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Funde und Geschichte

Was hat die Archäologie über die Bibel gefunden?

Kurze Antwort

Immer wieder haben Kritiker gesagt, bestimmte Völker, Könige oder Orte der Bibel habe es nie gegeben. Und immer wieder hat der Spaten der Archäologen das Gegenteil gezeigt: die Hethiter, König Sargon, Belsazar, das Haus David, Pontius Pilatus, der Teich Bethesda. Archäologie kann den Glauben nicht ersetzen. Aber sie zeigt: Die Bibel erzählt von wirklichen Menschen an wirklichen Orten.

Was die Bibel von sich sagt

Lukas schreibt, er sei „allem von Anfang an genau nachgegangen“, „damit du die Gewißheit der Dinge erkennst, in denen du unterrichtet worden bist.“ Die Bibel nennt Namen, Orte, Jahre und Herrscher. Wer so schreibt, macht sich überprüfbar.

Was es angeblich nie gab

Die Hethiter: Die Bibel nennt sie oft, doch lange kannte man sie aus keiner anderen Quelle. Viele hielten sie für erfunden. 1906 fand man ihre Hauptstadt Hattusa in der Türkei, mit Tausenden von Tontafeln. Mehr dazu auf der Seite über die Hethiter.

König Sargon: Er wird in der ganzen Bibel nur einmal erwähnt (Jes 20,1). In keiner anderen alten Schrift kam er vor. 1843 grub der Franzose Paul-Émile Botta bei Chorsabad im Irak seinen gewaltigen Palast aus. Heute ist Sargon II. einer der bekanntesten Könige Assyriens.

Belsazar: Nach Daniel war er der letzte König Babylons (Dan 5,30). Alte Geschichtsschreiber nannten aber Nabonid als letzten König. Darum hiess es, Daniel irre sich. Dann fand man den : Nabonid nennt darin seinen ältesten Sohn Belsazar, der in Babylon regierte, während der Vater fort war. Darum konnte Belsazar Daniel nur zum «dritten Herrscher» machen (Dan 5,29).

Das Haus David: Viele Forscher hielten König David für eine Sagengestalt. 1993 fand man in Tel Dan im Norden Israels die aus dem 9. Jahrhundert vor Christus mit den Worten «Haus Davids». Auch auf dem aus Moab ist wohl von David die Rede.

Pontius Pilatus: Ausser in der Bibel und bei wenigen Geschichtsschreibern gab es lange keinen Beleg. 1961 fand man in Cäsarea einen mit seinem Namen und seinem Titel «Präfekt von Judäa».

Funde, die Bibelberichte bestätigen

Der Assyrerkönig Sanherib belagerte Jerusalem zur Zeit des Königs Hiskia (2. Kön 18,13–17). Auf dem rühmt sich Sanherib, er habe Hiskia «wie einen Vogel im Käfig» in Jerusalem eingeschlossen. Er sagt aber nicht, er habe die Stadt erobert, genau wie die Bibel berichtet. Die Eroberung von Lachisch dagegen liess er stolz auf Wandbilder meisseln, das .

Hiskia liess einen Tunnel durch den Felsen graben, um Wasser in die Stadt zu leiten (2. Kön 20,20). Diesen kann man heute durchwaten, und die erzählt, wie die Arbeiter von beiden Seiten aufeinander zu gruben.

Der bestätigt, dass Kyros den verschleppten Völkern erlaubte, heimzukehren und ihre Heiligtümer wieder aufzubauen (Esra 1,1–4).

Im Neuen Testament: Johannes beschreibt den Teich Bethesda mit fünf Säulenhallen (Joh 5,2). Kritiker hielten das für erfunden, bis man ihn im 19. Jahrhundert ausgrub. Der wurde 2004 bei Bauarbeiten entdeckt. Und die bestätigt, dass Fremde den inneren Tempel nicht betreten durften (Apg 21,28).

Wissenswert: Ein Forscher ändert seine Meinung

Der schottische Archäologe William Ramsay reiste im 19. Jahrhundert durch die heutige Türkei, überzeugt, dass die Apostelgeschichte erst spät und ungenau geschrieben worden sei. Je mehr er nachprüfte, desto mehr staunte er: Titel von Beamten, Grenzen von Provinzen und Namen von Städten stimmten mit erstaunlicher Genauigkeit. Am Ende hielt er Lukas für einen Geschichtsschreiber ersten Ranges.

Fragen zum Nachdenken

Wie oft muss die Bibel recht behalten, bevor man ihr Vertrauen schenkt? Viele Zweifel an ihr beruhten nicht auf Funden, sondern auf dem Fehlen von Funden. Und das Fehlen eines Beweises ist kein Beweis des Gegenteils.

Es gibt auch offene Fragen, zum Beispiel über die Zeit der Eroberung Kanaans oder über einzelne Städte. Doch die Geschichte zeigt: Wer der Bibel ein vorschnelles Urteil sprach, musste es schon oft zurücknehmen.

Ellen G. White

Science is ever discovering new wonders; but she brings from her research nothing that, rightly understood, conflicts with divine revelation.
Education, S. 128

Zusammenfassung: Die Wissenschaft entdeckt immer neue Wunder; aber sie bringt aus ihrer Forschung nichts hervor, das, richtig verstanden, der göttlichen Offenbarung widerspricht.

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