2 Erklärung
Drei Söhne, drei Völkerfamilien
Japhets Nachkommen (1. Mose 10,2–5) zogen vor allem nach Norden und Westen, nach Kleinasien und Europa. Sie verteilten sich „auf die Inseln der Heiden“.
Hams Nachkommen (1. Mose 10,6–20) zogen vor allem nach Süden: nach Afrika und in das Land Kanaan.
Sems Nachkommen (1. Mose 10,21–31) blieben im Nahen Osten. Von Sems Urenkel Eber kommt vermutlich der Name «Hebräer». Aus dieser Linie stammt Abraham.
Wissenswert: Die Namen gibt es noch
Viele Namen aus dieser Liste tauchen später in der Geschichte als Namen von Völkern und Ländern auf:
Mizraim ist bis heute das hebräische Wort für Ägypten. Javan ist der alte Name für die Griechen (die Ionier). Madai sind die Meder im heutigen Iran. Assur sind die Assyrer, Elam ein altes Reich im Südwesten des Iran, Aram die Aramäer im heutigen Syrien. Kusch ist das Land südlich von Ägypten, im heutigen Sudan.
Die Völkertafel ist also keine erfundene Liste. Sie beschreibt Völker, die es wirklich gab.
Nimrod, der erste Herrscher
Ein Name sticht heraus: Nimrod. „der fing an ein Gewaltiger zu sein auf Erden“. Er gründete das erste grosse Reich: „Und der Anfang seines Königreiches war Babel, Erek, Akkad und Kalne im Lande Sinear“. Danach baute er Ninive.
Babel und Ninive werden später die Hauptstädte der grossen Weltreiche Babylon und Assyrien, die Gottes Volk immer wieder bedrängen.
Peleg: Die Erde wird geteilt
Ein kleiner Satz verbindet Kapitel 10 mit Kapitel 11: Eber nannte seinen Sohn Peleg, „weil in seinen Tagen das Land verteilt ward“. «Peleg» bedeutet «Teilung».
Rechnet man die Zahlen in 1. Mose 11 nach, wurde Peleg etwa 101 Jahre nach der Flut geboren (1. Mose 11,10–16). In seiner Zeit geschah also, was das nächste Kapitel erzählt: die Teilung der Menschheit in Babel.
Für dich
Alle Völker der Erde stammen aus einer Familie. Wie verändert das deinen Blick auf Menschen aus anderen Ländern?