2 Erklärung
Ein Mann, der Gott fürchtete
Hiob war „ein ganzer und gerader Mann, der Gott fürchtete und vom Bösen wich“. Er war sehr reich, aber sein Herz hing an Gott. Für seine Kinder brachte er regelmässig Opfer, für den Fall, dass sie in ihrem Herzen gesündigt hatten (Hiob 1,5). Er war der Priester seiner Familie.
Ellen G. White
the shepherd of Midian recorded those words of God to JobZusammenfassung: Der Hirte in Midian (Mose) schrieb jene Worte Gottes an Hiob auf.
Ein Blick hinter den Vorhang
Jetzt zeigt uns die Bibel etwas, das Hiob selbst nie gesehen hat: eine Versammlung im Himmel. „Es begab sich aber eines Tages, da die Söhne Gottes vor den HERRN zu treten pflegten, daß auch der Satan unter ihnen kam“.
Satan heisst «der Ankläger» oder «der Widersacher». Gott fragt ihn: „Hast du meinen Knecht Hiob beachtet?“ Und Satan klagt an: „Ist Hiob umsonst gottesfürchtig?“ Er behauptet: Hiob liebt dich nur, weil du ihn beschützt und reich gemacht hast. Nimm ihm alles weg, dann wird er dich verlassen.
Ellen G. White erklärt, worum es hier wirklich geht: Selbstlosigkeit ist das Grundgesetz von Gottes Reich, und genau das hasst Satan. Seit Beginn des grossen Kampfes versucht er zu beweisen, dass Gott selbstsüchtig handelt und dass auch die Menschen ihm nur aus Eigennutz dienen. Hiobs Leben ist ein Beispiel für diesen Kampf.
Ellen G. White
Unselfishness, the principle of God’s kingdom, is the principle that Satan hates; its very existence he denies.Zusammenfassung: Selbstlosigkeit, das Grundgesetz von Gottes Reich, ist das Prinzip, das Satan hasst; er bestreitet sogar, dass es sie überhaupt gibt.
Ellen G. White
From the beginning of the great controversy he has endeavored to prove God’s principles of action to be selfishZusammenfassung: Seit Beginn des grossen Kampfes versucht er zu beweisen, dass Gottes Handeln selbstsüchtig sei.
Ellen G. White
Very early in the history of the world is given the life record of one over whom this controversy of Satan’s was waged.Zusammenfassung: Sehr früh in der Geschichte der Welt wird das Leben eines Mannes erzählt, um den dieser Kampf Satans geführt wurde.
Wie kam Satan in diese Versammlung?
Falls du dich fragst: Wurde Satan nicht aus dem Himmel geworfen? Das stimmt. Als er sich gegen Gott auflehnte, wurde er aus dem Himmel verstossen: „geworfen wurde er auf die Erde, und seine Engel wurden mit ihm geworfen“. Gebunden wird er erst viel später, am Ende der Zeit, für tausend Jahre (Offb 20,2–3). Zur Zeit Hiobs war er also frei und auf der Erde unterwegs. Das sagt er selbst: „Ich habe das Land durchstreift und bin darin umhergegangen.“
Warum durfte er trotzdem vor Gott erscheinen? Als Adam sündigte, verlor er die Herrschaft über die Erde, die Gott ihm gegeben hatte, und Satan nahm sie an sich. Darum nennt Jesus ihn den „Fürst dieser Welt“, und Satan selbst behauptet bei der Versuchung Jesu, alle Reiche der Welt seien ihm übergeben (Lk 4,6). Wer die «Söhne Gottes» in dieser Versammlung genau sind, sagt die Bibel nicht. Viele verstehen sie als Vertreter der Welten, die Gott geschaffen hat. Adam wird im Stammbaum Jesu einmal «Gottes» Sohn genannt (Lk 3,38). Satan trat nun auf, als wäre er an Adams Stelle der Vertreter der Erde.
Das war nicht nur bei Hiob so. Der Prophet Sacharja sieht Satan, wie er vor dem Engel des HERRN steht, „um ihn anzuklagen“, nämlich den Hohenpriester Josua. Satan durfte damals noch vor Gott als Ankläger auftreten. Damit war es erst vorbei, als Jesus am Kreuz starb. Da heisst es im Himmel: „gestürzt wurde der Verkläger unsrer Brüder, der sie vor unsrem Gott verklagte Tag und Nacht“.
Am Kreuz zeigte Satan, wer er wirklich ist: ein Mörder, der sogar den Sohn Gottes umbrachte. Von da an konnte er die Gläubigen nicht mehr vor den Engeln anklagen. Die letzte Verbindung zwischen Satan und den Bewohnern des Himmels war zerrissen.
Ellen G. White
He had usurped that dominion over the earth which had been originally given to Adam.Zusammenfassung: Er hatte sich die Herrschaft über die Erde angeeignet, die ursprünglich Adam gegeben worden war.
