2 Erklärung
Weder Tau noch Regen
Elia steht vor Ahab: „So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dessen Angesicht ich stehe, es soll diese Jahre weder Tau noch Regen fallen, es sei denn, daß ich es sage!“
Ellen G. White erklärt, warum gerade Dürre: Die Baalsanbeter behaupteten, Tau und Regen kämen nicht von Gott, sondern von Baal. Nun sollte Israel sehen, wie töricht es war, für Regen und Ernte auf Baal zu vertrauen. Und sie schreibt: Nur durch starken Glauben an Gottes Wort konnte Elia diese Botschaft überbringen. Auf dem Weg sah er überall Bäche und grüne Hügel.
Ellen G. White
The apostate tribes of Israel were to be shown the folly of trusting to the power of Baal for temporal blessings.Zusammenfassung: Den abtrünnigen Stämmen Israels sollte gezeigt werden, wie töricht es war, für irdischen Segen auf die Macht Baals zu vertrauen.
Ellen G. White
It was only by the exercise of strong faith in the unfailing power of God’s word that Elijah delivered his message.Zusammenfassung: Nur durch starken Glauben an die unfehlbare Kraft von Gottes Wort konnte Elia seine Botschaft überbringen.
Wissenswert: Baal, der Wettergott
In alten Texten aus der Stadt Ugarit (im heutigen Syrien), die Archäologen ab 1929 fanden, wird Baal als Gott des Sturms, des Regens und der Fruchtbarkeit beschrieben. Er «reitet auf den Wolken» und schickt den Regen. Wenn Baal stirbt, so erzählen die Mythen, wird das Land dürr.
Darum ist die Dürre in Elias Zeit wie eine Herausforderung direkt an Baal: Wenn er wirklich der Regengott ist, soll er es zeigen.
Raben bringen Brot
Gott versteckt Elia am Bach Krit: „und ich habe den Raben geboten, daß sie dich daselbst versorgen“. „Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch am Morgen und am Abend“.
Raben galten im Gesetz als unreine Vögel (3. Mose 11,15), und sie sind dafür bekannt, Futter für sich zu verstecken. Gerade sie gebraucht Gott, um seinen Propheten zu versorgen.
Mehl und Öl gehen nicht aus
Dann schickt Gott Elia nach Sarepta, ins Land Isebels. Eine Witwe sammelt Holz für ihre letzte Mahlzeit: „daß wir es essen und darnach sterben“. Elia sagt: „Fürchte dich nicht!“ Mach mir zuerst ein kleines Brot.
Diese Frau war keine Israelitin, aber sie glaubte an den wahren Gott. Keine grössere Glaubensprüfung hätte man von ihr verlangen können. Sie gab. Und „Das Mehlfaß ward nicht leer, und das Öl im Kruge mangelte nicht“.
Als ihr Sohn stirbt, betet Elia, und Gott schenkt dem Kind das Leben zurück. Die Frau sagt: „Nun erkenne ich, daß du ein Mann Gottes bist und daß das Wort des HERRN in deinem Munde Wahrheit ist!“ Jesus erinnert später an sie (Lk 4,25–26).
Ellen G. White
This woman was not an Israelite.Zusammenfassung: Diese Frau war keine Israelitin.
Ellen G. White
No greater test of faith than this could have been required.Zusammenfassung: Keine grössere Glaubensprüfung als diese hätte verlangt werden können.
Wissenswert: Der Bach Krit
Gott schickt Elia „am Bache Krit, der gegen den Jordan fließt“. Wo genau dieser Bach lag, weiss man nicht sicher. Eine alte Überlieferung verbindet ihn mit dem Wadi Kelt, einer tiefen zwischen Jerusalem und Jericho. Dort klebt bis heute ein Kloster an der Felswand, das an Elia erinnert.
In solchen Schluchten fliesst nur nach dem Winterregen Wasser. In der Dürre trocknet ein solcher Bach nach und nach aus, genau wie die Bibel erzählt (1. Kön 17,7). Elia sah jeden Tag, wie das Wasser weniger wurde, und musste trotzdem warten, bis Gott ihn weiterschickte.
Für dich
Die Witwe gab zuerst, bevor sie sah, dass es reicht. Wo lädt Gott dich ein, zuerst zu geben und ihm zu vertrauen?