2 Erklärung
Ein Markt im Haus Gottes
Wer opfern wollte, brauchte ein fehlerloses Tier. Pilger von weit her konnten keine Schafe mitbringen, also kaufte man sie vor Ort. Dazu kam die Tempelsteuer, die nur in einer bestimmten Münze bezahlt werden durfte. Darum gab es Geldwechsler. Das alles hätte ausserhalb geschehen können. Doch die Händler hatten sich im Vorhof des Tempels selbst breitgemacht.
Dort brüllten Ochsen, blökten Schafe, man feilschte und stritt. Die Händler verlangten überhöhte Preise, und die Priester verdienten mit. Gerade die Armen, die nur Tauben opfern konnten, wurden ausgenutzt. Wer zum Beten gekommen war, fand keinen ruhigen Platz.
Ellen G. White
The sacred enclosure had become one vast exchange.Zusammenfassung: Der heilige Bezirk war zu einer einzigen grossen Börse geworden.
Der Eifer um dein Haus
Jesus „machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus“. Er stiess die Tische um, und das Geld rollte über den Boden. Zu den Taubenhändlern sagte er: „Machet nicht meines Vaters Haus zu einem Kaufhaus!“ Damit sagte er öffentlich: Gott ist mein Vater.
Bemerkenswert ist, dass niemand Widerstand leistete. Hunderte Händler, Priester und Tempelwächter flohen vor einem einzelnen Mann aus Galiläa. In seinem Blick lag eine Würde, der sie nicht standhalten konnten. Die Jünger erinnerten sich an ein Psalmwort: „Der Eifer um dein Haus verzehrt mich.“
Ellen G. White
In the cleansing of the temple, Jesus was announcing His mission as the Messiah, and entering upon His work.Zusammenfassung: Mit der Reinigung des Tempels kündigte Jesus seine Sendung als Messias an und begann sein Werk.
Der Tempel seines Leibes
Die Führer verlangen ein Zeichen. Jesus antwortet: „Brechet diesen Tempel ab, und in drei Tagen will ich ihn aufrichten!“ Sie lachen: „In sechsundvierzig Jahren ist dieser Tempel erbaut worden“. Tatsächlich hatte Herodes um das Jahr 20 vor Christus mit dem Umbau begonnen. Das passt genau in die Zeit um 27 nach Christus.
Doch „Er aber redete von dem Tempel seines Leibes.“ Erst nach der Auferstehung verstanden die Jünger, was er gemeint hatte. Drei Jahre später wurde dieser Satz bei seinem Prozess gegen ihn verwendet (Mt 26,61).
Auch du bist ein Tempel
Der Tempel war gebaut worden, damit Gott unter seinem Volk wohnen konnte. Doch Gott möchte auch in jedem einzelnen Menschen wohnen. Paulus schreibt: „Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?“
Wie der Tempel, so ist auch unser Herz oft voll von Dingen, die dort nicht hingehören: Sorgen, Gier, Unehrlichkeit, Bitterkeit. Wir können es nicht selbst aufräumen. Aber Jesus kann es reinigen, wenn wir ihn hereinlassen.
Ellen G. White
God dwells in humanity, and through saving grace the heart of man becomes again His temple.Zusammenfassung: Gott wohnt im Menschen, und durch seine rettende Gnade wird das menschliche Herz wieder sein Tempel.
Für dich
Gibt es in deinem Leben etwas, das Jesus hinaustragen möchte? Er tut es nicht, um dich zu beschämen, sondern weil er bei dir wohnen will.