2 Erklärung
Keine Schuld zu finden
Die anderen Beamten sind neidisch. Sie suchen einen Fehler, „aber sie konnten keine Schuld noch irgend etwas Nachteiliges finden, weil er ganz treu“ war. Darum sagen sie: „Wir werden gegen diesen Daniel keinen Anklagegrund finden, es sei denn in seinem Gottesdienst!“
Sie bringen den König dazu, ein Gesetz zu unterschreiben: 30 Tage lang darf niemand zu einem Gott oder Menschen beten ausser zum König, „damit es unabänderlich sei wie das Gesetz der Meder und Perser, welches unwiderruflich ist“. Ein Gesetz, das nicht einmal der König aufheben kann, als ob es unfehlbar wäre.
Bei offenem Fenster
Daniel weiss Bescheid, und doch: „er fiel des Tages dreimal auf die Knie nieder, betete und dankte vor seinem Gott, ganz wie er vordem zu tun pflegte“. Zwei Dinge trugen ihn: Er vertraute Gott ganz, und Gott hatte den ersten Platz in seinem Leben.
Ellen G. White fragt: Warum sollte er jetzt aufhören zu beten, gerade jetzt, wo er es am meisten brauchte? Und sie erklärt: Wo der König das Recht hatte zu befehlen, gehorchte Daniel. Aber weder der König noch sein Erlass konnte ihn von der Treue zum König aller Könige abbringen.
Ellen G. White
Why should he cease to pray now, when he most needed to pray?Zusammenfassung: Warum sollte er jetzt aufhören zu beten, wo er das Gebet am meisten brauchte?
Ellen G. White
In all cases where the king had a right to command, Daniel would obey; but neither the king nor his decree could make him swerve from allegiance to the King of kings.Zusammenfassung: In allem, wo der König zu befehlen hatte, gehorchte Daniel; aber weder der König noch sein Erlass konnten ihn von der Treue zum König der Könige abbringen.
Eine Nacht, zwei Männer
Daniel wird zu den Löwen geworfen, ein Stein wird auf die Öffnung gelegt und versiegelt (Dan 6,17). Dieselbe Nacht erleben zwei Männer ganz verschieden: Daniel liegt bei den Löwen mit gutem Gewissen und Gottvertrauen. Der König liegt in seinem Palast, „und der Schlaf floh ihn“.
Am Morgen ruft Daniel aus der Grube: „Mein Gott hat seinen Engel gesandt und der Löwen Rachen verschlossen“. „fand sich kein Schaden an ihm; denn er hatte seinem Gott vertraut“.
Gott hinderte Daniels Feinde nicht daran, ihn in die Löwengrube zu werfen. Er liess es zu, damit die Rettung umso deutlicher würde. Daniel in der Löwengrube war derselbe Daniel, der als oberster Minister vor dem König stand.
Ellen G. White
God did not prevent Daniel’s enemies from casting him into the lions’ denZusammenfassung: Gott hinderte Daniels Feinde nicht daran, ihn in die Löwengrube zu werfen.
Ellen G. White
Daniel in the lions’ den was the same Daniel who stood before the king as chief among the ministers of state and as a prophet of the Most High.Zusammenfassung: Daniel in der Löwengrube war derselbe Daniel, der als Erster unter den Staatsministern und als Prophet des Höchsten vor dem König stand.
Wichtig für die Offenbarung
Wie in Kapitel 3 gibt es ein Gesetz, das falsche Anbetung erzwingen will, mit Todesstrafe. Offenbarung 13 beschreibt dasselbe für die letzte Zeit (Offb 13,15–17). Daniel erlebte seine schwerste Prüfung am Ende seines Lebens, so wie die letzte Generation vor Jesu Wiederkunft ihre schwerste Prüfung am Ende der Zeit erlebt (Dan 12,1).
Über Daniel heisst es: Man fand „keine Schuld“ an ihm. Über Gottes Volk am Ende sagt die Offenbarung: „und in ihrem Munde ist kein Betrug gefunden worden; sie sind unsträflich“. „Hier ist die Standhaftigkeit der Heiligen, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren.“
Für dich
Daniels Feinde fanden nur eine „Schwäche“: seine Treue zu Gott. Hast du eine feste Zeit, in der du mit Gott sprichst, egal was kommt?