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Völker und Zeiten
Ritter, Kreuzzüge und Mittelalter: Was sagt die Bibel dazu?
Kurze Antwort
Das Mittelalter ist die Zeit der Burgen, Ritter und Kreuzzüge. Ritter sollten Schwache schützen und treu sein, ein Ideal, das vom christlichen Glauben geprägt war. Doch im Namen des Kreuzes wurde auch viel Blut vergossen, obwohl Jesus sagte: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Und mitten in dieser Zeit lebten in den Alpentälern Menschen wie die Waldenser, die still an der Bibel festhielten. Die Bibel hatte diese dunkle Zeit lange vorher angekündigt.
Die Ritter
waren berittene Krieger des Mittelalters, etwa vom 11. bis zum 15. Jahrhundert. Sie dienten einem Herrn und erhielten dafür Land. Man erwartete von einem Ritter Mut, Treue, Grosszügigkeit und den Schutz von Witwen, Waisen und Armen. Viele dieser Werte stammen aus der Bibel (Jak 1,27).
Doch in Wirklichkeit führten viele Ritter Fehden, plünderten und unterdrückten die Bauern. Das Ideal war schön, das Leben oft anders.
Die Kreuzzüge
1095 rief Papst Urban II. zum Kampf um Jerusalem auf und versprach den Kämpfern Vergebung der Sünden. 1099 eroberten die Kreuzfahrer Jerusalem und töteten viele Bewohner, Muslime und Juden. Bis 1291 folgten weitere Kreuzzüge. Ritterorden wie die Templer und die Johanniter entstanden und bauten mächtige . Zehntausende starben auf allen Seiten.
Doch Jesus hatte gesagt: „Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn alle, die das Schwert ergreifen, werden durch das Schwert umkommen.“ Und vor Pilatus: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“. Vergebung kann man nicht durch Krieg verdienen. Sie ist ein Geschenk Gottes (Eph 2,8).
Eine Zeit, die die Bibel vorhersagte
Daniel und die Offenbarung kündigten eine Zeit an, in der eine Macht „mit den Heiligen Krieg“ führen würde, 1260 prophetische Tage lang, also 1260 Jahre (Offb 12,6). Viele verstehen das als die Zeit von 538 bis 1798, in der das Papsttum als Verbindung von Kirche und Staat herrschte und Andersgläubige verfolgte, durch Kreuzzüge gegen «Ketzer» und durch die Inquisition. Dabei geht es um ein Machtsystem, nicht um einzelne Menschen.
In dieser Zeit war die Bibel für das Volk kaum zugänglich. Sie war auf Latein, und an manchen Orten war es verboten, sie in der eigenen Sprache zu lesen.
Ellen G. White
The accession of the Roman Church to power marked the beginning of the Dark Ages.Zusammenfassung: Der Aufstieg der römischen Kirche zur Macht kennzeichnete den Beginn des finsteren Mittelalters.
Die Waldenser in den Alpentälern
In den im Piemont, nicht weit von der Schweiz, lebten die Waldenser. Sie hielten die Bibel als einzige Richtschnur für ihren Glauben. Ihre Kinder lernten ganze Bücher der Bibel auswendig. Junge Männer zogen als Händler durch Europa und gaben heimlich Abschriften der Bibel weiter.
Sie wurden jahrhundertelang verfolgt. 1655 kam es im Piemont zu einem grausamen Blutbad an ihnen. Doch sie gaben nicht auf. Die Offenbarung beschreibt das Volk Gottes in dieser Zeit wie eine Frau, die in die Wüste flieht, wo Gott sie bewahrt (Offb 12,14).
Ellen G. White
In every age there were witnesses for God—men who cherished faith in Christ as the only mediator between God and man, who held the Bible as the only rule of life, and who hallowed the true Sabbath.Zusammenfassung: In jedem Zeitalter gab es Zeugen für Gott, Menschen, die an Christus als einzigen Mittler zwischen Gott und Mensch glaubten, die Bibel als einzige Lebensregel hielten und den wahren Sabbat heiligten.
Fragen zum Nachdenken
Viele Menschen lehnen den christlichen Glauben ab wegen der Kreuzzüge und der Inquisition. Doch hat Jesus das gewollt? Er heilte das Ohr des Soldaten, der ihn festnehmen wollte (Lk 22,51). Wer Gewalt im Namen Gottes ausübt, handelt gegen Jesus, nicht mit ihm.
Und wem wären wir ähnlicher gewesen: den Rittern, die mit dem Schwert für ihren Glauben kämpften, oder den Waldensern, die still die Bibel lasen, weitergaben und lieber litten, als Gott untreu zu werden?
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