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Der Weg › Teil 3 › Wunder und das Brot des Lebens

Schritt 22 von 26 · Wunder und das Brot des Lebens

Siebzigmal siebenmal

Matthäus 18,15–35

Ganze Bibel: Schritt 525 von 790

Hintergrund

Nach dem verirrten Schaf spricht Jesus darüber, wie man in der Gemeinde mit Schuld umgeht. Wer einen Bruder verloren hat, soll ihn suchen wie der Hirte sein Schaf.

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Lies jetzt: Matthäus 18,15–35

Lies zuerst den Bibeltext. Die Erklärung steht gleich danebendarunter.

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2 Erklärung

Unter vier Augen

„Wenn aber dein Bruder an dir gesündigt hat, so gehe hin und weise ihn zurecht unter vier Augen.“ Nicht hinter seinem Rücken reden, nicht anderen erzählen, sondern zuerst allein zu ihm gehen. Ziel ist nicht, recht zu bekommen, sondern: „so hast du deinen Bruder gewonnen“.

Erst wenn das nicht hilft, nimmt man einen oder zwei mit, und erst ganz am Schluss die Gemeinde. Und Jesus verspricht: „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“

Ellen G. White

We ourselves are erring, and need Christ’s pity and forgiveness, and just as we wish Him to deal with us, He bids us deal with one another.
The Desire of Ages, S. 441

Zusammenfassung: Wir selbst irren und brauchen das Erbarmen und die Vergebung Christi. Und so wie wir uns wünschen, dass er mit uns umgeht, sollen wir miteinander umgehen.

Wie oft vergeben?

Petrus fragt: „Herr, wie oft soll ich meinem Bruder vergeben, welcher gegen mich sündigt? Bis siebenmal?“ Die Rabbiner lehrten, man solle dreimal vergeben. Petrus fand sich mit sieben grosszügig. Jesus antwortet: „nicht bis siebenmal, sondern bis siebzigmalsiebenmal!“ Das heisst: ohne zu zählen.

Zehntausend Talente

Dann erzählt Jesus von einem Knecht, der seinem König „zehntausend Talente“ schuldete. Ein Talent war so viel, wie ein Arbeiter in etwa fünfzehn Jahren verdiente. Zehntausend Talente konnte niemand je zurückzahlen. Der König erlässt ihm alles.

Draussen trifft der Knecht einen Kollegen, der ihm „hundert Denare“ schuldet, etwa hundert Tageslöhne. Er würgt ihn und lässt ihn ins Gefängnis werfen. Als der König das hört, sagt er: „solltest denn nicht auch du dich über deinen Mitknecht erbarmen, wie ich mich über dich erbarmt habe?“

Unsere Schuld vor Gott ist wie zehntausend Talente. Was andere uns schulden, ist wie hundert Denare. Wer verstanden hat, wie viel ihm vergeben wurde, kann nicht unversöhnlich bleiben.

Ellen G. White

Their own sins against God, compared with their brother’s sins against them, are as ten thousand talents to one hundred pence—nearly one million to one; yet they dare to be unforgiving.
Christ’s Object Lessons, S. 246

Zusammenfassung: Ihre eigenen Sünden gegen Gott verhalten sich zu den Sünden ihres Bruders gegen sie wie zehntausend Talente zu hundert Denaren, fast eine Million zu eins. Und doch wagen sie es, nicht zu vergeben.

Ellen G. White

Nothing can justify an unforgiving spirit.
Christ’s Object Lessons, S. 251

Zusammenfassung: Nichts kann einen unversöhnlichen Geist rechtfertigen.

Für dich

Wem musst du noch vergeben? Denk daran, wie viel Gott dir vergeben hat. Vergebung heisst nicht, dass das Unrecht klein war. Sie heisst, dass du die Schuld loslässt, so wie Gott deine losgelassen hat.

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