zwischen dem sechsten und siebten Siegel. Es umfasst Kapitel 10 und 11. Während die Welt immer dunkler wird, schickt Gott ein Licht: ein geöffnetes Buch.

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Lies jetzt: Offenbarung 10,1–11

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2 Erklärung

Ein starker Engel

„Und ich sah einen andern starken Engel aus dem Himmel herabsteigen, bekleidet mit einer Wolke, und der Regenbogen [war] über seinem Haupte und sein Angesicht wie die Sonne und seine Füße wie Feuersäulen.“ So ähnlich sah Johannes Jesus im ersten Kapitel: „und sein Angesicht leuchtet wie die Sonne in ihrer Kraft.“ Viele sehen darum auch hier Christus.

Er setzt „seinen rechten Fuß auf das Meer, den linken aber auf die Erde“: Seine Botschaft gilt der ganzen Welt. Und er ruft, „wie ein Löwe brüllt“, der Löwe aus dem Stamm Juda.

Ein offenes Büchlein

In der Hand hält er „ein offenes Büchlein“. Daniel hatte den Auftrag bekommen, sein Buch „bis auf die Zeit des Endes“ zu versiegeln. Viele verstehen darum: Das offene Büchlein ist das Buch Daniel, dessen Zeitprophetien in der Endzeit verstanden werden.

Der Engel schwört „bei dem, der von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt, der den Himmel geschaffen hat und was darin ist, und die Erde und was darauf ist, und das Meer und was darin ist“. Das sind fast dieselben Worte wie im Sabbatgebot (2. Mose 20,11) und in der Botschaft des ersten Engels (Offb 14,7). Dann sagt er: „es wird keine Zeit mehr sein“. Nach den 2300 Abenden und Morgen, die 1844 endeten, nennt die Bibel keine prophetische Zeitangabe mehr.

Und: „in den Tagen der Stimme des siebenten Engels, wenn er posaunen wird, ist das Geheimnis Gottes vollendet“. Das Geheimnis Gottes ist sein Plan zur Rettung der Menschen. Mit der siebten Posaune ist er zu Ende geführt.

Süss im Mund, bitter im Bauch

Johannes soll das Büchlein essen. Ein Buch essen heisst: es ganz in sich aufnehmen, gründlich studieren, bis es ein Teil von einem selbst ist. Auch Hesekiel musste eine Rolle essen, „und es war in meinem Munde so süß wie Honig.“ Bei Johannes aber geht es weiter: „und es war in meinem Munde süß wie Honig. Als ich es aber verschlungen hatte, wurde es mir bitter im Leibe.“

Viele erkennen darin eine Erfahrung um das Jahr 1844. Tausende studierten Daniel und meinten, die Reinigung des Heiligtums bedeute die Wiederkunft Jesu. Die Botschaft war süss. Als Jesus am 22. Oktober 1844 nicht kam, war die Enttäuschung bitter. Beim weiteren Studium erkannten sie: Die Prophetie war richtig gerechnet, aber es ging um den Dienst Jesu im himmlischen Heiligtum (Hebr 9,24).

Ellen G. White

And though the believers could not explain their disappointment, they felt assured that God had led them in their past experience.
The Great Controversy, S. 391

Zusammenfassung: Und obwohl die Gläubigen ihre Enttäuschung nicht erklären konnten, waren sie gewiss, dass Gott sie in ihrer bisherigen Erfahrung geführt hatte.

Noch einmal weissagen

Doch die Geschichte endet nicht in der Enttäuschung. „Du sollst abermals weissagen über viele Völker und Nationen und Zungen und Könige.“ Die Botschaft muss noch einmal in die ganze Welt hinaus. Davon handeln die drei Engel in Kapitel 14. Damit Johannes dafür gut ausgerüstet ist, wird er im nächsten Kapitel in den Tempel Gottes geführt.

Für dich

Auch bittere Enttäuschungen können zu tieferem Verständnis führen. Gott lässt die nicht im Stich, die ihn ehrlich suchen.

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