BibelverstehenGebet

Der Weg › Teil 3 › Taufe und erste Jünger

Schritt 17 von 21 · Taufe und erste Jünger

Dein Sohn lebt

Johannes 4,43–54

Ganze Bibel: Schritt 465 von 792

Hintergrund

Jesus kommt wieder nach Kana, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Die Nachricht von seinen Taten in Jerusalem war ihm vorausgeeilt. In Kapernaum, etwa 30 Kilometer entfernt am See Genezareth, lag ein Junge im Sterben.

1

Lies jetzt: Johannes 4,43–54

Lies zuerst den Bibeltext. Die Erklärung steht gleich danebendarunter.

Zur Erklärung springen ↓

2 Erklärung

Ein verzweifelter Vater

Der Vater war „ein königlicher Beamter“, wohl am Hof von Herodes Antipas. Ein reicher, einflussreicher Mann. Doch gegen die Krankheit seines Sohnes half ihm all sein Einfluss nichts. Er wanderte den ganzen Weg hinauf nach Kana und bat Jesus, mit ihm zu kommen.

Jesus antwortet zunächst: „Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, so glaubet ihr nicht!“ Er wollte, dass der Mann nicht nur Hilfe sucht, sondern ihn selbst. Der Vater lässt sich nicht abweisen: „Herr, komm hinab, ehe mein Kind stirbt!“

Ellen G. White

Yet the nobleman had a degree of faith; for he had come to ask what seemed to him the most precious of all blessings.
The Desire of Ages, S. 198

Zusammenfassung: Doch der Beamte hatte einen gewissen Glauben, denn er war gekommen, um das zu erbitten, was ihm als der kostbarste aller Segen erschien.

Glauben ohne zu sehen

Jesus geht nicht mit. Er sagt nur: „Gehe hin, dein Sohn lebt!“ Jetzt muss der Vater entscheiden, ob er einem Wort glauben kann, ohne etwas zu sehen. „Der Mensch glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sprach, und ging hin.“

Unterwegs kommen ihm seine Knechte entgegen: Dein Sohn lebt! Er fragt nach der Stunde. „Gestern um die siebente Stunde verließ ihn das Fieber.“ Genau in dem Moment, als Jesus gesprochen hatte. Jesus brauchte nicht neben dem Kranken zu stehen. Sein Wort allein heilt, auch über weite Entfernung.

Am Ende glaubt nicht nur der Vater, sondern „samt seinem ganzen Hause“.

Ellen G. White

Christ was pained that His own people, to whom the Sacred Oracles had been committed, should fail to hear the voice of God speaking to them in His Son.
The Desire of Ages, S. 198

Zusammenfassung: Es schmerzte Christus, dass sein eigenes Volk, dem Gottes Worte anvertraut waren, die Stimme Gottes nicht hörte, die in seinem Sohn zu ihnen sprach.

Für dich

Manchmal antwortet Gott nicht so, wie wir es erwarten. Der Vater wollte, dass Jesus mitkommt. Jesus gab ihm nur ein Wort. Wenn du betest, darfst du seinem Wort vertrauen, auch bevor du etwas siehst.

Zur Übersicht «Taufe und erste Jünger» (Schritt 17 von 21)

BibeltextSchlachter 1951
Ganzes Kapitel lesen