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Der Weg › Teil 1 › Hiob: Leid und Vertrauen

Schritt 13 von 17 · Hiob: Leid und Vertrauen

Hiobs Rückblick

Hiob 29–31

Ganze Bibel: Schritt 76 von 792

Hintergrund

Das ist Hiobs letzte grosse Rede. Die Freunde schweigen. Hiob schaut zurück auf sein früheres Leben, beschreibt seine jetzige Not und legt zum Schluss eine Art Eid ab, dass er unschuldig ist.

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Lies jetzt: Hiob 29–31

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2 Erklärung

So ist der Text aufgebaut

Kapitel 29: Früher: Hiob erinnert sich an die Zeit, als Gott über ihm wachte. Er war geachtet, half den Armen, den Witwen und Waisen und war „des Blinden Auge und des Lahmen Fuß“.

Kapitel 30: Heute: Junge Leute, deren Väter er nicht einmal bei seinen Hunden haben wollte, verspotten ihn. Er hat Schmerzen bei Tag und bei Nacht und schreit zu Gott.

Kapitel 31: Der Eid: Hiob geht Bereich für Bereich durch: Ehe, Umgang mit Dienern, Hilfe für Arme, Geld, Götzendienst. Wenn er da gesündigt habe, solle ihn die Strafe treffen. Dann wartet er auf Gottes Antwort.

Wie es früher war

Hiob erinnert sich an die Zeit, als Gott ihn behütete und er „vertrauten Umgang mit Gott bei meinem Zelte pflog“. Damals war er hoch geachtet. Wenn er „zum Tore ging, zur Stadt hinauf“, standen sogar die alten Männer auf. Damals half er allen: „Ich war des Blinden Auge und des Lahmen Fuß. Ich war des Armen Vater“.

Hiob ist ein Bild für einen wirklich erfolgreichen Menschen: einer, den Himmel und Erde gern ehrten, weil er seinen Reichtum zum Segen für andere einsetzte.

Wissenswert: Im Stadttor

Das Stadttor war in alter Zeit viel mehr als ein Eingang. Es war ein dicker Bau mit Kammern links und rechts des Durchgangs. Dort sassen die Ältesten der Stadt, dort wurde Handel getrieben, Recht gesprochen und Neuigkeiten ausgetauscht. Auch Boas regelte später seine Heirat mit Rut im Stadttor (Rut 4,1).

In Israel hat man solche Tore ausgegraben, zum Beispiel in . Wenn Hiob sagt, er habe im Tor seinen Sitz gehabt, heisst das: Er gehörte zu den Richtern und Ratgebern der Stadt.

Wie es jetzt ist

Jetzt spotten sogar junge Leute über ihn. Und vor Gott klagt er: „Ich schreie zu dir, und du antwortest mir nicht“.

Ein reines Leben

In Kapitel 31 zählt Hiob auf, wie er gelebt hat. Er war treu in Gedanken: „Einen Bund hatte ich geschlossen mit meinen Augen“. Er war gastfreundlich: „ich öffnete meine Tür dem Wandersmann“. Er hat Knechte gerecht behandelt, Armen geholfen und nicht auf Gold vertraut.

Dieses Kapitel ist wie ein Spiegel für unser eigenes Leben. Hiob zeigt: Echter Glaube zeigt sich im Alltag, in den Augen, im Herzen und in den Händen.

Für dich

„Ich war des Blinden Auge und des Lahmen Fuß.“ Für wen könntest du heute Augen oder Füsse sein?

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BibeltextSchlachter 1951
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