2 Erklärung
Der Herr war mit Josef
„Und der HERR war mit Joseph, und er hatte Glück“. Josef wird Verwalter im Haus Potiphars, eines hohen Beamten des Pharao.
Das war kein direktes Wunder. Josef war fleissig, sorgfältig und tatkräftig, und Gott segnete seine Arbeit. Gottes Segen und treue Arbeit gehören zusammen.
Ellen G. White
The marked prosperity which attended everything placed under Joseph’s care was not the result of a direct miracle; but his industry, care, and energy were crowned with the divine blessing.Zusammenfassung: Das auffällige Gelingen bei allem, was Josef anvertraut war, war kein direktes Wunder; vielmehr wurden sein Fleiss, seine Sorgfalt und seine Tatkraft mit Gottes Segen gekrönt.
Nein zur Versuchung
Potiphars Frau will Josef verführen, Tag für Tag. Josef antwortet: „Wie sollte ich nun ein solch großes Übel tun und wider Gott sündigen?“
Josefs erster Gedanke galt Gott. Er dachte nicht zuerst daran, ob es jemand merken würde, sondern daran, dass Gott es sieht. Sie fügt hinzu: Wenn wir uns immer bewusst wären, dass Gott alles sieht und hört, würden wir uns fürchten zu sündigen.
Ellen G. White
but Joseph’s first thought was of God.Zusammenfassung: Aber Josefs erster Gedanke galt Gott.
Ellen G. White
If we were to cherish an habitual impression that God sees and hears all that we do and say and keeps a faithful record of our words and actions, and that we must meet it all, we would fear to sin.Zusammenfassung: Wenn wir uns ständig bewusst wären, dass Gott alles sieht und hört, was wir tun und sagen, dass er treu darüber Buch führt und wir allem wieder begegnen werden, dann würden wir uns fürchten zu sündigen.
Die Lüge
Eines Tages ist niemand sonst im Haus. Da packt die Frau Josef an seinem Kleid und sagt wieder: „Schlaf bei mir!“ Josef diskutiert nicht mehr. Er reisst sich los, lässt das Kleid in ihrer Hand und rennt aus dem Haus.
Nun hat die Frau ein Problem: Sie wurde abgewiesen, und Josef weiss, was sie wollte. Aus verletztem Stolz wird Rache. Sie dreht die ganze Geschichte um. Sie ruft die Diener zusammen und zeigt ihnen das Kleid: Der Hebräer sei zu ihr gekommen, um mit ihr zu schlafen, aber sie habe laut geschrien, und da sei er geflohen (1. Mose 39,14–15). Das Kleid in ihrer Hand, mit dem Josef eigentlich geflohen war, wird nun zum scheinbaren Beweis gegen ihn.
Sie behält das Kleid bei sich, bis ihr Mann nach Hause kommt, und erzählt ihm dieselbe Lüge. Geschickt schiebt sie dabei auch Potiphar einen Teil der Schuld zu: „Der hebräische Knecht, den du uns gebracht hast“. Josef kann sich nicht wehren. Er ist ein Sklave, ein Fremder, und gegen das Wort der Herrin zählt seine Stimme nichts.
Unschuldig im Gefängnis
Potiphar wird zornig und wirft Josef ins Gefängnis, „dorthin, wo die Gefangenen des Königs lagen“. Dabei ist das eine milde Strafe. Hätte Potiphar seiner Frau wirklich geglaubt, hätte Josef sein Leben verloren. Doch Josefs ehrliches, anständiges Verhalten über all die Jahre sprach für ihn. Um aber den guten Ruf seines Hauses zu schützen, liess Potiphar ihn trotzdem fallen.
Josef hat das Richtige getan und wird dafür bestraft. Am Anfang ist es hart: „Sie zwangen seinen Fuß in einen Stock; seine Seele geriet in Fesseln“. Und doch: „Aber der HERR war mit Joseph“. Der Gefängnisaufseher merkt bald, dass man diesem Gefangenen vertrauen kann, und gibt ihm die Verantwortung für alle Gefangenen.
Josef grübelte nicht über das Unrecht, das ihm geschehen war. Er vergass sein eigenes Leid, indem er versuchte, das Leid anderer leichter zu machen. Und Gott bereitete ihn gerade dort, in der Schule des Leidens, auf seine grosse Aufgabe vor.
Ellen G. White
Had Potiphar believed his wife’s charge against Joseph, the young Hebrew would have lost his life; but the modesty and uprightness that had uniformly characterized his conduct were proof of his innocence; and yet, to save the reputation of his master’s house, he was abandoned to disgrace and bondage.Zusammenfassung: Hätte Potiphar der Anklage seiner Frau geglaubt, hätte der junge Hebräer sein Leben verloren. Doch Josefs Bescheidenheit und Ehrlichkeit bewiesen seine Unschuld. Trotzdem wurde er, um den Ruf des Hauses zu wahren, der Schande und Gefangenschaft preisgegeben.
Ellen G. White
He did not brood upon his own wrongs, but forgot his sorrow in trying to lighten the sorrows of others.Zusammenfassung: Er grübelte nicht über das Unrecht, das ihm angetan worden war, sondern vergass seinen Kummer, indem er versuchte, den Kummer anderer zu lindern.
Ellen G. White
God was preparing him in the school of affliction for greater usefulness, and he did not refuse the needful discipline.Zusammenfassung: Gott bereitete ihn in der Schule des Leidens auf eine grössere Aufgabe vor, und Josef wehrte sich nicht gegen diese nötige Erziehung.
Für dich
Josef dachte zuerst an Gott, nicht daran, ob es jemand merkt. Wie würde sich dein Tag verändern, wenn du dir bewusst wärst: Gott ist dabei?