2 Erklärung
Sie schwiegen
Jesus fragt die Jünger, worüber sie unterwegs gesprochen haben. „Sie aber schwiegen; denn sie hatten unterwegs miteinander verhandelt, wer der Größte sei.“ Sie schämten sich. Jesus setzt sich, wie ein Lehrer, und sagt: „Wenn jemand der Erste sein will, so sei er von allen der Letzte und aller Diener.“ Dann nimmt er ein Kind „in die Arme“.
Wer nicht wider uns ist
Johannes erzählt stolz, sie hätten jemandem verboten, in Jesu Namen Dämonen auszutreiben, weil er nicht zu ihrer Gruppe gehörte. Jesus sagt: „Wehret es ihm nicht!“ „Denn wer nicht wider uns ist, der ist für uns.“ Gott wirkt auch durch Menschen, die nicht zu unserem Kreis gehören.
Wo ihr Wurm nicht stirbt
Jesus warnt mit starken Worten vor der Hölle, „in das unauslöschliche Feuer“, „wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt“. Er zitiert damit den letzten Vers des Propheten Jesaja (Jes 66,24). Dort ist von Leichnamen die Rede, die man nach dem Gericht anschaut.
Wer das liest, fragt sich vielleicht, ob Gott Menschen ewig quälen wird. Viele verstehen diese Bilder so: Ein Feuer, das «nicht erlischt», ist ein Feuer, das niemand löschen kann, bis es alles verzehrt hat. So kündigte Jeremia ein Feuer an, das Jerusalem verzehren und „nicht erlöschen“ sollte. Jerusalem brannte nieder, aber das Feuer brennt heute nicht mehr. Auch Sodom erlitt die „Strafe eines ewigen Feuers“, und doch brennt es nicht mehr. Die Strafe ist ewig in ihrer Wirkung: Wer Gott endgültig ablehnt, wird nicht mehr sein. Die Bibel sagt: „Denn der Tod ist der Sünde Sold“.
Für dich
Wer gross sein will bei Gott, wird klein: ein Diener für andere. Wo kannst du heute jemandem dienen, ohne dass es jemand sieht?