BibelverstehenGebet

Der Weg › Teil 3 › Jesus in Galiläa

Schritt 1 von 34 · Jesus in Galiläa

Der grosse Fischzug

Lukas 5,1–16

Ganze Bibel: Schritt 470 von 789

Hintergrund

Mit dieser Etappe beginnt die Zeit, in der Jesus vor allem in Galiläa wirkte, rund um den See Genezareth. Es war die fröhlichste Zeit seines Dienstes. Tausende kamen, um ihn zu hören, und überall heilte er Kranke.

Lukas erzählt hier genauer, wie Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes am See gerufen wurden. Matthäus und Markus berichten es kürzer (Mt 4,18–22).

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Lies jetzt: Lukas 5,1–16

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2 Erklärung

Eine Nacht ohne Fang

Die Menge drängt sich so sehr um Jesus, dass er in das Boot von Simon steigt und vom Wasser aus lehrt. Die Fischer waren müde. Sie „waren ausgestiegen und wuschen die Netze“ nach einer erfolglosen Nacht. Auf dem See fischte man nachts, weil die Fische tagsüber in die Tiefe gehen.

Dann sagt Jesus etwas, das jedem Fischer unsinnig vorkommen musste: Fahrt am hellen Tag hinaus und werft die Netze aus. Simon hätte widersprechen können. Er sagt: „Meister, wir haben die ganze Nacht hindurch gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen!“

Ellen G. White

After toiling all night without success, it seemed hopeless to cast the net by day; but Jesus had given the command, and love for their Master moved the disciples to obey.
The Desire of Ages, S. 246

Zusammenfassung: Nach einer erfolglosen Nacht schien es aussichtslos, das Netz am Tag auszuwerfen. Doch Jesus hatte es befohlen, und die Liebe zu ihrem Meister bewog die Jünger zu gehorchen.

Ich bin ein sündiger Mensch

Die Netze füllen sich so sehr, dass sie reissen und beide Boote fast sinken. Da fällt Simon vor Jesus auf die Knie: „Herr, gehe von mir hinaus; denn ich bin ein sündiger Mensch!“ In diesem Moment erkennt er, wer da in seinem Boot sitzt. Vor der Heiligkeit Gottes sieht er auf einmal seine eigene Unreinheit.

So war es auch Jesaja ergangen, als er Gott im Tempel sah: „Wehe mir, ich vergehe!“ Doch Jesus schickt Simon nicht weg. Er sagt: „Fürchte dich nicht; von nun an sollst du Menschen fangen!“ Wer seine Unwürdigkeit erkennt, den kann Gott gebrauchen.

Ellen G. White

Peter exclaimed, “Depart from me; for I am a sinful man;” yet he clung to the feet of Jesus, feeling that he could not be parted from Him.
The Desire of Ages, S. 246

Zusammenfassung: Petrus rief: «Geh von mir hinaus, denn ich bin ein sündiger Mensch», und doch klammerte er sich an die Füsse Jesu, weil er spürte, dass er sich nicht von ihm trennen konnte.

Ellen G. White

It was after Isaiah had beheld the holiness of God and his own unworthiness that he was entrusted with the divine message.
The Desire of Ages, S. 246

Zusammenfassung: Erst nachdem Jesaja die Heiligkeit Gottes und seine eigene Unwürdigkeit gesehen hatte, wurde ihm die göttliche Botschaft anvertraut.

Sie verliessen alles

Gerade jetzt, beim grössten Fang ihres Lebens, lassen die Fischer alles zurück: „Und sie brachten die Schiffe ans Land, verließen alles und folgten ihm nach.“ Jesus hatte ihnen gezeigt, dass er für sie sorgen kann. Wer so etwas erlebt hat, kann sich ihm anvertrauen.

Danach erzählt Lukas von der Heilung eines Aussätzigen, die du schon bei Markus gelesen hast. Lukas, der Arzt, betont, der Mann war „voll Aussatz“, also schwer krank. Und er schreibt, wie Jesus sich nach solchen Tagen zurückzog: „Er aber hielt sich zurückgezogen an einsamen Orten und betete.“

Für dich

Manchmal verlangt Gott etwas, das uns unvernünftig vorkommt. «Auf dein Wort» ist die Antwort des Glaubens. Wer es wagt, erlebt, dass Gott mehr schenkt, als man erwartet hat.

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