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Der Weg › Teil 2 › Daniel

Schritt 4 von 12 · Daniel

Der stolze König wird demütig

Daniel 4

Ganze Bibel: Schritt 400 von 789

Hintergrund

Dieses Kapitel ist etwas Besonderes: Nebukadnezar hat es selbst geschrieben, als Brief an alle Völker. Ein heidnischer König erzählt, wie Gott ihn veränderte. Er war damals etwa 60 Jahre alt, Daniel stand schon rund 35 Jahre in seinem Dienst. 35 Jahre lang gab Gott diesen König nicht auf.

Der Brief beginnt fast wie ein Brief von Paulus mit einem Friedensgruss (Dan 3,31). Paulus und Nebukadnezar haben vieles gemeinsam: hohe Stellung und Bildung, voller Einsatz für ihr Ziel, Verfolger von Gottes Volk, und eine Bekehrung durch ein besonderes Erlebnis.

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2 Erklärung

Der grosse Baum

Nebukadnezar träumt von einem riesigen Baum, der bis zum Himmel reicht. Er gibt allen Schatten und Frucht. Dann ruft ein heiliger Wächter vom Himmel: „Hauet den Baum um und schlaget seine Äste weg“. Nur der Wurzelstock bleibt, und sieben Zeiten sollen über ihn hingehen. Die Sieben steht für eine Zeit, die Gott bis zum Ziel führt.

Daniel erklärt mit Schrecken: Der Baum bist du. Und er rät dem König liebevoll: „brich mit deinen Sünden durch Gerechtigkeit und mit deinen Missetaten durch Erbarmen gegen die Armen“. Gott warnt, bevor er straft, und gibt ein ganzes Jahr Zeit.

Ist das nicht die grosse Babel?

Ein Jahr später geht der König auf dem Dach seines Palastes und sagt: „«Ist das nicht die große Babel, die ich mir erbaut habe zur königlichen Residenz, kraft meines Reichtums und zu Ehren meiner Majestät?»“

In einem Augenblick wurde ihm der Verstand genommen, den Gott ihm gegeben hatte. Sieben Jahre lang lebte er wie ein Tier auf dem Feld. Ärzte kennen eine seltene Krankheit, bei der sich ein Mensch für ein Tier hält.

Ellen G. White

In a moment the reason that God had given him was taken away
Prophets and Kings, S. 520

Zusammenfassung: In einem Augenblick wurde ihm der Verstand genommen, den Gott ihm gegeben hatte.

Wissenswert: Ziegel mit seinem Namen

Archäologen haben in Babylon Millionen von gefunden, in die der Name Nebukadnezars gestempelt ist. Inschriften zeigen, wie stolz er auf seine Bauten war: Stadtmauern, Paläste, Tempel und das berühmte blaue , das heute im Pergamonmuseum in Berlin steht. Das passt genau zu seinem Satz in Daniel 4,30.

Eine babylonische Inschrift über sieben Jahre Krankheit Nebukadnezars kennt man bisher nicht. Das ist nicht überraschend, denn Könige liessen selten über ihre Schwächen schreiben.

Ein neuer Mensch

Wie einfach Gottes Weg zur Rettung ist, zeigt ein einziger Satz: „hob ich, Nebukadnezar, meine Augen zum Himmel empor, und mein Verstand kehrte zu mir zurück. Da lobte ich den Höchsten“. Ein Blick nach oben (Jes 45,22).

Seine letzten Worte in der Bibel: „wer aber stolz einhergeht, den kann er demütigen!“ Ellen G. White schreibt: Der einst stolze König war ein demütiges Kind Gottes geworden, der harte Herrscher ein weiser und mitfühlender König.

In Kapitel 2 zeigte sich Gott als der, der die Zukunft kennt. In Kapitel 3 als der, der rettet. In Kapitel 4 als der wahre König aller Könige.

Ellen G. White

The once proud monarch had become a humble child of God; the tyrannical, overbearing ruler, a wise and compassionate king.
Prophets and Kings, S. 521

Zusammenfassung: Der einst stolze Monarch war ein demütiges Kind Gottes geworden, der tyrannische, herrische Herrscher ein weiser und mitfühlender König.

Für dich

Gott gab Nebukadnezar 35 Jahre lang nicht auf. Für wen möchtest du heute beten, der Gott noch fern ist?

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