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Der Weg › Teil 1 › Hiob: Leid und Vertrauen

Schritt 11 von 17 · Hiob: Leid und Vertrauen

Wie Gold geläutert

Hiob 23–24

Ganze Bibel: Schritt 74 von 792

Hintergrund

Hiob antwortet Eliphas. Auf die Vorwürfe geht er kaum ein, er weiss ja, dass sie nicht stimmen. Er spricht von dem, was ihn wirklich bedrückt: Er möchte mit Gott selbst reden, doch Gott schweigt.

In Kapitel 24 schaut Hiob über sein eigenes Leid hinaus auf das Unrecht in der ganzen Welt. Damit zeigt er: Die Lehre der Freunde stimmt nicht. Vielen Bösen geht es gut, und viele Arme leiden, ohne schuld zu sein.

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2 Erklärung

So ist der Text aufgebaut

Kapitel 23, Verse 2 bis 7: Hiob wünscht sich, vor Gottes Thron zu treten und ihm seine Sache vorzulegen wie vor einem Richter. Er ist sicher, dass Gott ihn anhören würde.

Verse 8 bis 12: Doch er findet Gott nirgends. Trotzdem hält er an Gottes Weg fest und bewahrt seine Worte im Herzen.

Verse 13 bis 17: Hiob erschrickt vor Gottes Grösse. Gott tut, was er will, und niemand kann ihn davon abbringen.

Kapitel 24, Verse 1 bis 12: Hiob beschreibt die Armen, denen man alles nimmt. Sie suchen ihr Essen in der Wildnis, frieren nachts ohne Decke und müssen für andere tragen und Öl pressen und die treten, während sie selbst hungern und dürsten.

Verse 13 bis 17: Dann beschreibt er Menschen, die das Licht hassen: Mörder, Diebe und Ehebrecher, die im Dunkeln handeln, weil sie meinen, niemand sehe sie.

Verse 18 bis 25: Am Ende, sagt Hiob, trifft auch sie der Tod. Doch oft lässt Gott sie lange gewähren. Mit der letzten Frage fordert er die Freunde heraus: Wer kann beweisen, dass ich unrecht habe?

Gott scheint fern

Hiob sucht Gott: „O daß ich wüßte, wo ich Ihn fände!“ Er sucht im Osten und im Westen, im Norden und im Süden und findet ihn nicht (Hiob 23,8–9).

Aber dann: „Er aber kennt meinen Weg; er prüfe mich, so werde ich wie Gold hervorgehen!“ Hiob sieht Gott nicht, aber er vertraut, dass Gott ihn sieht.

. Man schmilzt es in grosser Hitze, und alles Fremde steigt nach oben und kann abgeschöpft werden. Das Feuer zerstört das Gold nicht, es entfernt nur, was nicht dazugehört. So wie Hiob geglaubt hatte, so geschah es. Durch seine Geduld zeigte er, wer er wirklich war, und damit auch, wer Gott ist, den er vertrat.

Ellen G. White

By his patient endurance he vindicated his own character, and thus the character of Him whose representative he was.
Education, S. 156

Zusammenfassung: Durch sein geduldiges Ausharren rechtfertigte er seinen eigenen Charakter und damit den Charakter dessen, den er vertrat.

Wo bleibt Gottes Gericht?

Hiob nennt Beispiele: „Man verrückt Marksteine, raubt Herden und weidet sie. Den Esel der Waislein treibt man fort und pfändet der Witwe Kuh.“ Marksteine waren die Grenzsteine der Felder. Wer sie heimlich versetzte, stahl Land.

Hiob fragt, warum Gott nicht feste Gerichtstage bestimmt, an denen alle das sehen (Hiob 24,1). Die Bibel gibt später die Antwort: Gott hat einen Tag festgesetzt, an dem er die Welt richten wird (Apg 17,31). Bis dahin hat er Geduld, weil er will, dass alle zur Umkehr finden (2 Petr 3,9).

Für dich

„Er aber kennt meinen Weg.“ Auch wenn du Gott gerade nicht spürst: Was würde es bedeuten, darauf zu vertrauen, dass er dich sieht?

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