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Der Weg › Teil 1 › Hiob: Leid und Vertrauen

Schritt 2 von 17 · Hiob: Leid und Vertrauen

Krank und allein

Hiob 2

Ganze Bibel: Schritt 65 von 789

Hintergrund

Im ersten Kapitel hat Hiob an einem einzigen Tag seinen Besitz und seine Kinder verloren. Und doch sündigte er nicht. Jetzt geht die Prüfung weiter: Satan darf Hiob selbst angreifen, aber nicht sein Leben nehmen.

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2 Erklärung

So ist der Text aufgebaut

Verse 1 bis 6: Wieder steht Satan vor Gott. Er behauptet, Hiob halte nur so lange fest, wie es nicht um seine eigene Haut gehe.

Verse 7 bis 10: Hiob wird am ganzen Körper mit bösen Geschwüren geschlagen. Seine Frau rät ihm, Gott abzusagen. Hiob bleibt treu.

Verse 11 bis 13: Drei Freunde kommen von weit her, um ihn zu trösten. Sie erkennen ihn kaum wieder und sitzen sieben Tage schweigend bei ihm.

Die zweite Anklage

Gott sagt zu Satan: „noch hält er fest an seiner Vollkommenheit, obschon du mich gereizt hast, ihn ohne Ursache zu verderben“. Gott selbst sagt: Hiob leidet «ohne Ursache». Sein Leid ist keine Strafe.

Satan gibt nicht auf: „Haut für Haut; und alles, was der Mensch hat, gibt er für sein Leben“. Gott erlaubt ihm, Hiobs Körper anzutasten, aber: „nur schone seines Lebens!“ Hiob wird mit bösen Geschwüren geschlagen, von der Fusssohle bis zum Scheitel. So kam es, „daß Hiob eine Scherbe nahm, um sich damit zu kratzen, und sich in den Aschenhaufen setzte“.

Der Aschenhaufen lag ausserhalb der Siedlung. Dort wurden Abfälle verbrannt, und dorthin gingen Ausgestossene und Trauernde. Der reichste Mann des Ostens (Hiob 1,3) sitzt jetzt dort, wo niemand sein will.

Hiobs Frau

Seine Frau sagt: „Sage dich los von Gott und stirb!“ Wir dürfen nicht vergessen: Auch sie hat zehn Kinder verloren. Ihr Schmerz ist riesig.

Hiob antwortet: „Haben wir Gutes empfangen von Gott, sollten wir das Böse nicht auch annehmen?“ Er versteht nicht, was geschieht, aber er hält an Gott fest.

Freunde, die schweigen

Drei Freunde kommen: Eliphas, Bildad und Zophar. Sie hatten sich verabredet, um ihn zu trösten. Von weitem erkennen sie ihn nicht mehr, so entstellt ist er. Sie weinen laut, zerreissen ihre Kleider und werfen Staub in die Luft, so wie man damals tiefe Trauer zeigte (Hiob 2,12). Dann setzen sie sich sieben Tage und Nächte zu ihm auf die Erde. „und keiner redete ein Wort zu ihm; denn sie sahen, daß der Schmerz sehr groß war“.

Das war das Beste, was die Freunde getan haben. Manchmal hilft man einem leidenden Menschen am meisten, wenn man einfach da ist und schweigt.

Für dich

Die Freunde sassen sieben Tage schweigend bei Hiob. Wer in deiner Nähe braucht gerade nicht deine Worte, sondern deine Gegenwart?

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BibeltextSchlachter 1951
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