2 Erklärung
Eifersucht bei den Jüngern
Die Jünger des Johannes sehen, wie die Menschen nun zu Jesus strömen. Das ärgert sie. Sie kommen zu ihrem Meister und klagen: „siehe, der tauft, und jedermann kommt zu ihm!“ Sie erwarteten wohl, dass Johannes sich ebenfalls ärgern würde.
Doch Johannes antwortet: „Ein Mensch kann nichts empfangen, es sei ihm denn vom Himmel gegeben.“ Jeder hat den Platz, den Gott ihm gibt. Johannes hatte nie den ersten Platz gewollt.
Der Freund des Bräutigams
Johannes vergleicht sich mit dem Freund des Bräutigams, eine Art Trauzeuge. Dieser half bei den Vorbereitungen der Hochzeit. Doch wenn das Fest begann, trat er zurück. Die Braut gehörte dem Bräutigam, nicht ihm. Seine Freude war es, den Bräutigam glücklich zu sehen. „Diese meine Freude ist nun erfüllt.“
Dann sagt er den Satz, der sein ganzes Leben zusammenfasst: „Er muß wachsen, ich aber muß abnehmen.“ Wahre Grösse zeigt sich darin, dass man sich freut, wenn ein anderer geehrt wird.
Ellen G. White
He dwelt in an atmosphere uncontaminated with selfishness and ambition, and far above the miasma of jealousy.Zusammenfassung: Er lebte in einer Atmosphäre, die frei war von Selbstsucht und Ehrgeiz, weit erhaben über den giftigen Dunst der Eifersucht.
Der von oben kommt
Am Ende des Kapitels wird noch einmal deutlich, wer Jesus ist: „Der von oben kommt, ist über allen“. Er spricht nicht wie ein Mensch, der über Gott nachdenkt, sondern als einer, der vom Himmel kommt. „Der Vater hat den Sohn lieb und hat alles in seine Hand gegeben.“
Darum hängt alles an der Frage, wie wir zu ihm stehen: „Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben“. Nicht «wird haben», sondern «hat», schon jetzt.
Für dich
Johannes freute sich, als Jesus grösser wurde als er. Wo darfst du einem anderen den Vortritt lassen? Wer Jesus ehren will, muss nicht selbst glänzen.