2 Erklärung
Niemand wollte der Diener sein
Die Strassen waren staubig, und man ging in Sandalen. Darum wusch ein Diener den Gästen beim Eintreten die Füsse. An diesem Abend stand alles bereit, Krug, Becken und Tuch, aber kein Diener war da. Und keiner der Jünger wollte sich so tief herablassen. Lukas erzählt, dass sie an diesem Abend sogar stritten, wer von ihnen der Grösste sei (Lk 22,24).
Ellen G. White
The pitcher, the basin, and the towel were there, in readiness for the feet washing; but no servant was present, and it was the disciples’ part to perform it.Zusammenfassung: Krug, Becken und Tuch standen für die Fusswaschung bereit, doch kein Diener war da, und es wäre die Aufgabe der Jünger gewesen.
Der Herr als Diener
Da „steht er vom Mahle auf, legt seine Kleider ab, nimmt einen Schurz und umgürtet sich“. Der Sohn Gottes, dem der Vater „alles in die Hände gegeben“ hatte, kniet vor seinen Jüngern und wäscht ihnen die schmutzigen Füsse. Auch Judas, der ihn in wenigen Stunden verraten wird.
Petrus wehrt sich: „Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen!“ Jesus antwortet: „Werde ich dich nicht waschen, so hast du keine Gemeinschaft mit mir.“ Wer sich nicht von Jesus dienen und reinigen lässt, kann nicht zu ihm gehören.
Ellen G. White
One of the last acts of His life on earth was to gird Himself as a servant, and perform a servant’s part.Zusammenfassung: Eine der letzten Taten seines Lebens auf der Erde war, sich wie ein Diener zu gürten und die Arbeit eines Dieners zu tun.
Ein Vorbild
„Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr einander die Füße waschen.“ „Denn ein Vorbild habe ich euch gegeben, damit auch ihr tut, wie ich euch getan habe.“
Viele Christen feiern darum bis heute vor dem Abendmahl die Fusswaschung. Wer einem anderen die Füsse wäscht, legt Stolz und Streit ab. Es ist eine Erinnerung an die Taufe: Wer gebadet ist, muss nur noch die Füsse waschen (Joh 13,10). So braucht auch der, der Jesus gehört, immer wieder Reinigung von dem Staub, den der Alltag mit sich bringt.
Es war aber Nacht
Dann wird Jesus tief erschüttert: „einer unter euch wird mich verraten!“ Er reicht Judas einen Bissen, eine Geste der Freundschaft, eine letzte Einladung. Doch „nach dem Bissen, da fuhr der Satan in ihn“.
Judas steht auf und geht hinaus. Johannes schreibt nur: „Es war aber Nacht.“ Draussen war es dunkel. Aber noch dunkler war es im Herzen dessen, der das Licht der Welt verliess.
Für dich
Jesus wusch auch Judas die Füsse. Wem könntest du heute dienen, auch wenn er es vielleicht nicht verdient?