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Der Weg › Teil 1 › Hiob: Leid und Vertrauen

Schritt 3 von 17 · Hiob: Leid und Vertrauen

Hiob klagt

Hiob 3

Ganze Bibel: Schritt 66 von 790

Hintergrund

Nach sieben Tagen Schweigen bricht es aus Hiob heraus. Hier beginnt der lange Mittelteil des Buches in Gedichtform. Hiob klagt, aber er sagt sich nicht von Gott los.

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2 Erklärung

So ist der Text aufgebaut

Verse 1 bis 10: Hiob verflucht den Tag seiner Geburt. Er wünscht, dieser Tag wäre nie gewesen.

Verse 11 bis 19: Er fragt, warum er nicht gleich bei der Geburt gestorben ist. Im Grab hätte er Ruhe gehabt.

Verse 20 bis 26: Er fragt, warum Gott einem Leidenden das Leben lässt. Seine grösste Angst ist eingetroffen.

Darf man so mit Gott reden?

Nach sieben Tagen bricht es aus Hiob heraus. Er verflucht den Tag seiner Geburt: „Verloren gehe der Tag, da ich geboren bin“. Er fragt: „Warum läßt er Lebensmüde noch die Sonne sehen“?

Wer das liest, erschrickt vielleicht: Darf ein gläubiger Mensch so reden?

Ja, die Bibel lässt Hiob ehrlich klagen. Hiob flucht nicht über Gott, er klagt vor Gott. Viele Psalmen sind genauso ehrliche Klagen. Gott hält unsere Tränen und Fragen aus.

Hiob ist damit nicht allein. Auch der Prophet Jeremia sagte in tiefer Not: „Verflucht sei der Tag, da ich geboren bin“. Und Elia setzte sich unter einen Strauch und wünschte sich den Tod: „Es ist genug! So nimm nun, HERR, meine Seele“. Gott hat keinen von ihnen verworfen. Er hat sie getröstet und ihnen neue Kraft gegeben.

Obwohl Hiob lebensmüde war, liess Gott ihn nicht sterben. Er zeigte ihm, dass es noch eine Zukunft gab.

Ellen G. White

But though weary of life, Job was not allowed to die.
Prophets and Kings, S. 163

Zusammenfassung: Doch obwohl Hiob lebensmüde war, durfte er nicht sterben.

Wenn die Angst wahr wird

Hiob sagt: „Denn was ich gefürchtet habe, das ist über mich gekommen“. Er kann nicht ruhen: „kaum habe ich mich erholt, so kommt ein neuer Sturm über mich“.

Wer selbst schwer gelitten hat, findet sich in diesen Worten wieder. Die Bibel versteht dich.

Für dich

Hiob hat Gott seinen Schmerz ehrlich gesagt. Was möchtest du Gott heute ehrlich sagen?

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BibeltextSchlachter 1951
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