Ellen G. White
he could no longer await the angels as they came from the heavenly courts, and before them accuse Christ’s brethrenZusammenfassung: Er konnte nicht mehr auf die Engel warten, wenn sie aus dem Himmel kamen, und vor ihnen die Brüder Christi anklagen.
Ellen G. White
The last link of sympathy between Satan and the heavenly world was broken.Zusammenfassung: Die letzte Verbindung der Sympathie zwischen Satan und der himmlischen Welt war zerrissen.
Muss Gott Satan etwas beweisen?
Wer das liest, findet es vielleicht seltsam: Warum lässt sich Gott überhaupt auf Satan ein? Muss der allmächtige Gott ihm etwas beweisen?
Nein, Gott muss Satan nichts beweisen. Es geht um alle, die zuschauen. Satan hatte Gott vor dem ganzen Himmel verleumdet: Gott sei ungerecht, selbstsüchtig, und niemand diene ihm freiwillig. Die Engel und alle anderen Geschöpfe hörten diese Anklagen. Paulus schreibt, dass auch die Gläubigen „ein Schauspiel geworden der Welt, sowohl Engeln als Menschen“ sind. Der ganze Himmel schaut zu, wie sich der grosse Kampf auf der Erde entscheidet.
Gott hätte Satan sofort vernichten können, so leicht, wie man einen Kieselstein zu Boden wirft. Aber dann hätten ihm manche aus Angst gedient und nicht aus Liebe. Und Liebe kann man nicht erzwingen. Darum wählt Gott einen anderen Weg: Er lässt die Wahrheit ans Licht kommen. Satan soll vor allen zeigen, was in ihm steckt, und so entlarvt er sich selbst.
Bei Hiob behauptet Satan: Niemand liebt Gott ohne Gegenleistung. Gott vertraut Hiob so sehr, dass er die Antwort auf diese Anklage in Hiobs Hände legt. Aber er setzt Satan eine klare Grenze und lässt Hiob nie allein. Am Ende ist Satans Lüge widerlegt, und Hiob ist reicher als vorher, nicht nur an Herden, sondern an Gotteserkenntnis (Hiob 42,5).
Ellen G. White
God could have destroyed Satan and his sympathizers as easily as one can cast a pebble to the earth; but He did not do this.Zusammenfassung: Gott hätte Satan und seine Anhänger so leicht vernichten können, wie man einen Kieselstein zu Boden wirft; aber er tat es nicht.
Ellen G. White
Rebellion was not to be overcome by force.Zusammenfassung: Die Auflehnung sollte nicht durch Gewalt überwunden werden.
Ellen G. White
Had he been immediately blotted out of existence, some would have served God from fear rather than from love.Zusammenfassung: Wäre er sofort vernichtet worden, hätten manche Gott aus Furcht statt aus Liebe gedient.
Wer schickt das Unglück?
Wer das liest, fragt sich vielleicht: Gibt Gott Satan einfach die Erlaubnis, Hiob zu quälen? Ist Gott also schuld?
Das Unglück kommt von Satan, nicht von Gott. Gott erlaubt es, aber er setzt eine klare Grenze: „nur nach ihm selbst strecke deine Hand nicht aus!“ Und er erlaubt es, weil die Frage, die Satan gestellt hat, vor dem ganzen Himmel beantwortet werden muss: Kann ein Mensch Gott lieben, nicht wegen seiner Gaben, sondern weil er Gott ist?
Ellen G. White beschreibt, wie schnell Satan zuschlug: Herden, Knechte, Häuser und Kinder wurden in einem Augenblick weggerissen, ein Unglück nach dem anderen. Und sie erklärt: Es ist Gott, der seine Geschöpfe beschützt und vor der Macht des Zerstörers bewahrt. Was Satan hier «Zaun» nennt (Hiob 1,10), ist Gottes Schutz, den er auch um uns legt.
Ellen G. White
When he was suffered to afflict Job, how quickly flocks and herds, servants, houses, children, were swept away, one trouble succeeding another as in a moment.Zusammenfassung: Als ihm erlaubt wurde, Hiob zu plagen, wie schnell wurden Herden, Knechte, Häuser und Kinder weggerafft, ein Unglück folgte dem anderen wie in einem Augenblick.
Ellen G. White
It is God that shields His creatures and hedges them in from the power of the destroyer.Zusammenfassung: Es ist Gott, der seine Geschöpfe beschützt und sie vor der Macht des Zerstörers umzäunt.
Der Name des HERRN sei gelobt
Hiob verliert an einem Tag alles, sogar seine zehn Kinder. Er zerreisst sein Kleid, fällt zur Erde und betet an: „der HERR hat gegeben, der HERR hat genommen, der Name des HERRN sei gelobt!“
„Bei alledem sündigte Hiob nicht“. Satans Anklage war falsch.
Für dich
Satan behauptet, wir würden Gott nur lieben, solange es uns gut geht. Was antwortet dein Leben auf diese Frage?