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Der Weg › Teil 3 › Taufe und erste Jünger

Schritt 14 von 21 · Taufe und erste Jünger

Nikodemus in der Nacht

Johannes 3,1–21

Ganze Bibel: Schritt 462 von 789

Hintergrund

Nikodemus war Pharisäer und „ein Oberster der Juden“, also Mitglied im Hohen Rat, dem höchsten Gericht des Volkes. Er war gebildet, reich und angesehen. Er hatte die Tempelreinigung miterlebt und war tief bewegt. Aber er wollte nicht, dass man ihn mit diesem Jesus sah. Darum kam er „des Nachts“.

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2 Erklärung

Von neuem geboren

Nikodemus beginnt höflich: „Rabbi, wir wissen, daß du ein Lehrer bist, von Gott gekommen“. Doch Jesus geht gleich auf das Wesentliche ein: „wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen!“

Nikodemus ist verwirrt. Er hatte sein Leben lang versucht, alle Gebote genau zu halten. Er dachte, er brauche höchstens etwas mehr Wissen. Jesus aber sagt: Du brauchst keinen Anbau an dein altes Leben. Du brauchst einen ganz neuen Anfang, so neu wie eine Geburt.

Schon der Prophet Hesekiel hatte das angekündigt: „Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euch legen“. Als «Lehrer Israels» hätte Nikodemus das wissen können (Joh 3,10).

Ellen G. White

Nicodemus held a high position of trust in the Jewish nation.
The Desire of Ages, S. 167

Zusammenfassung: Nikodemus hatte eine hohe Vertrauensstellung im jüdischen Volk.

Ellen G. White

You need not to have your curiosity satisfied, but to have a new heart.
The Desire of Ages, S. 171

Zusammenfassung: Du brauchst nicht die Befriedigung deiner Neugier, sondern ein neues Herz.

Der Wind weht, wo er will

Vielleicht strich in diesem Moment ein Nachtwind über das Dach, auf dem sie sassen. Jesus sagt: „Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen; aber du weißt nicht, woher er kommt, noch wohin er fährt. Also ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist.“

Den Wind sieht man nicht, aber man sieht, was er bewirkt: Blätter bewegen sich, Wolken ziehen. So ist es auch mit dem Heiligen Geist. Niemand kann genau erklären, wie er ein Herz verändert. Aber man sieht die Wirkung: Ein harter Mensch wird sanft, ein Lügner wird ehrlich, ein Verzweifelter bekommt Hoffnung.

Ellen G. White

By an agency as unseen as the wind, Christ is constantly working upon the heart.
The Desire of Ages, S. 172

Zusammenfassung: Durch eine Kraft, so unsichtbar wie der Wind, wirkt Christus ständig am Herzen.

Die Schlange in der Wüste

Dann erinnert Jesus an eine Geschichte, die Nikodemus gut kannte: „Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, also muß des Menschen Sohn erhöht werden“. Als das Volk Israel in der Wüste von giftigen Schlangen gebissen wurde, liess Mose eine machen und an einer Stange aufrichten. „wenn eine Schlange jemanden biß und er die eherne Schlange anschaute, so blieb er am Leben“.

Die Gebissenen mussten nichts leisten, nur hinschauen. So würde auch Jesus «erhöht», am Kreuz. Wer im Glauben auf ihn schaut, wird vom tödlichen Gift der Sünde geheilt. Nikodemus verstand das damals noch nicht. Doch als er Jesus drei Jahre später am Kreuz hängen sah, erinnerte er sich an dieses Gespräch. Er war es, der mit Josef von Arimathäa den Leichnam Jesu begrub (Joh 19,39).

Ellen G. White

The symbol of the uplifted serpent made plain to him the Saviour’s mission.
The Desire of Ages, S. 174

Zusammenfassung: Das Bild der erhöhten Schlange machte ihm die Sendung des Erlösers klar.

Denn also hat Gott die Welt geliebt

Jetzt folgt der wohl bekannteste Vers der ganzen Bibel: „Denn Gott hat die Welt so geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“ Das ist die ganze Botschaft der Bibel in einem Satz.

Und gleich danach: „Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn gerettet werde.“ Gott sucht nicht nach Gründen, uns zu verurteilen. Er sucht einen Weg, uns zu retten.

Wer verloren geht, geht nicht verloren, weil Gott ihn nicht liebt, sondern weil er das Licht nicht will: „die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht“.

Für dich

Setze in Johannes 3,16 einmal deinen eigenen Namen ein: «So hat Gott dich geliebt.» Neu geboren wird man nicht durch Anstrengung, sondern indem man auf Jesus schaut und ihm vertraut.

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BibeltextSchlachter 1951
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